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Volleyball

Aschacher Spielerinnen werden zu Stehauf-Mädchen

Die "Hüpfdohlen" verschaffen sich Abstand zum Abstiegs-Relegationsplatz. Die Hammelburgerinnen gewinnen dank konzentrierter Leistung beim TV Erlangen. Mit einem Fünf-Punkte-Spieltag erobert Münnerstadt Platz 2.
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Den Ball im Blick hat Aschachs Lisa Lochner (links) im Spiel gegen Röttingen. Sie und ihre Mannschaftskameradinnen Lisa Walkenhorst und Jasmin Kaiser (rechts) gewannen überraschend gegen Salz und hoffen nun auf den vorzeitigen Klassenerhalt ohne Relegationsspiele. Foto: ssp
Den Ball im Blick hat Aschachs Lisa Lochner (links) im Spiel gegen Röttingen. Sie und ihre Mannschaftskameradinnen Lisa Walkenhorst und Jasmin Kaiser (rechts) gewannen überraschend gegen Salz und hoffen nun auf den vorzeitigen Klassenerhalt ohne Relegationsspiele. Foto: ssp

TV Erlangen - TV/DJK Hammelburg 1:3 (21:25, 25:20, 20:25, 22:25).

Die Vorzeichen waren denkbar ungünstig. Erlangen war bis dahin Tabellenführer; in der Halle hatte es nur sieben Grad. Hammelburgs Trainer Bekim Aliu hatte seinen Mädels Mut gemacht: "Wir können hier unabhängig vom Ergebnis nur gewinnen." Und das taten sie. Im 1. Satz gelang den TV/DJK-Frauen ein guter Start. In der Endphase des Satzes agierten sie mit Erlangen auf Augenhöhe - und konnten sich entscheidend absetzen. Somit entschieden sie den 1. Satz für sich. Im 2. Satz gerieten die Hammelburgerinnen durch unnötige Fehler in Rückstand. Zwar kämpften sie sich wieder auf zwei Punkte heran. Doch zu viele Eigenfehler in der Annahme und kein konsequenter Abschluss im Angriff führte zum Satzverlust. Im 3. Satz gelang wieder ein Start auf Augenhöhe. Einen zeitweisen Rückstand konnte Hammelburg unter anderem durch gute Aufschläge in einen Vorsprung umwandeln. Der Satz ging ungefährdet an den TV/DJK. Den 4. Satz spielten die Hammelburgerinnen mit der große Motivation dem Tabellenführer drei Punkte abzuluchsen. Sie erarbeiteten sich zur Mitte des Satzes einen Vorsprung - der gegen Ende hin durch einige Fehler schrumpfte. Es wurde noch einmal eng. Doch schließlich reichte es für den umjubelten Satz- und Spielgewinn. Der 4. Tabellenplatz wurde gefestigt.

spion TSV Lengfeld - TV/DJK Hammelburg 1:3  (17:25, 25:15, 16:25, 12:25).

Gegen die Tabellennachbarn aus Lengfeld und Großheubach galt es zu gewinnen,  wenn der angestrebte Relegationsplatz erreicht werden sollte. Umso besser, dass mit David und Lukas Baden zwei Spieler aus dem Bundesligakader zur Verfügung standen. Gemeinsam mit Zuspieler Lukas Full gelang es schnell,  ein druckvolles Spiel aufzuziehen. Ein klarer Satzerfolg war die logische Konsequenz. Dann folgte allerdings eine kollektive Schwächephase, die einen ebenso deutlichen Verlust des 2. Satzes zur Folge hatte. In der Pause fand Hammelburgs Coach Ralf Kaiser offensichtlich die richtigen Worte. Hammelburg knüpfte im 3. und 4. Satz an den erfolgreichen 1. Satz an. Vor allem Routinier Kjeld Classen, der als Mittelblocker aushalf,  erwies sich für Lengfeld zunehmend als unüberwindliche Hürde.

olly TSV Großheubach - TV/DJK Hammelburg 0:3 (12:25, 19:25, 16:25).

Trotz vieler Spielerwechsel behielten die Saaleboys gegen Großheubach stets die Kontrolle und spielten ihre technischen Fähigkeiten überzeugend aus. Vor allem Mittelangreifer Morice Zehner hatte einen Sahnetag erwischt und verdiente sich ein Sonderlob des Trainerteams. Beim letzten Spieltag am nächsten Samstag reicht nun ein Punktgewinn, um Ende April in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga anzugehen.

olly SG Ochsenfurt/Gaukönigshofen - TSV Münnerstadt 2:3 (28:26, 25:21, 13:25, 13:25, 3:15).

