Oberleichtersbach

Rhöner Fusion über einige Umwege

Die SG Oberleichtersbach und die Brückenauer Reserve finden zusammen.
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Alexandru Ijac (links) spielt hier im Trikot des SV Zeitlofs, lief aber für die Reserve des FC Bad Brückenau auf. In der neuen Saison kommt mit der SG Oberleichtersbach wieder ein neuer Partner hinzu. Foto: ssp/Archiv
Alexandru Ijac (links) spielt hier im Trikot des SV Zeitlofs, lief aber für die Reserve des FC Bad Brückenau auf. In der neuen Saison kommt mit der SG Oberleichtersbach wieder ein neuer Partner hinzu. Foto: ssp/Archiv
Mit nur elf Mannschaften verschlankt sich die B-Klasse Rhön 1 um ein Team, das Niveau dürfte durch neugegründete Spielgemeinschaften jedoch steigen. Die Voraussetzungen bleiben im Vergleich zur vergangenen Saison weiterhin dieselben: Der Meister steigt auf, der Vize muss in die Relegation. Am kommenden Wochenende starten nun auch die Fußballer der B-Klasse in die neue Saison.
Veränderungen gab es bereits in der Sommerpause zu vermelden. Die Teams aus Premich und Langenleiten gehen in der kommenden Saison gemeinsam an den Start und beugen damit dem Spielermangel-Trend vor. Dennoch sind die Jungs von Trainer Markus Herold bescheiden und wollen lediglich an die Leistungen der vergangenen Rückrunde anknüpfen.
Das ist aber nicht die einzige neue Spielgemeinschaft in dieser Klasse.


Vereine suchen Partner

Die SG Oberleichtersbach schickt in diesem Jahr erstmals eine zweite Mannschaft an den Start und verbündet sich mit der Brückenauer Reserve. "Mit einer Kaderstärke von 28 Spielern sind wir zu viele für eine Mannschaft, aber auch zu wenige für zwei", sagt SGO-Vorstand Christian Zirkelbach. Doch die Umstände der Verbrüderung mit dem 1. FC Bad Brückenau sind kurios. Eigentlich war das Thema zweite Mannschaft für die Oberleichtersbacher Verantwortlichen längst vom Tisch, doch zwei Tage vor der Meldefrist änderte sich plötzlich alles.
Die Brückenauer um Abteilungsleiter Heribert Jakobsche waren ebenso auf der Suche nach einem Partner wie Oberleichtersbach und Wildflecken/Oberwildflecken. "Wir hatten Gespräche mit den Wildfleckenern und waren uns eigentlich einig", sagt Jakobsche. Es hakte nur noch bei Kleinigkeiten, aber im Grunde stand die neue Spielgemeinschaft. Doch die Wildfleckener machten unmittelbar vor Fristende einen Rückzieher. "Wir haben einen Kader mit 23 Spielern", argumentiert mit Andreas Schmid der Sportleiter der SG Wildflecken/Oberwildflecken. Mit dieser Anzahl wäre eine Spielgemeinschaft ohnehin unverhältnismäßig. "Selbst mit verletzten oder abwesenden Spielern würde man so über die Saison kommen", erörtert der Sportleiter.


Zusage nicht gleich Kooperation

In Brückenau sieht man die ganze Geschichte jedoch anders: "Wir hatten eine feste Zusage. Über die Absage von Seiten Wildfleckens haben wir uns maßlos geärgert." Schmid entgegnet, dass eine Spielgemeinschaft mit ihren 23 Fußballern und zusätzlich dazukommenden Spielern aus Brückenau gar nicht funktionieren könne, das würde von Seiten der BFV-Statuten gar nicht zulässig sein. Ob der Kader, der auf dem Papier existiert, auch in der kommenden Saison zur Verfügung steht, wissen jedoch nur die Verantwortlichen aus Wildflecken. Ein Vorbereitungsspiel mussten die SVler bereits wegen Spielermangels absagen.
Im Nachhinein erfuhr Jakobsche, dass Oberleichtersbach auch einen Partner suche. Für einen Schnellschuss entschied man sich dennoch nicht. Zwar war die zweite Mannschaft bereits gemeldet, aber nach Rücksprache mit Kreisspielleiter Michael Ritter wurde eine konkrete Mannschaft erst nach der obligatorischen Frist benannt. Was die neu zusammengewürfelte Truppe in der kommenden Saison erreichen kann, bleibt abzuwarten. "Es muss erstmal alles anlaufen und dann schauen wir mal, was die Saison so bringt", sagt Zirkelbach.


Mit Torgefahr ist zu rechnen

Für das Rennen um die vorderen Plätze kommen ohnehin nur etablierte Teams in Betracht. Allen voran die Spielgemeinschaft aus Stralsbach/Geroda und Oehrberg. Mit dem dritten Platz in der abgelaufen Saison hat die Mannschaft von Hubert Wehner gute Chancen auf einen Spitzenplatz. Das Team hat sich verstärkt und konnte mit Florian Heck einen Rückkehrer verbuchen. Nach der letztjährigen Hinrunde rangierte das Team sogar auf Tabellenplatz eins. Somit zählen die SGler eindeutig zu den Favoriten der B-Klasse. Aber auch der TSV Waldfenster steht hoch im Kurs. Mit dem neuen Trainer Rudi Muth wollen sie sich unter den ersten vier platzieren. Einen Wermutstropfen gibt es in Waldfenster dennoch: Der Abgang des treffsicheren Ruslan Zhyvka war nicht zu verhindern.
Florian Friebel von der SpVgg Detter-Weißenbach dürfte das mit den vorderen Plätzen ähnlich sehen. Der Goalgetter verpasste in der vergangen Saison nur knapp den erneuten Torjägerpokal der Saale-Zeitung. Sein Trainer Mario Weber setzt auch in diesem Jahr verstärkt auf die eigene Jugend. Mit gleich vier Spielern bilden diese die "Neuzugänge" im Kader. Wenn es für eine Spitzenposition reichen soll, muss die Mannschaft allerdings bis zum Saisonende durchhalten. In jedem Fall profitieren die Zuschauer vom steigenden Niveau der Liga.
Dass die langwierige Relegation ein Nachteil für die Vorbereitung sein kann, wird sich beim TSV Volkers zeigen, welcher die drei Spiele zuvor eindrucksvoll bestritten hatte. Ein eindeutiger Favorit ist unmittelbar vor Saisonstart noch nicht auszumachen. Der Saisonverlauf dürfte dementsprechend spannend werden.


Spaß am Fußball im Vordergrund

Für eine Überraschung könnte auch Liganeuling Sandberg/Waldberg II sorgen.Für die Mannschaft von Michael Wetteskind steht zwar der Spaß am Fußball im Vordergrund, aber eine vordere Tabellenplatzierung wäre durchaus realisti

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