Nüdlingen
Futsal

Leckerer Vorgeschmack auf den Budenzauber

Neben dem ausrichtenden TSV Münnerstadt qualifizieren sich fünf weitere Teams aus dem Landkreis für die U-13-Kreismeisterschaft am 16. Januar.
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Jäger und Gejagter: Reichenbachs Maximilian Maskihov wird verfolgt von den Wollbachern Paul Hahn (links) und Linus Weißensel. Foto: ssp
Jäger und Gejagter: Reichenbachs Maximilian Maskihov wird verfolgt von den Wollbachern Paul Hahn (links) und Linus Weißensel. Foto: ssp
"Das wird doch eine ganz interessante Kreismeisterschaft", meinte Kreis-Juniorenleiter Rainer Lochmüller (Brendlorenzen) nach dem zweitätigen U-13-Qualifikationsturnier in der Nüdlinger Schlossberghalle. Interessant deswegen, weil es wohl keinen klaren Favoriten gibt. Aus Sicht des Verbandes ist außerdem erfreulich, dass die zehn Teilnehmer, die sich zur Finalrunde am 16. Januar im Münnerstädter Sportzentrum treffen, aus allen Regionen des Fußballkreises kommen. Qualifiziert neben Veranstalter TSV Münnerstadt und Titelverteidiger TSV Brendlorenzen haben sich die fünf Vorrundensieger (SG Oehrberg, SG Garitz, SG Heustreu, SG Obererthal, SG Stockheim) sowie die drei Bestplatzierten der Vorrundengruppen (TSV Wollbach, JFG Grabfeld, JFG Sinntal/Schondratal).

In der Gruppe 1 setzten sich die Spielerinnen, viele der 26 Mannschaften liefen mit Mädchen auf, und Spieler der SG Oehrberg durch, die lediglich gegen den Gruppenzweiten aus Brendlorenzen nicht über ein Remis hinauskamen. Die SG Aura verpasste die Qualifikation nach einem 1:1 gegen Brendlorenzen. Chancenlos war die JFG Rhön, die zumindest gegen den punkt- und torlosen Tabellenletzten aus Burgwallbach ein Erfolgserlebnis feierte.

In der Gruppe 2 marschierten die grün-weißen Akteure der SG Garitz problemlos durch in Richtung Endrunde. Um den zweiten Platz wurde dagegen heftig gerangelt. Aufgrund des direkten Vergleichs setzte sich die SG Herschfeld gegen die SG Nüdlingen durch, die das Turnier im Übrigen hervorragend organisiert hatte. Da die Herschfelder von allen Gruppenzweiten das schlechteste Punktverhältnis aufwiesen, verpassten sie die Kreismeisterschaft. Chancenlos war die SG Hammelburg.


Großbardorf scheitert früh

In der Gruppe 3 lief der TSV Großbardorf als der große Favorit auf, doch die "kleinen Gallier" erlebten eine böse Überraschung. Die Verantwortlichen hatten die zweite Garnitur an den Start gebracht, da die erste Mannschaft auf das Spiel im Freien am Samstag, das aber ausfiel, hintrainiert hatte. Das torlose Remis zum Auftakt gegen die SG Salz war schon nicht eingeplant, die Niederlagen gegen den Gruppensieger SG Heustreu und den -zweiten TSV Wollbach erst recht nicht. Ihren Frust von der Seele schossen sich die Großbardorfer gegen die Reichenbacher mit dem höchsten Turniersieg, was letztlich zwecklos war. Die Heustreuer zeigten eine famose Leistung, verloren nur gegen die Wollbacher, die sich allerdings zu viele Unentschieden leisteten. Unter anderem gegen die JFG Wern-Lauertal, die bei nur zwei Niederlagen auf Rang fünf einkam.


Chancenlose Wartmannsröther

Sehr ausgeglichen verliefen die Spiele in der Gruppe 4. Aufgrund des besseren Torverhältnisses siegte hier die SG Obererthal vor der JFG Grabfeld. Die JFG Oberes Streutal hielt gut mit, entscheidend für deren Ausscheiden war die 0:3-Niederlage gegen die JFG Grabfeld, was dessen Betreuer Andreas Blumenröder leicht verwunderte, denn beim torlosen Remis zum Auftakt gegen den Gruppenletzten SG Wartmannsroth sprach eigentlich alles gegen eine Qualifikation. Das war allerdings schon die letzte "Großtat" der Wartmannsröther, die das Turnier mit einer Niederlage gegen die SG Ramsthal abschlossen. Deren Betreuer Matthias Höver war keineswegs enttäuscht, "man hat schon die fehlende Praxis in der Halle bemerkt".


Positiv überrascht

Leicht und locker setzte sich in der Gruppe 5 die SG Stockheim durch, womit auch der Altlandkreis Mellrichstadt in Münnerstadt vertreten ist. Die JFG Sinntal/Schondratal verwies die SG Oberthulba auf Platz drei, auch hier zeigte sich der JFG-Betreuer Marco Reinisch positiv überrascht, "denn wir haben noch keine einzige Trainingseinheit in der Halle absolviert und uns auf das am Samstag angesetzte und dann ausgefallene Spiel im Freien konzentriert". Die Nachbarn aus Bischofsheim und Unterweißenbrunn konnten körperlich nicht mithalten, der Auftakterfolg der "Städter" im direkten Vergleich nutzte ihnen da wenig.
Auffällig war wieder einmal bei dem fairen Turnier, dass sich viele Spieler und Betreuer mit den Futsal-Regeln noch schwer tun und sich im Spiel vom Referee erklären ließen, warum er denn gepfiffen habe.


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