LKR Bad Kissingen

Big Points für den BSC Lauter

Aufsteiger Aura schlittert in schwieriges Fahrwasser. Die Frankonia und Viktoria liefern sich im Derby einen intensivem Fight.
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Matthias Dees (links) und Frank Schmitt von der SG Oerlenbach/Ebenhausen sowie die Wollbacher (von links) Benedikt Theimer, Matthias Albert und Timo Trost verfolgen aufmerksam die Flugbahn des Spielgerätes.ssp
Matthias Dees (links) und Frank Schmitt von der SG Oerlenbach/Ebenhausen sowie die Wollbacher (von links) Benedikt Theimer, Matthias Albert und Timo Trost verfolgen aufmerksam die Flugbahn des Spielgerätes.ssp

TSV Wollbach - SG Oerlenbach/Ebenhausen 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Felix Warmuth (35.), 1.1 Sebastian Dees (59.). Das Remis im Spitzenspiel genügte dem TSV Wollbach, um den spielfreien VfR Sulzthal als Tabellenführer abzulösen. Das Unentschieden entsprach durchaus den Kräfteverhältnissen auf dem Feld. Zumindest in Halbzeit eins war die Elf von Michael Jahns das aktivere Team, das sich die Führung durch "Kopfball-Ungeheuer" Felix Warmuth nach einer Balleroberung von Jonas Kirchner und der Flanke von Phil Schönhöfer auch verdiente. Weitere Treffer hatten Warmuth und Schönhöfer auf dem Fuß, die eine Hereingabe verpassten, ehe SG-Keeper Simon Seidl zur Stelle war beim Kopfball von Johannes Kirchner. Stattdessen sollte nach dem Wechsel der Ausgleich fallen durch den unhaltbaren Schuss von Sebastian Dees, in Szene gesetzt von Sandro Cazzella und Matthias Dees. "Danach boten sich uns noch Möglichkeiten durch Daniel Gisder und Jonas Kirchner, aber wir hätten auch verlieren können, wenn die Spielgemeinschaft ihre Konter besser zu Ende gespielt hätte", sagte TSV-Abteilungsleiter Steffen Schmitt.js

SV Aura - SG Gräfendorf/Wartmannsroth 0:3 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Sebastian Hahn (30., 35.), 0:3 Michael Koberstein (80.). Gelb-Rot: Dominik Graser (90.). Bes. Vorkommnis: Dominik Graser (Aura) verschießt Handelfmeter (75.).

Für die Kicker aus dem Main-Spessart-Kreis hat längst der Abstiegskampf begonnen. Und mit dem wollten die Blau-Weißen aus Aura eigentlich tunlichst so schnell nichts mehr am Hut haben. Doch die personelle Lage ist äußerst angespannt beim Aufsteiger, der den Blick nun wieder in die unteren Tabellenregionen richten muss. "Im Moment schicken wir das sprichwörtlich letzte Aufgebot ins Rennen. Wir kommen auch nicht mehr ohne Spieler aus der zweiten Mannschaft über die Runden, die ihr Debüt in der ersten Mannschaft geben müssen", erklärte Abteilungsleiter Daniel Sauer zerknirscht. Nach einem undurchsichtigen Gestochere im Auraer Strafraum spitzelte Sebastian Hahn das Leder über die Linie. "Wenige Minuten später haut er uns auch noch das zweite Tor rein. Dann wurde es natürlich schwer für uns. Auch wenn es im zweiten Durchgang etwas besser lief, hätten wir dringend den Anschlusstreffer benötigt, um wieder zurück ins Spiel zu kommen." Nachdem Dominik Graser am Kreidepunkt Nerven zeigte, fingen sich die Blau-Weißen auch noch einen Konter ein, den Michael Koberstein veredelte. bit

SC Diebach - FC Untererthal 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Lukas Tartler (70.), 1:1 Michael Mathes (74., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Patrick Heilmann (80.), Lukas Tartler (89., beide Untererthal).