Der 1. Satz startete gut für die Münnerstadter. Sie konnten die Führung bis kurz vor Ende halten. Jedoch verloren sie dann die Nerven und gaben den Satz trotz eigener Satzbälle noch mit 26:28 ab. Im 2. Satz übernahm Ochsenfurt schnell die Führung; Münnerstadt hatte lange nichts entgegenzusetzen. Zeitweise lagen die TSVler mit zehn Punkten hinten. Bei der Hälfte des Satzes fanden die Münnerstadter doch noch ins Spiel. Aber es reichte nur noch zum 21:25. Nun setzte Spielertrainer Uwe Knipping auf die Aufstellung aus dem Hinspiel, die damals 3:0 siegte. Im 3. Satz übernahm der TSV schnell die Führung. Ochsenfurt hatte dem nichts entgegenzusetzen und gab den Satz mit 13:25 ab. Im 4. Satz sah es ähnlich aus. Münnerstadt hatte sein Spiel gefunden und glich mit 25:13 auf 2:2-Sätze aus. Im Tie-Break kam Ochsenfurt kaum zum Spielen; mit 8:0 für Münnerstadt wurden nach einer Aufschlagserie von Said Moayedi die Seiten gewechselt. Münnerstadt beendete den Satz mit 15:3 und gewann das Spiel.

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TV Miltenberg - TSV Münnerstadt 0:3 (19:25, 17:25, 20:25).

Im 1. Satz übernahm Münnerstadt nach leichten Startschwierigkeiten schnell die Führung. Diese hielt sich bis zum Endstand von 25:19. Der 2. Satz verlief ähnlich. Münnerstadt konnte direkt zu Beginn die Führung erspielen und diese bis zum Ende ausbauen. Auch der 3. Satz startete mit 3:0 für den TSV. Diese Führung hielt wieder bis zum Ende. Mit diesem Fünf-Punkte-Spieltag zogen die Münnerstadter in der Tabelle an Sailauf und Ochsenfurt vorbei auf Platz 2.

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TSV Aschach - TSV Röttingen II 0:3 (24:26, 19:25, 20:25).

Das Ergebnis gegen den Meisterschaftsfavoriten spiegelte keinesfalls den Spielverlauf wieder. Im ersten Abschnitt hatten die Aschacherinnen drei Satzbälle, mussten am Ende jedoch den Satz an die Röttinger abgeben. Auch in den Folgesätzen hielten die "Hüpfdohlen", wie sie spaßhalber von ihrem Trainer Marco Rost genannt werden, sehr gut dagegen. Sie verpassten es jedoch jeweils zur Satzmitte, sich entscheidend abzusetzen. Lob gab es dennoch vom Gegner, die den Zusammenhalt der Aschacherinnen hervorhoben.

spion TSV Aschach - DJK Salz 3:1 (34:36, 25:19, 25:20, 25:15).

In einem ersten Durchgang, der sage und schreibe 45 Minuten dauerte, schienen die Weichen auf einen Sieg für die Gäste aus Salz zu stehen. Aber die Aschacherinnen drehten anschließend erst so richtig auf. Saubere Zuspiele von Hanna Walkenhorst und Lorena Schmöger bildeten die Basis dafür, dass Lisa Walkenhorst, Jasmin Kaiser, Lisa Lochner und Mannschaftsführerin Felicja Grümmer ihre Angriffe im Feld der Sälzerinnen unterbringen konnten. Durch die unerwarteten drei Punkte können die Aschacherinnen auf den vorzeitigen Klassenerhalt ohne Relegation hoffen.

spion SpVgg Ermershausen - TSV Wollbach 3:0 (25:21, 25:15, 27:25).

In die Partie gegen Gastgeber Ermershausen starteten die Wollbacherinnen motiviert. Doch war die Eigenfehlerquote so enorm hoch, dass die Gegner nicht besonders viele Punkte selbst erzielen mussten. Vor allem die Aufschläge auf Wollbacher Seite waren ein großes Problem. Zu viele Bälle gingen ins Netz oder wurden direkt ins Aus geschlagen. Die Annahme geriet zu ungenau und konnte nicht präzise zum Netz gebracht werden. Zuspielerin Vanessa Voll erkämpfte noch viele Bälle; dennoch konnten nicht alle gerettet werden. Waren Annahme und Stellungsspiel erfolgreich, so kam im Angriff zu wenig Druck oder zu wenig taktisches Denken zum Zuge. In der kompletten Mannschaft fehlte es an Konzentration und Überzeugung vom eigenen Können. Auch der Kopf spielte teilweise nicht mit. Der letzte Satz gegen Ermershausen zeigte, dass die Wollbacher Damen kämpfen können, wenn sie wollen. Doch dies kam laut dem Trainer zu spät.

spion TV Haßfurt - TSV Wollbach 3:0 (25:10, 25:7, 25:17).

In der Partie gegen Haßfurt bekam die Jugend wieder mehr Spielpraxis. Als das Ergebnis im 1. Satz recht deutlich ausfiel, wechselte Trainer Karwacki auf die Stammkräfte zurück. Doch auch die erfahrenen Spielerinnen sortieren sich zu spät und fanden nicht in ihr Spiel. Keine Spielerin war in Topform und jede trug zum glatten Spielverlust bei. Damit gaben die Wollbacherinnen ihren 1. Tabellenplatz an Haßfurt ab.spion