Nüdlingen

Besser als James Bond: die SG-Handballerinnen

Die SG Garitz/Nüdlingen erobert sich die Herzen ihrer Fans mit einem Wahnsinns-Endspurt gegen die HSG Dietmannsried.
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Gelitten, aber zurückgeschlagen: Vier ihrer sechs Treffer gelangen Anna Kleinhenz in den finalen Minuten, die gekrönt wurden mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg über Dietmannsried. Foto: Hopf
Gelitten, aber zurückgeschlagen: Vier ihrer sechs Treffer gelangen Anna Kleinhenz in den finalen Minuten, die gekrönt wurden mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg über Dietmannsried. Foto: Hopf
SG Garitz/Nüdlingen - HSG Dietmannsried/Altusried 30:27 (13:15).
Wer die SG-Handballerinnen hat, braucht keinen James Bond. Mit einem hinreißenden Finish drehte die Spielgemeinschaft eine verloren geglaubte Partie. "Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme. Haben aber konstant gespielt. Und am Schluss hatte ich vielleicht auch ein glückliches Händchen bei meinen Wechseln", meinte SG-Coach Norbert Senft erstaunlich gelassen.

Keine Minute war gespielt, da hatten die Dietmannsrieder bereits zweimal getroffen gegen eine chancenlos Pia Kunzmann im SG-Tor, die dann aber endlich Treffer ihrer Mannschaft sah und beim Stand von 4:4 einen Strafwurf neben den Pfosten hexte, kurz darauf den nächsten Siebenmeter übers eigene Tor zauberte. Besser machte es von der Linie Anne Früh zum 5:5.
Für eine 5:1-Deckung hatte sich SG-Coach Norbert Senft entschieden mit der vorgezogenen Anna Kleinhenz, die auch die zentrale Rückraumspielerin gab, weshalb Ronja Schwalbe zunächst auf halblinks rückte. Was nicht passte, waren die vielen vergebenen freien Würfe, zum Beispiel von Anna Kleinhenz und Caro Annon, was die Oberallgäuer bis zur ersten Auszeit von Norbert Senft mit 8:6 führen ließ. Schade, dass mal wieder zu viele Plätze leer geblieben waren in der Schlossberghalle. Die, die da waren, unterstützten ihr Team allerdings vorbildlich. Nach 22 gespielten Minuten feierte Lisa Wenzke ihr Comeback nach sechswöchiger Verletzungspause, bereitete gleich den Treffer von Melanie Dotzer zum 9:11 erstklassig vor. Und traf schließlich selbst zum 10:12. Die gute Phase kurz vor dem Seitenwechsel ließ die SG-Sieben jedenfalls optimistisch in die Kabine gehen.

Mit Ronja Schwalbe auf Rückraum Mitte, Stephanie Piske im Tor und einem Wenzke-Treffer ging es in Halbzeit zwei, in der es noch mehr dagegenzuhalten galt gegen einen robusten Kontrahenten, der mit 18:14 in Führung ging. Und von einigen Schiedsrichter-Entscheidungen profitierte. Gut, dass die Gäste einen weiteren Strafwurf vergaben und Franzi Thomas in Unterzahl traf. Was nichts daran änderte, dass der Gegner auf 21:16 davonzog. Doch die Spielgemeinschaft zeigte Rückgrat und legte einen prima Zwischenspurt hin zum 22:23 (45.). Offenes Spiel. In dem allerdings die Schwaben wieder auf drei Tore davonzogen (50.), deren Härte ungenügend unterbunden wurde vom Unparteiischen-Gespann, das es wahrlich nicht gut meinte mit den Gastgebern - die mit dem Dreierpack von Sabrina Kleinhenz zum 26:26 gewaltig zurückschlugen. Und durch die beiden folgenden Treffer von Anna Kleinhenz tatsächlich mit 28:26 in Führung gingen. Per Strafwurf verkürzte die HSG, aber Anna Kleinhenz legte entscheidend nach mit weiteren zwei Toren - was die Siegesfeier doppelt schön machte.
Tore für die SG: Anne Früh (7/3), Anna Kleinhenz (6), Sabrina Kleinhenz (5), Lisa Wenzke (4), Franziska Thomas (3), Ronja Schwalbe (2), Melanie Dotzer (2), Carolin Annon (1).

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