LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Kann Ramsthal beim Primus punkten?

Der Aufsteiger sieht Schwachpunkte bei Unterspiesheim. In Bad Kissingen tritt Münnerstadt zum Derby an.
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Das letzte Derby hatte Münnerstadt im März 2015 mit 2:1 in Bad Kissingen gewonnen. Am Samstag treffen Adnan Hamzic (FC 06 Bad Kissingen, links) und Hans-Christian Schmitt (TSV Münnerstadt) in der Bezirksliga wieder aufeinander. Foto: Hopf/Archiv
Das letzte Derby hatte Münnerstadt im März 2015 mit 2:1 in Bad Kissingen gewonnen. Am Samstag treffen Adnan Hamzic (FC 06 Bad Kissingen, links) und Hans-Christian Schmitt (TSV Münnerstadt) in der Bezirksliga wieder aufeinander. Foto: Hopf/Archiv
FC 06 Bad Kissingen - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr)

Pünktlich zum 110-jährigen Vereinsjubiläum, welches am Wochenende mit Rahmenprogramm gebührend gefeiert wird, tritt der FC 06 Bad Kissingen (4./6) im Dr.-Hans-Weiß-Sportpark zum Landkreis-Derby gegen den TSV Münnerstadt (3./6) an. Beide Teams starteten mit sechs Punkten aus zwei Spielen optimal in die Runde, was für die Zuschauer ein verheißungsvolles Match verspricht. FC 06-Coach Thomas Lutz ist mit den bisherigen Auftritten seiner Truppe zufrieden, warnt aber vor dem kommenden Kontrahenten: "Wir werden hier sicher keine 70 Prozent Ballbesitz haben und müssen uns deutlich mehr mit dem Gegner beschäftigen als noch in der Kreisliga. Münnerstadt spielt ein sehr gutes Flachpass-Spiel mit hohem Tempo und schnellen Spielern.
Es wird darauf ankommen, inwieweit wir ihr Spiel zulassen." Es dürfte also viel Arbeit auf die Abwehrreihe um Christian Heilmann, Sergej Kirichis, Philipp Greubel und Lukas Müller zukommen, die jüngst in Strahlungen (1:0) einen sehr guten Eindruck hinterließ. Gegen Münnerstadt kann Kissingens Coach wieder auf den zuletzt beruflich verhinderten Nico Limpert zurückgreifen, ebenso auf Arek Porombka. Münnerstadts Trainer Thomas Dietz gliedert die beiden bisherigen Erfolge in Teile auf: "Die erste Halbzeit in Geesdorf und die zweite Hälfte vom Ramsthal-Spiel waren richtig gut. In den anderen Abschnitten haben wir Schwächen gezeigt." Beim 4:1 über Ramsthal agierte seine Elf in Durchgang eins zu langsam und machte zu viele einfache Passfehler, was nach der Pause deutlich besser funktionierte. In Bad Kissingen sieht Dietz vor allem den Sturm als brandgefährlich an: "Mit Gergely, Ruja und Puscas sind sie da gut besetzt und nach hinten haben sie ja auch noch einige Routiniers. Das wird ein schweres Spiel. Aber wenn wir Kissingens Offensive beackern und die Zweikämpfe gewinnen, haben wir eine gute Chance, dort etwas mitzunehmen."

SV Ramsthal - SV-DJK Unterspiesheim (Sonntag, 15 Uhr)

Einen neuen Anlauf für erste Bezirksliga-Punkte unternimmt der SV Ramsthal (16./0) in der Heimpartie gegen den SV-DJK Unterspiesheim (1./7). Bei der jüngsten 1:4-Niederlage in Münnerstadt präsentierten sich die dezimierten Romsler zumindest 45 Minuten als kompakte Einheit, ehe ein Doppelschlag die favorisierten Mürschter entscheidend nach vorne brachte. "Nichtsdestotrotz bin ich mit allen, die auf dem Platz waren, zufrieden. Sie haben das abgerufen, was derzeit möglich ist. Interessant wäre es gewesen, wenn wir die Führung 15 Minuten länger gehalten hätten, aber hinten raus war der Münnerstädter Sieg klar verdient", fand SV-Coach Nico Schell trotzdem lobende Worte für seine Mannschaft und hofft für die Partie beim derzeitigen Tabellenführer auf die Rückkehr einiger etablierter Kräfte. Gegner Unterspiesheim startete erfolgreich in die Runde, konnte nach dem Derbyauftaktsieg in Gerolzhofen (2:1) und dem Remis gegen Strahlungen (1:1) jüngst auch Geesdorf mit 2:1 besiegen. "Sie waren schon letzte Saison nach Meister Unterpleichfeld die beste Rückrundenmannschaft, daran scheinen sie jetzt anzuknüpfen. Aber sie haben auch ihre Schwachpunkte und die wollen wir versuchen auszunutzen", sagt Schell und strahlt Optimismus aus: "Es muss jeder für jeden in die Bresche springen und dann können wir auf Zählbares hoffen."

SV Riedenberg - TSV Forst (Sonntag, 15 Uhr)

Zwar kehrte der SV Riedenberg (11./3) mit leeren Händen aus Euerbach (0:2) zurück, hat im Spiel gegen den TSV Forst (9./3) nun aber wieder die Möglichkeit, das Punktekonto gleichzustellen. Die Forster konnten in der abgelaufenen Runde die Klasse erst über die quälenden Mühlen der Relegation halten und profitierten zudem vom Aufstieg des FC Fuchsstadt in die Landesliga. Für die neue Runde hat der Kader von Trainer Udo Romeis mit den Neuzugängen Benjamin Wittig (FC Zeil), Eray Cadiroglu (SV Euerbach/Kützberg), Mohamed Hamdoun (FT Schweinfurt), Marcel Waffler (TSV Röthlein) und Tobias Barth (DJK Schwebenried/Schwemmelsbach) qualitativen Zuwachs bekommen, jedoch musste auch der Abgang von Kapitän Roman Glöckner verkraftet werden.


Aus der Niederlage gelernt

Riedenbergs Trainer Rüdiger Klug sieht in diesem Spiel eine Herausforderung und erinnert sich an das Heimspiel der vergangenen Saison, das man mit 3:2 erfolgreich gestalten konnte: "Es ist natürlich unser Ziel, auf eigenem Platz drei Punkte zu ergattern. Dafür müssen wir hinten allerdings noch stabiler werden. Zudem benötigen wir in der Offensive mehr Zugriff und sollten auch Tore schießen." Dies gelang seiner Mannschaft bei starken Euerbachern nicht, weil man dort zu viel mit Defensivarbeit beschäftigt war. "Auch wenn es sich blöd anhört, wir haben aus diesem Spiel viel gelernt und in der zweiten Hälfte ganz gut dagegenhalten gegen eine Mannschaft, die vorne ein gehöriges Wort mitreden wird." Bis auf die beiden Urlauber Max Schultheiß und Nico Krapf ist Riedenbergs Kader komplett.
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