Bad Kissingen
Eishockey Landesliga

Nemirovsky will die "Spendierhosen" anziehen

Die Kissinger Wölfe wollen ihren Fans ein weiteres Heimspiel "schenken". Überraschend bereits im Halbfinale stehen die Mighty Dogs.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zwischen Genie und Wahnsinn bewegte sich in Spiel zwei Kissingens Konstantin Firsanov. Der Ex-DEL-Spieler kassierte im zweiten Drittel drei Zweiminuten-Strafen und eine zehnminütige Disziplinarstrafe - und traf später per Empty-Net-Goal zum 4:2-Endstand. Foto: Tobias Fuhrmann
Zwischen Genie und Wahnsinn bewegte sich in Spiel zwei Kissingens Konstantin Firsanov. Der Ex-DEL-Spieler kassierte im zweiten Drittel drei Zweiminuten-Strafen und eine zehnminütige Disziplinarstrafe - und traf später per Empty-Net-Goal zum 4:2-Endstand. Foto: Tobias Fuhrmann
Mikhail Nemirovsky weiß, was er will. "Wir wollen unseren Fans noch ein Heimspiel bieten", sagt der Spielertrainer der Kissinger Wölfe. Der Gegner dann hieße Erding, weil die "Gladiators" längst durch sind mit den beiden deutlichen Erfolgen über den EV Pfronten (5:0, 9:0). Die Oberbayern dürfen also bereits regenerieren und entspannt auf ihren Halbfinal-Gegner warten, der am heutigen Freitag (20 Uhr) in Schongau ermittelt und bereits 48 Stunden später in der Bierstadt antreten wird. Spiel zwei findet am Freitag, 19. Februar, in Bad Kissingen oder Schongau statt.

Mit 5:2 hatten die "Mammuts" Spiel eins der Viertelfinal-Serie gewonnen, das Rückspiel zwei Tage später ging bekanntlich an die Unterfranken nach 60 aufregenden Minuten (4:2). Den Heimvorteil des Gegners sieht Nemirovsky nicht unbedingt als Nachteil an, spricht von einer 50:50-Chance. "Man weiß doch nie, was passiert.
Die Tagesform wird entscheiden." Und sicher auch Kleinigkeiten, weswegen Nemirovsky unter der Woche zweimal trainieren ließ. Und noch eher die Busabfahrt angesetzt hat als vor Wochenfrist. "Da war es doch etwas knapp vor dem Spiel. Diesmal wollen und werden wir besser vorbereitet sein."

Respekt nötigt dem 41-Jährigen die Einstellung der jungen Schongauer Truppe ab, in der lediglich der 34-jährige Kontingentspieler Milan Kopecky einen größeren Erfahrungsschatz besitzt. "Das ist ein Team, in dem jeder für den anderen kämpft. Da gibt keiner auf. Und die Verteidiger spielen hart." Erneut müssen die Saalestädter auf Alexandr Andrusovich und Pavel Savchenko verzichten, wieder mit dabei ist nach überstandener Viruserkrankung Verteidiger Jan Pantkowski. Mehr Ausfälle kann sich das Team auch nicht leisten gegen den proppenvollen Kader der Lechstädter, die voraussichtlich in Bestbesetzung werden antreten können.


Dingolfinger Schock

Getreu dem Eishockey-Motto "Go hard or go home" ist die Saison für den Verlierer beendet. Was überraschend schon auf den EV Dingolfing zutrifft, der am Freitag zu Spiel drei im Schweinfurter Icedome erwartet wurde. Allerdings erreichte am Mittwochnachmittag die Verantwortlichen des EV Dingolfing vom Bayerischen Eissportverband eine bittere Nachricht. Am Sonntag wurde beim 4:1-Heimsieg gegen Schweinfurt im zweiten Play-Off-Viertelfinale mit Benjamin Franz ein gesperrter Spieler eingesetzt. Franz hatte vor einer Woche beim ersten Duell in Schweinfurt seine dritte zehnminütige Disziplinarstrafe erhalten und wäre damit für das zweite Viertelfinale nicht spielberechtigt gewesen. Dabei ging man davon aus, dass er nur eine zehnminütige Strafe aus der Vorrunde mitgenommen hatte. Die zweite Strafe wurde von der Spielbetriebsleiterin übersehen. Trainer Thomas Vogl reagierte geschockt: "Ich bin normalerweise wortgewandt, aber diese Nachricht macht mich sprachlos." So ist die Saison für den EVD abrupt beendet.

Damit stehen die Mighty Dogs also im Halbfinale und warten nun auf den Sieger aus dem dritten Spiel zwischen dem EHF Passau und dem EV Fürstenfeldbruck. Gewinnt Passau, findet das erste Spiel in der Dreiflüsse-Stadt statt. Sollte sich Fürstenfeldbruck durchsetzen, genießen die Mighty Dogs am Sonntag (18 Uhr) Heimrecht. Die Halbfinalsieger ermitteln den Landesliga-Meister, der direkt in die Bayernliga aufsteigt. Der unterlegene Finalist geht in die Relegation gegen den Vorletzten der Bayernliga-Abstiegsrunde.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren