Fuchsstadt
Fussball Landesliga

Keine Entschuldigung schon vor der Abreise

In Coburg hofft Fuchsstadts Trainer Martin Halbig auf einen Punktgewinn. Die Gastgeber machen es seiner Mannschaft aber schon vor der Anreise schwer.
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FC Coburg - FC Fuchsstadt (Samstag, 15 Uhr)

"Das war ärgerlich", hieß es nach dem vergangenen Spieltag sowohl bei den Coburgern (13./15) als auch den Fuchsstädtern (9./20). Trotz überlegenen Spiels kamen beide nicht über eine Punkteteilung hinaus. Während das Remis der Vestestädter beim Derby in Lichtenfels (1:1) letztlich als ordentliches Ergebnis angesehen wurde, zeigte sich Füchse-Coach Martin Halbig nach dem 2:2 gegen die Bamberger enttäuscht.


Hoffen auf Punktgewinn

Die drei Punkte verpassten seine Schützlinge, weil sie zum einen nicht über die gesamte Spielzeit dominierten, zum anderen den Ausgleichstreffer erst in letzter Sekunde kassierten.
"Da sind wir bestraft worden", so der Trainer, der sich beim Gastspiel an der bayerischen Grenze zumindest eine Rehabilitierung und einen damit verbundenen Punktgewinn erhofft.
Verzichten muss er bei diesem Vorhaben weiter auf Simon Häcker, der in dieser Woche nur ein leichtes Lauftraining absolvieren konnte, und auf Philipp Pfeuffer, der an einer Zerrung laboriert. Was dem Coach wesentlich größere Probleme bereitet, ist die Mitte der Woche telefonische Ankündigung der Gastgeber, dass auf Kunstrasen gespielt wird.


Heimvorteil vergrößert

Schneien soll es nicht in Coburg, deshalb wunderte sich Halbig, weiß aber den vermutlichen Grund: "Das vergrößert den Heimvorteil des Gegners zusätzlich." Aber da müssen die Kohlenbergler einfach durch. Ihre Spielweise weicht von der der Platzherren tendenziell ab. Während die Gäste vornehmlich mit langen Bällen operieren, liegt das den Einheimischen eher nicht, wie ihr Coach Matthias Christl nach dem Lichtenfels-Match erklärte: "Das Spiel mit langen Bällen ist nicht unseres, wir versuchen, den Ball durch Kombinationen in den gegnerischen Strafraum zu befördern."
Dort warten mit Lukas Mosert (sechs Saisontreffer) und Carl-Philipp Schiebel (vier) zwei nicht ungefährliche Akteure, die die Gäste-Deckung fordern werden. Neben diesen beiden muss man noch Kapitän Eric Heinze und Keeper Daniel Shabestari zu den Leistungsträgern in Coburg zählen. "Ich rechne damit, dass Coburg gleich das Heft in die Hand nehmen will, Druck aufbauen wird, um uns in Rückstand zu bringen", so die Erwartungshaltung Halbigs, der aus diesem Grund ein hellwaches Auftreten seiner Mannen vom Anpfiff weg fordert. In der Hinsicht sind die Rot-Schwarzen etwas anfällig, so manche Anfangsphase in dieser Saison wurde verschlafen, was zu Aufholjagden zwang. "In dieser Liga musst du einfach mit einer hundertprozentigen Einstellung antreten, dich nicht einlullen lassen und offensiv agieren", so die Ansprache von Halbig an seine Spieler. Diese sind zwar ebenfalls nicht vom Spiel auf Kunstrasen begeistert, "aber das können wir halt nicht ändern", so Nikolai Wolf. Er weiß mit seiner Routine, dass das Passspiel auf dem ungewohnten Untergrund eine noch höhere Präzision verlangt: "Da musst du die Kugel deinem Mitspieler präzise auf den Fuß legen und lange Bälle so timen, dass sie vom Mitspieler auch erlaufen werden können." Den ungewohnten Untergrund lässt sein Trainer jedenfalls schon vor der Abreise nicht als Entschuldigung gelten.

Wie wichtig Fuchsstadt die Begegnung nimmt, zeigt der Einsatz eines Fan-Busses. Interessierte mögen sich bei Martin Halbig anmelden, Restplätze sind vorhanden. Abfahrt ist um 12 Uhr an der Raiffeisenbank.
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