Reichenbach bei Münnerstadt
Fußball Totopokal

Reichenbach freut sich auf die Würzburger Kickers

Die Teutonen rechnen sich gegen den Drittligisten nicht einmal Außenseiterchancen aus. Vor einem Jahr siegten die Gäste aus der Bezirkshauptstadt mit 8:0.
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Wieder mit vollem Körpereinsatz: Der Reichenbacher Christian Pickel (links) gegen Adam Jabiri. Foto: Hopf
Wieder mit vollem Körpereinsatz: Der Reichenbacher Christian Pickel (links) gegen Adam Jabiri. Foto: Hopf
FC Reichenbach - FC Würzburger Kickers.
"Bei diesem Spiel können alle Beteiligten nur gewinnen", vermutet Reichenbachs Sportvorstand Klaus Katzenberger, "die Kickers das Spiel, unsere Spieler an Erfahrung und die Zuschauer, weil sie hoffentlich Klassefußball sehen werden". Dass die Gäste aus der Domstadt die 1. Runde des Totopokals auf Bezirksebene an diesem Mittwoch (Anpfiff: 18.15 Uhr) schadlos überstehen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. "Da brauchen wir uns keinen Illusionen hinzugeben", so Reichenbachs Coach Markus Bach. Zu groß ist der Klassenunterschied beider Mannschaften, zu groß der Unterschied im individuellen Bereich der Akteure und zu groß der Unterschied in der Kadergröße.
Das mussten die Gastgeber bereits vor zwölf Monaten registrieren, und da reisten die Schützlinge von Bernd Hollerbach noch als Regionalligist an.
Sie siegten damals mit 8:0, ein Ergebnis, mit dessen Höhe die Platzherren auch diesmal gut leben könnten. Der neue Drittligist dürfte inzwischen noch stärker sein, ist nach zwei Ligaspielen ungeschlagen und stand am vergangenen Wochenende vor einer Pokalüberraschung, die nicht unverdient gewesen wäre. Die Kickers zeigten im DFB-Pokal dem Bundesligisten Werder Bremen die Zähne, dessen Verantwortliche lobten den Kontrahenten über den grünen Klee.


Fitness hart erarbeitet

Herausragend und maßgeblich verantwortlich für die Stärke ist bei den Kickers die konditionelle Verfassung, die Mannschaft kann volle Pulle 120 Minuten gehen, kein Wunder, wenn man sage und schreibe drei Athletiktrainer hat. Und diese hart erarbeitete Fitness, die Akteure sollen die Weinbergwege rund um den Main sehr gut kennen, wird dann in die Waagschale geworfen.
Gut in Erinnerung ist noch die Antwort Hollerbachs in der letztjährigen Pressekonferenz auf die Frage, warum sein Team trotz klarer Führung nicht zurückgeschaltet hat: "Die Zuschauer haben für neunzig Minuten Eintritt bezahlt und ich muss mich neunzig Minuten auf das Spiel konzentrieren, da kann ich auch von den Spielern Leistung über die volle Spielzeit verlangen." Diese Devise wird auch diesmal gelten, man kann davon ausgehen, dass der Favorit, um nicht den Rhythmus zu verlieren, in Bestbesetzung aufläuft.
Also mit solchen Größen wie Marco Haller, Adam Jabiri und Amir Shapourzadeh. Der beim letztjährigen Auftritt auf der Waldsportanlage noch auftrumpfende Steven Lewerenz wurde vor kurzem an den Ligakonkurrenten Holstein Kiel abgegeben, der kopfballstarke Christopher Bieber muss um einen Stammplatz im Angriff kämpfen. Im Kasten steht bei der Hollerbach-Elf Dominik Brünnhüber, der den verletzten Stammkeeper Robert Wulnikowski bislang problemlos ersetzt hat. Die Bank der Kickers ist zusätzlich gut bestückt. "Da kann sich der Einzelne bei einem solchen Spiel mal für höhere Aufgaben anbieten", betont Hollerbach.
Solche Sorgen quälen den Kollegen Bach nicht, er ist von Woche zu Woche froh, wenn ihm sein Teutonen-Kader einigermaßen zur Verfügung steht. Der ist auf gewissen Positionen dünn besetzt, besonders die Zahl der Torhüter ist sehr übersichtlich. Eigentlich gibt es nur einen, nämlich Sven Glaser, doch der ist angeschlagen, weswegen wohl mit Dominik Reiter wie am letzten Samstag ein Feldspieler zwischen den Pfosten steht. Die Vorbereitung läuft ansonsten beim Kreisligisten völlig normal ab. "Auf eine spezielle Spielbeobachtung des Gegners haben wir, da absolut sinnlos, verzichtet", räumt Bach schmunzelnd ein. Er fordert von seinen Jungs nur ein anständiges Auftreten mit Kampf und Leidenschaft. "Unser Ziel sollte es sein, uns nicht abschlachten zu lassen."
"Für uns ist das schon Berlin", kündigt Stadionsprecher Andreas Trägner an. "Wir bestreiten am Mittwoch unser Finale." Mit hoffentlich reichlicher Unterstützung der Rhöner Fußballfreunde, eine so starke Mannschaft wie die Würzburger Kickers bekommt man in unseren Gefilden nur selten zu Gesicht.

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