Derbystimmung und Oktoberfest am Diebacher Reuthweg. "Das war diesmal ein sehr intensives Spiel mit vielen Abschlüssen. Aber leider war das Tor von Daniel Hammer für uns wie vernagelt", berichtete Karsten Heurung. Nach fünf Minuten scheiterte Aldin Dzafic knapp per Kopf, auf der Gegenseite haute Sebastian Hüfner das Spielgerät an die Querlatte. Lange Zeit hielten die Keeper Lukas Wahler und Daniel Hammer ihre Buden sauber, doch einer der gefürchteten Untererthaler Konter über Lukas Tartler führte zum Treffer für die Viktorianer. Nach einem Foul an Mark Kurek versenkte Michel Mathes den fälligen Strafstoß zum Endstand. Beste Chancen durch Kurek und Patrick Schmähling blieben ungenutzt. Auch Aldin Dzafic hätte im zweiten Durchgang durchaus für Jubel bei den Frankonen sorgen können, vergab aber in aussichtsreicher Position. Die turbulente Schlussphase mit zwei Platzverweisen gegen die Gäste konnten die Diebacher nicht mehr für sich nutzen. "Da war das Spiel eigentlich schon gelaufen. Schade, wir wollten unbedingt drei Punkte einfahren. Es hat wieder nicht gegen Untererthal geklappt."bit

FC Bad Brückenau - SV Obererthal 2:1 (0:1). Tore: 0:1 Michael Strasheim (35.), 1:1 Konstantin Bengart (83.), 2:1 Eugen Ortmann (87.). In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte der FC Bad Brückenau zwar die höhere Ballbesitzquote, aber in Führung lagen beim Pausenpfiff die Gäste durch den Sololauf von Michael Strasheim. Kurz zuvor hatte FC-Keeper Maximilian Lother einen Schuss von Oliver Graup mit Mühe pariert, den Abpraller setzte Johannes Rüth übers Tor. Die bis dato offensiv harmlosen Sinnstädter hatten nur eine nennenswerte Möglichkeit, als Felix Frank nach Zuspiel von Alexander Krämer das Leder am Kasten vorbei schob. Nach dem Wechsel neutralisierten sich beide Teams. Umso erstaunlicher, dass die hundert Fans zwei späte Tore kredenzt bekamen, die zum glücklichen Sieg der Heimelf führten. Zum Matchwinner avancierte Eugen Ortmann, der erst die Flanke schlug beim Ausgleich von Konstantin Bengart, dann selbst den finalen Jubel auslöste nach seinem Alleingang samt gewonnenem Duell mit SV-Torsteher Leon Zwickl.js

SV Morlesau/Windheim - TSV Reiterswiesen 0:5 (0:2). Tore: 0:1 Dani Gervisi (28.), 0:2 Florian Heller (40.), 0:3 Tobias Ehrenberg (60.), 0:4, 0:5 Sven Kleinhenz (76., Foulelfmeter, 84.)

