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Obersfeld
Motorsport

Platz Vier im Heimrennen für Andreas Pfister

Der Obersfelder Automobilrennfahrer zeigt am Nürburgring einen starken Auftritt. Steffen Fürsch dagegen scheidet beim 24-Stunden-Rennen aus.
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Andreas Pfister gab vor heimischem Publikum auf dem Nürburgring alles und startete das zweite Rennen von der Pole-Position aus.  Foto: Petr Fryba
Andreas Pfister gab vor heimischem Publikum auf dem Nürburgring alles und startete das zweite Rennen von der Pole-Position aus. Foto: Petr Fryba
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Einen vierten Platz im zweiten von zwei Läufen zur Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) erkämpfte sich der Obersfelder Automobil-Rennsportler Andreas Pfister auf der Nürburgring-Nordschleife. Rund 200 000 Zuschauer hatten sich an der Rennstrecke eingefunden. Viele drückten Pfister, dem einzigen deutschen Starter der Konkurrenz, in der "grünen Hölle" die Daumen, welche einen legendären Ruf genießt und mit 25 Kilometern Streckenlänge ein Unikum ist. Das auch wegen der Unberechenbarkeit des Kurses, der über zahlreiche schwer einsehrbare Kurven, Sprungkuppen und Bodenwellen führt. Bereits nach dem ersten freien Training zeigte sich, dass Pfister die höchst anspruchsvolle Rennstrecke liegt, und das trotz technischer Nachteile seines Rennwagens gegenüber vielen Kontrahenten. "Jeder einzelne Kilometer auf dieser phänomenalen Rennstrecke macht mir einfach nur Riesenspaß", wird der 29-Jährige in einer Pressemitteilung seines Teams zitiert, der das erste Rennen von Startplatz sieben aus aufnahm.


Pole-Position im zweiten Rennen

Nach einem turbulenten Beginn des ersten Rennens über drei Runden in der "grünen Hölle" konzentrierte sich Pfister darauf, einen taktisch wichtigen achten Rang nach Hause zu fahren. "Der achte Platz bringt uns nicht nur einen weiteren EM-Punkt, sondern auch die Pole-Position für das zweite Rennen ein", so Pfister. Deshalb war natürlich die Zielsetzung, so weit vorne zu bleiben wie möglich.


Duell auf hohem Niveau

Dass Pfister sein Ziel konsequent verfolgte, zeigte er eindrucksvoll nach Erlöschen der Startampeln und der damit verbundenen Freigabe des zweiten Rennens. Im Laufe der ersten Rennrunde lieferte er sich ein Duell auf hohem Niveau mit seinen Konkurrenten Peter Rikli aus der Schweiz und Igor Stefanovski aus Mazedonien. "Ich fühlte mich richtig wohl und konnte angreifen. Besonders im kurvigen Teil gelang es mir, den die Speed der Spitze mitzugehen oder sogar zu toppen. Auf der langen Döttinger Höhe büßten wir dann wieder etwas Speed ein, aber nach einem nahezu fehlerfreien Rennen bin ich stolz darauf, den vierten Platz eingefahren zu haben."

Am Ende fehlten Pfister nur 2,351 Sekunden auf den Sieger. Deshalb zeigte sich der 29-Jährige nach dem Zieleinlauf auch etwas frustriert über die knapp verpasste Siegchance, war aber der Auffassung, alles gegeben zu haben. "Das war eines der besten Rennen meiner Karriere. Ich weiß, dass wir alles aus unseren Möglichkeiten herausgeholt haben", so Pfister. Die nächsten Wertungsläufe der Tourenwagen-Europameisterschaft finden von 23. bis 25. Juni auf dem portugiesischen Stadtkurs in Vila Real statt.

Großer Frust nach Unfall

Der Frust sitzt tief bei Steffen Fürsch. Denn beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schied der Waizenbacher bereits nach zwei Stunden aus. "Unsere Trainingssessions und das Qualifying liefen für uns sehr gut und wir konnten einen soliden Startplatz vier in unserer Klasse V4 einfahren", erklärte Fürsch. Das ganze Team war zum Start des Rennens hochmotiviert und hatte nur ein Ziel: Den Klassensieg einzufahren. Doch die Horrormeldung "Schwerer Unfall zwischen einem Porsche und einem Mercedes auf Höhe des Flugplatzes" beendete jäh alle Träume: Genau an der Stelle, wo 2015 ein Rennauto in die Zuschauermenge geflogen war und ein Zuschauer verstarb, krachte es zwischen Steffen Fürsch und einem Porsche-Fahrer. "Der Porsche-Fahrer kam mit seinem hinteren rechten Rad auf einen Curb, das Heck brach kurz aus, ich bekam einen Schlag auf mein rechtes Vorderrad und ab ging es", schilderte Fürsch seine Sicht der Dinge. Der Einschlag war so heftig, dass Fürsch mit seinem Mercedes zurück auf die Strecke katapultiert wurde. Aufgeschleuderter Staubnebel machte die Sicht zunichte. "Mein Auto lief noch und es gelang mir, mich zur Box zurückzuschleppen. Nur waren die Schäden am Auto so groß, dass wir leider aufhören mussten", erklärte Fürsch.

Zwei gebrochene Rippen für Steffen Fürsch und zwei kaputte Autos sind das Fazit aus dem Unfall. "Wenn ich daran denke, was jeder Einzelne aus dem Team an Zeit, Leidenschaft und Herzblut über Monate hinweg investiert hat, da sind die gebrochenen Rippen und die lädierte Schulter Kindergeburtstag", so Fürsch.

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