Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Den Hammelburg Volleys fehlt die Lockerheit

Bei der Niederlage in Fellbach erlauben sich die Unterfranken zu viele Unzulänglichkeiten.
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Trostpflaster: Zum besten Spieler seines Teams wurde der Hammelburger Moritz Rauber (rechts) gewählt. Georg Strohbücker
Trostpflaster: Zum besten Spieler seines Teams wurde der Hammelburger Moritz Rauber (rechts) gewählt. Georg Strohbücker

SV Fellbach - Hammelburg Volleys 3:1 (27:25, 19:25, 25:19, 25:23). Es dauerte nach dem Spiel noch etwas länger als sonst, bis die Lichter in der Kabine der Gäste erloschen. Zusammen mit seinem Team begab sich Trainer Karl Kaden auf Antwortsuche, warum man sich gerade diese bittere Niederlage hatte gefallen lassen müssen. Gerne hättet der Hammelburger Headcoach seinen Akteuren noch nachträglich eingebrannt, dass gegen den späteren MVP der Fellbacher an diesem Abend eben kein Kraut gewachsen war. "Klar war der gut und ja, er hätte uns an dem Abend noch 200 Bälle um die Ohren geschlagen, aber dennoch hätten wir einfach unser taktisches Konzept umsetzen müssen", resümierte Kaden. Und das heißt bei Hammelburg: Stabile Annahme, druckvolles und variables Angriffsspiel und eine gute Blockabwehr.

Erster Satz ganz ordentlich

Zumindest im ersten Satz wurde die Marschroute auch noch gut umgesetzt, sodass sich ein rassiges Match entwickelte - mit dem besseren Ende der Fellbacher, bei denen sich insbesondere Kapitän Manuel Harms und Diagonalmann Richard Peemüller als höchst effizient erwiesen. Ärgerlich nur, dass die ohne Henning Schulte und Georg Wolf angetretenen Hammelburger zwei Satzbälle nicht verwerten konnten. 

Weil Volleys-Kapitän Peter Wolf auf der Außenposition für frischen Wind sorgte, lief es für die Unterfranken im zweiten Satz bedeutend besser. Ab dem 13:13 präsentierte man sich dann endlich so, wie Coach Kaden es gerne durchgängig gesehen hätte: "Da haben die Jungs genau das disziplinierte Auftreten gezeigt, welches ich mir das ganze Spiel über gewünscht hätte."Ausgeglichen verlief der dritte Durchgang bis zur ersten technischen Auszeit (8:7), bevor sich die Hausherren mit drei Punkten absetzen konnten. Block, Abwehr, Abstimmung - all das wollte plötzlich nicht mehr funktionieren, während die Fellbacher Offensivabteilung nicht müde wurde, ordentlich Druck auf das bunte Spielgerät auszuüben.

Der Optimismus der mitgereisten Fans sollte im vierten Satz nur bis zum 9:9 anhalten, als sich die Hammelburger Gegenwehr auf ein Minimum reduzierte. "Wir haben dann einfach keinen Ball mehr tot gemacht", konstatierte Kaden, weshalb auch die späte Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt war. "Nun ist es wichtig, gegen Karlsruhe für positive Energie zu sorgen, unsere Stärken auszuspielen und zu lernen, gewisse Dinge hinzunehmen."



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