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Handball

Warnschuss für die Brückenauer Damen

Beim TSV Mellrichstadt die erste Niederlage kassiert. Die Nüdlinger sitzen im Tabellenkeller fest. Die Brückenauer Reservisten ringen die TG Schweinfurt nieder.
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Die beste Mellrichstädter Torschützin Nicole Gaska-Leicht wird von der Bad Brückenauerin Jennifer Frank attackiert.  Foto: rebi
Die beste Mellrichstädter Torschützin Nicole Gaska-Leicht wird von der Bad Brückenauerin Jennifer Frank attackiert. Foto: rebi
Bezirksliga Nord Männer

TSV Karlstadt - DJK Nüdlingen 27:22 (14:14).

Kampf und Leidenschaft reichten der DJK Nüdlingen nicht aus, um Gastgeber TSV Karlstadt etwas Zählbares abzuringen. Oliver Specks Team, das zuletzt am 19. Dezember um Punkte gespielt hatte, fand überraschend schnell in die Partie und den Rhythmus. Die erste Halbzeit war ein Kraftakt für beide Seiten. Die Führung wechselte ständig, wobei die Hausherren einen Torhüter von Format besaßen, an dem sich Bastian Kiesel und Co. phasenweise die Zähne ausbissen. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die DJKler auf Schlagdistanz mit ihrem Gegner, der mehrfach an Specks Abwehrverbund hängen blieb, der offensiver mit einer 4:2-Formation agierte. Gut zehn Minuten vor dem Ende war noch nichts entschieden, doch dann brachten sich die Nüdlinger um ihre Siegchancen, weil sie sich die ein oder andere Zeitstrafe einhandelten.
Und als man im Abschluss wieder einmal zu schludern begann und die spielerische Linie verlor, war das das Aus für die wackeren Gäste, die deshalb die Rote Laterne mit in den Faschingstrubel nehmen. "Man hatte das ganze Spiel über das Gefühl, für uns ginge noch was, doch verloren haben wir dann das Match im Angriff, der einfach zu viele Torchancen leichtfertig vergab", analysierte Coach Oliver Speck.
Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (6/2), Philipp Wilm, Vinzent Przybilla, Johannes Bötsch (je 3), Sebastian Wilm, Maximilian Memmel (je 2), Marcel Przybilla (1), Marc Jouck (1/1), Sebastian Leurer (1/1).

Bezirksklasse Nord Männer

FC Bad Brückenau II - TG Schweinfurt 23:21 (9:9).

Das noch zur Vorrunde zählende Spiel war ein kräftezehrender Fight, den am Ende die Kurstädter Reservisten für sich entschieden. Bis zum Abpfiff blieb es spannend. "Wir haben uns einfach zu viele technische Fehler geleistet und nebenbei vorne viel zu viele freie Würfe vergeben. Wir hatten mehrfach die Chance, unsere Führung auszubauen, sie einfach nicht genutzt", bemängelte Coach Ralf Müller. Als zehn Minuten vor Schluss (20:20) das Spiel zu kippen drohte, nahm Müller seine letzte Auszeit, baute die Abwehr um, ließ sie noch offensiver agieren. Und als die Schweinfurter kurzzeitig undiszipliniert agierten, war der Weg frei für Bad Brückenaus Reserve.
Tore für Bad Brückenau: Nick Übelacker (4), Tom Schumm, Sven Markovics, Jan Markovics, Simon Peter (je 3), Urs Grewen, Jouk Reim (je 3/1), Sebastian Wießner (1).

Bezirksklasse Frauen

TSV Mellrichstadt - FC Bad Brückenau 22:15 (8:7).

Jetzt hat es auch die Handballerinnen des FC Bad Brückenau erwischt, die sich beim Titelkonkurrenten TSV Mellrichstadt ihre erste Saisonniederlage einhandelten. "Der Dämpfer kam zur rechten Zeit, wir brauchen die Köpfe nicht hängen lassen, noch sind wir nach Minuspunkten punktgleich mit Partenstein der Primus der Liga", resümierte Coach Peter Karl nach der Schlappe. Es war bis zur 50. Minute ein ausgeglichenes Match, ein zähes Ringen. In den ersten 30 Minuten und bis weit in die zweite Halbzeit hinein hatten die Kurstädterinnen die harte Gangart der Gastgeberinnen angenommen und mehr als einmal den Schalter umgelegt. So zum Beispiel beim 7:11-Rückstand. "Im Angriff hat nicht alles so funktioniert, doch wir sind über die Aggressivität und das Engagement im Spiel geblieben", war Peter Karl nicht unzufrieden. Das Auslassen mehrerer guter Torchancen von Karls Truppe wirkte beim Gegner ab der 50. Minute (13:13) als Initialzündung. Spätestens nach dem 13:17-Rückstand war der Widerstand der FClerinnen binnen weniger Minuten gebrochen. Das körperbetonte Spiel der Gastgeberinnen hatte am Ende die Kurstädterinnen zermürbt.
Tore für Bad Brückenau: Marie König (4), Maria König (3), Stefanie Günther, Lena Übelacker, Maike Ditzel (je 2), Jennifer Frank, Madeleine Henkel (je 1).
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