Bad Kissingen

"Jede Mannschaft hat ein bisschen Angst vor uns"

Mit den finnischen Verteidigern Rami Heikkilä und Niko Grönstrand hätten die Kissinger Wölfe gewinnen können. Doch beide waren gegen Dingolfing Zuschauer.
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EV Dingolfing - EC Kissinger Wölfe 3:2 (0:0, 3:1, 0:1).

Zwei fehlende Wölfe-Verteidiger machten das Kraut fett: Weil Neuzugang Rami Heikkilä ein Problem mit seinen Schlittschuhen hatte, die zu scharf geschliffen worden waren, war er gezwungen, in Dingolfing zuzuschauen. Niko Grönstrand war aufgrund seiner Spieldauerstrafe sowieso daheim geblieben. "Wenn wir die beiden gehabt hätten, hätten wir gewonnen", ist sich Trainer Mikhail Nemirovsky sicher. So aber steht eine 2:3-Niederlage auf dem Papier, was für Nemo aber kein Grund zur Besorgnis ist: "Wir haben gut gespielt, mit 99 Prozent der Mannschaft und des Spiels bin ich zufrieden." Im Hinspiel sei er nicht zufrieden gewesen, weil er mit der Mannschaft vorher nicht trainiert hatte. "Jetzt sind wir aber im Rhythmus", so der Trainer.


Tor in unverdienter Unterzahl?

Ein bisschen unzufrieden ist Nemirovsky dann aber doch. Vor allem mit der Schiedsrichterleistung. Laut Nemo tätige der Schiedsrichter jedes Spiel eine große Entscheidung gegen die Kissinger Wölfe. Beim ersten Tor des Dingolfingers Steven Maier (26.) sei es so gewesen: Nach einem torlosen ersten Drittel fiel der erste Treffer in Dingolfinger Überzahl. "Meiner Meinung nach ist das gleiche im ersten Spiel gegen Dingolfing passiert", sagt Nemo. Alsbald folgte das zweite und dritte Tor durch Michael Karmainski (31.) und Tobias Gilg (34.), letzteres nach einem Querschläger eines Kissinger Verteidigers. "Dingolfing hatte zwar ein paar Chancen, mehr aber nicht", so Nemo, der seine Mannschaft als stärker einschätzte.

Den Anschluss besorgte Eugen Nold nach einem guten Pass von Marc Hemmerich (35.) in ein quasi leeres Tor. Der zweite Kissinger Treffer fiel ähnlich: Nemirovsky selbst bediente Chad Evans, der ebenfalls ein fast leeres Tor vorfand und nur noch einschieben musste (51.). Zufrieden war der Trainer nach dem Spiel vor allem mit seinem neuen Goalie Donatas Zukovas, aber auch - wie schon erwähnt - mit 99 Prozent der Mannschaft.


Das fehlende Prozent

Auf das Team kann sich der Trainer auch beim folgenden Doppelspieltag am Wochenende verlassen, wenn es in Bad Aibling und zuhause gegen Amberg um den Top-4-Platz der Zwischenrunde geht. Nemo ist zuversichtlich, was die Spielausgänge anbelangt: "Jede Mannschaft hat ein bisschen Angst vor uns, alle wissen um unsere Qualität." Doch dafür muss jeder Spieler eben 100 statt 99 Prozent geben.

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