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Jugendfussball

Wenige mit Normalform bei der JFG Sinntal

Die SG Ramsthal erwischt einen Sahnetag und schießt sechs Tore, lässt aber zum Ende hin erneut zu viel zu.
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Unser Bild zeigt Ramsthals Torwart Martin Herold (links) mit seinen Verteidigern Nico Kaiser und Niklas Graser, beobachtet von Sinntals Spielführer Nick Schumm (rechts). Foto: ssp
Unser Bild zeigt Ramsthals Torwart Martin Herold (links) mit seinen Verteidigern Nico Kaiser und Niklas Graser, beobachtet von Sinntals Spielführer Nick Schumm (rechts). Foto: ssp
JFG Sinntal/Schondratal - SG Ramsthal 3:6 (1:2). Tore: 1:0 Lukas Hergenröther (3.), 1:1, 1:2 Lukas Baldauf (12., 45., Foulelfmeter), 1:3 Jonas Eberlein (48.), 1:4 Fabian Meindl (49.), 1:5 Brook Alemayehu (77.), 2:5 Lukas Hergenröther (84.), 2:6 Stefan Graser (85.), 3:6 Ronny Huppmann (88.).

Am Anfang lief alles noch wie am Schnürchen bei den U19-Junioren der JFG Sinntal: Über die rechte Seite kombinierte sich Leon Vogler durch, spielte einen ansehnlichen Pass in die Mitte zu Lukas Hergenröther, und der schob den Ball ins Tor von Ramsthals Martin Herold - 1:0. Warum es so nicht weiter ging, konnte sich Sinntals Co-Trainer Jochen Knüttel nur so erklären: "Wir erwischten einfach einen rabenschwarzen Tag. Es lief nichts zusammen." Denn nach den ersten zehn Minuten übernahm die SG Ramsthal, zusätzlich mit Spielern aus Sulzthal, Aura und Euerdorf bestückt, das Spielgeschehen. Als Luca Hartmann für Lukas Baldauf auflegte, hämmerte der den Ball aus 20 Metern in den Winkel - 1:1. Keine drei Minuten später vergab eben jener Baldauf eine Hereingabe von Jonas Eberlein aus fünf Metern. Nach einem Querpass von Stefan Graser scheiterte Hartmann an Torhüter Marius Müller (25.). Stefan Graser war es, der auf der Zehnerposition die Außenspieler immer wieder in Szene setzte, aber auch selbst Torgefahr ausstrahlte. Kurz vor der Halbzeit verhinderte Ramsthals Herold mit "einer tollen Parade", wie es SG-Trainer Johannes Halbig betitelte, das 2:1 der Gastgeber. Knüttel auf der anderen Seite sah allerdings ein elfmeterreifes Foul des Torwarts an Edwin Eirich, es folgte aber kein Pfiff. Der kam einige Augenblicke später, allerdings auf der gegenüberliegenden Seite: Hartmann wurde unsanft gestoppt. Vom Punkt verwandelte Baldauf souverän zum 1:2 (45.). "Das brach uns das Genick", konstatierte Knüttel.
Innerhalb von einer Minute fielen nach Wiederanpfiff nämlich das 1:3 und das 1:4: Eberlein und Fabian Meindl reihten sich in die Torschützenliste ein. Danach ließ es die Halbig-Elf etwas langsamer angehen, erst nach gut einer Stunde zeichneten sich wieder etwas mehr Strafraumszenen ab, alle in Sinntals Sechzehner: Stefan Graser hatte drei Chancen, scheiterte jedoch immer wieder am guten Müller. Doch auch er konnte das nächste Tor nicht verhindern, als Eberlein auf Brook Alemayehu flankte und dieser Müller überlupfte - 1:5. "Die Einzigen, die bei uns Normalform hatten, waren Lukas Hergenröther und Torwart Marius Müller", so Knüttel. Das stellte Hergenröther mit seinem zweiten Tor nach einem Doppelpass mit Ronny Huppmann unter Beweis, bei dem er den Ball ins linke Eck platzierte (84.). Auf der Gegenseite schloss Stefan Graser nach Zuspiel von Baldauf einen Konter mit dem 2:6 ab und setzte somit den Schlusspunkt für die SG Ramsthal (85.). Die JFG Sinntal konnte nur noch mit einem Tor durch Huppmann reagieren (88.), der Vorsprung des Gegners war aber nicht mehr einzuholen. Trotzdem sah Spielmacher Lukas Baldauf die Schlussphase kritisch: "Wir haben in jedem Spiel zehn Minuten, in denen wir uns alles kaputt machen." Bei einer knappen Führung kann das schon einmal ins Auge gehen, bei der JFG Sinntal war dies aber nicht der Fall. Einig waren sich nach dem Spiel alle Beteiligten, dass Ramsthal die Punkte verdient mit nach Hause genommen hatte.


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