Fuchsstadt
Fußball Landesliga

Andy Graup, der Clevere

Ein früher Strafstoßtreffer von Simon Häcker und eine starke kämpferische Leistung bescheren dem FC Fuchsstadt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.
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Vorbildlicher Einsatz beim Sieg über Lengfeld: Fuchsstadts Kapitän Simon Bolz.ssp
Vorbildlicher Einsatz beim Sieg über Lengfeld: Fuchsstadts Kapitän Simon Bolz.ssp
FC Fuchsstadt - TSV Lengfeld 1:0 (1:0). Tor: Simon Häcker (6., Foulelfmeter).
Andy Graup ist so einer für die besonderen Momente. Ist so einer, der das Unerwartbare zu seinem Markenzeichen macht. Das weiß jetzt auch Lengfelds Marvin Nicklaus, der sich mit Ball am Fuß eine Spur zu sicher war. Leichtsinn, der ins Auge ging, weil der Fuchsstädter nachsetzte und nur durch Foulspiel des TSV-Schlussmanns gestoppt werden konnte. Weil es keine Doppelbestrafung mehr gibt, kam Nicklaus mit dem gelben Karton davon, war aber chancenlos beim Elfer von Simon Häcker, der im Mittelfeld eine erstklassige Leistung bot, freilich auch bestens abgesichert wurde von den beiden "Sechsern" Harald Bayer und Simon Bolz. "Das war ein intensives Spiel auf Augenhöhe, das trotz der vielen Zweikämpfe nie unfair war", sagte Trainer FC-Martin Halbig, der aufgrund der Ausfälle von Tobias Stöth, Michael Emmer und Philipp Halbritter zu einigen Umstellungen gezwungen war, für seine Aufstellung aber belohnt wurde. "Mit jetzt 30 Punkten haben wir etwas den Rücken frei. Die Jungs haben heute kämpferisch alles gegeben und sind an ihre Grenzen gegangen. Unser Kapitän Simon Bolz war ein echtes Vorbild. Und Philipp Baldauf hat als Außenverteidiger eine grundsolide Partie abgeliefert", so Halbig.

Schon erstaunlich, wie wenig die Gäste im Spiel nach vorne zustande brachten. Erstmals abtauchen musste FC-Keeper Sven Eyrich nach über einer halben Stunde, als Daniel Plagens das Leder knapp am Tor vorbeisetzte. Keine ernsthafte Prüfung war der folgende Schuss von Dominik Heckelmann. Da hatten die Füchse offensiv weitaus mehr anzubieten. Nach einem Pass in die Tiefe von Dominik Halbig, testete Jogo Feser den Lengfelder Torsteher, der dann Bälle von Simon Häcker, Andy Graup, Simon Bolz am Alugestänge vorbeirauschen sah und auch das Tohuwabohu im TSV-Strafraum kurz vor der Pause unbeschadet überstand. "Die Halbzeitführung war verdient. Die Fuchsstädter haben wie die Löwen gekämpft", sagte Gästetrainer Michael Hochrein, dessen Mannen immer wieder Probleme bekamen mit den langen Bällen des Gegners, vornehmlich auf Kilometerfresser Jogo Feser. "So haben wir nicht zu unserem Pressingspiel gefunden", wusste Hochrein.

Noch intensiver geriet die Partie mit Wiederanpfiff des guten Schiedsrichters Hannes Hemrich (Urspringen), der sich kulant im Zeigen gelber Karten zeigte, was die Akteure aber nicht zu übertriebener Härte anstachelte. Spannung blieb sowieso, weil die Gastgeber vor den knapp 200 Fans nicht den zweiten Treffer nachlegen konnten. Bei den vielversprechenden Abschlüssen von Graup und Häcker war Nicklaus zur Stelle, der seinen Fauxpas mehrmals ausbügelte. Der aber weiter wenig Zwingendes im Spiel seiner nun überlegenen Elf sah. "Mit etwas Glück wäre ein Unentschieden möglich gewesen, dafür hätte aber der Kopfball kurz vor Schluss reingehen müssen", bilanzierte Michael Hochrein. Auch der in Minute 67 eingewechselte und unter Leistenproblemen leidende TSV-Torjäger Igor Mikic verfing sich in der vielbeinigen und aufmerksamen Fuchsstädter Verteidigung. "Unser letzter Ball kam nach der Pause oft nicht an, daher blieb es bis zum Schluss so spannend, zumal die Lengfelder bei Standards brandgefährlich sind. Aber was zählt, sind die Punkte", sagte Halbig.
Fuchsstadt: Eyrich - Schmitt, Lieb, Pfeuffer, Baldauf - Bayer, Bolz, Häcker, Halbig (84. Schießer), Graup (74. Seidl) - Feser.


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