Morlesaus Spielertrainer Stefan Thoma war so zuversichtlich nach dem Punkt gegen Obererthal in der vergangenen Woche, dass es jetzt aufwärts geht. Doch nun setzte es gegen Reiterswiesen wieder eine Klatsche. Und die hing laut Thoma vor allem mit dem dünnen Kader der Morlesauer zusammen. Der wurde noch dünner, weil sich Abwehrmann Sebastian Roth schwer verletzte. Als eine Flanke in den 16er segelte, gingen Freund und Feind zum Ball, darunter Roth und Torhüter Florian Fischer. Letzterer traf Roth im Gesicht, Verdacht auf Jochbeinbruch. Morlesau hatte eh nur 13 Mann im Kader, konnte nicht solche Spieler wie Florian Heller einwechseln, der eine Bude machte und eine vorbereitete. Bis zu Roths Verletzung hatte der SV kämpferisch gut mitgehalten; danach fing er sich "zwei blöde Gegentore", so der Spielertrainer. Dazu kam Pech, als ein Ball dem Reiterswiesener Torwart durch die Beine rollte, aber auf der Linie geklärt wurde. Nach der Pause spielte Morlesau alles oder nichts und fing sich Kontertore. "Reiterswiesen war läuferisch stärker, hat die Bälle besser angenommen", erkannte Thoma die Leistung des Gegners an. Aus den zwei Spielen bis zur Winterpause hofft Thoma auf mindestens einen Dreier, um körperlich fit für eine Aufholjagd zu werden. st SG Oberleichtersbach/Modlos - BSC Lauter 3:4 (2:3). Beide Teams kamen in diesem Kellerduell mit den Bedingungen auf dem bereits zuvor bespielten Platz nur schwer zurecht. Die Hausherren waren zunächst völlig von der Rolle und gerieten früh mit drei Toren ins Hintertreffen. Von leichtfertigen Abwehrfehlern begünstigt, nutzten die Gäste ihre Chancen konsequent aus. Erst nach dem Rückstand wachte die SG langsam auf. Florian Friebel reagierte nach einem abgefälschten Schuss von Maximilian Schmitt, der als Bogenlampe in den Strafraum fiel, am schnellsten und beförderte den Ball zum 1:3 ins Netz. Mit etwas Glück kämpfte sich Oberleichtersbach danach zum Anschlusstreffer und in der zweiten Halbzeit sogar zum Ausgleich. Letztlich konnte man sich aber für die Aufholjagd nicht belohnen, denn mit dem Schlusspfiff erzielte der BSC nach einem Freistoß doch noch den umjubelten Siegtreffer. "Im Endeffekt war der Sieg für Lauter verdient, denn sie haben ihre Möglichkeiten clever genutzt, während wir zu viele Fehlpässe gespielt haben", fasste Abteilungsleiter Marcel Schilling die Partie zusammen. Trotz intensiver Telefon-Recherche konnten keine Torschützen zu diesem Spiel in Erfahrung gebracht werden.smb FC Rottershausen - TSV Aubstadt II 3:2 (1:1). Tore: 1:0 Nicolas Loibersbeck (23.), 1:1 Mike Glückstein (45. + 1), 2:1 Johannes Kanz (57.), Julius Büttner (78.), 3:2 Luca Wilm (88.). Der vielbeschworene Lucky Punch entschied ein weitgehend ausgeglichenes Spiel zwischen Rottershausen und der Aubstadter Reserve. Nach etwa 20-minütigem Abtasten startete Rottershausens Loibersbeck das Toreschießen. Aus zwölf Metern verwertete er einen Lupfer von Johannes Kanz am Torwart vorbei. Schon in der Nachspielzeit antwortete Mike Glückstein - die laut Rottershausens Pressewart Jörg Wetterich einzige Chance der Gäste in der ersten Hälfte. Der Treffer fiel spektakulär. Glücksteins Schuss war mehr ein Befreiungsschlag. Der Ball sprang im Strafraum so seltsam auf, dass er in den Torwinkel hüpfte. Nach der Pause passierte zunächst nicht viel - bis Johannes Kanz nach einer Ecke von Fabio Erhard am langen Pfosten einnickte. Doch Julius Büttner antwortete wiederum für Aubstadt. Einen schönen Schuss von Daniel Fürst lenkte der Torhüter noch gegen die Latte; den Abpraller verwandelte Büttner sicher. Und dann eben der Lucky Punch. Eine abgewehrte Ecke köpfte Alexander Schott zurück in den Strafraum; der Ball kam zu Fabian May, der per Kopf zu Luca Wilm weiterleitete. Der bugsierte ohne Mühe den Ball aus zwei Metern über die Linie.Danach gab es auf beiden Seiten keine richtige Chance mehr. st VfB Burglauer - DJK Weichtungen 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Stefan Denner (65., Foulelfmeter), 0:2 Leon Kilian (82.). Gelb-Rot: Dominik Seufert (60., Burglauer). Wie gewonnen so zerronnen. Der VfB Burglauer konnte den 1:0-Sieg vom Freitag gegen Nordheim nicht vergolden, sondern fing sich gegen Schlusslicht DJK Weichtungen eine 0:2-Heimniederlage ein. "Die Enttäuschung ist groß. Das ist bitter", sagte VfB-Sprecher Burkhard Mangold. Für ihn war der Knackpunkt nach einer Stunde Spielzeit. "Da trifft unser mit Gelb vorbelasteter Dominik Seufert im Zweikampf den Ball und der Schiedsrichter zeigt Gelb-Rot", warf er dem Referee fehlendes Fingerspitzengefühl vor. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, Chancen blieben eher Mangelware: zwei für den VfB durch Sven Bötsch (12., 28.), zwei für die DJK kurz vor der Pause (44./45.), die Keeper Markus Grebe zunichte machte. Es dauerte nicht lange, als Weichtungen die Überzahl zur Führung nutzte. Nach Foul an Leon Kilian verwandelte Spielertrainer Stefan Denner den fälligen Elfmeter. In der Schlussphase hieß es für den VfB alles oder nichts. Es wurde nichts, Leon Kilian klärte endgültig die Frage nach dem Sieger. rus

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