Drei - zwei - eins: Start! Der AMSC Hammelburg ist zurück auf der Bühne der nordbayerischen Rallye-Veranstalter. Nach einjähriger schöpferischer Pause steht am Samstag, 10. September, ein attraktiver Rallyesprint bevor. Die Veranstaltung trägt den Namen "4. ADAC Toyo-Tires Rallye Fränkisches Weinland" und wartet mit 33 Wertungsprüfungs-Kilometern bei 143 Kilometern Gesamtlänge auf.
Mit Toyo Tires als neuem Hauptsponsor gehen die Macher des Organisations-Teams um Sven Hochwimmer und dessen Vater Gerhard - beide sind alte Rallye-Hasen - ans Werk. In den letzten Monaten ist in akribischer Feinarbeit eine an Kompaktheit kaum zu überbietende Rallye entstanden. Von "Schöne Rallye" über "Super Organisation" bis "Große Vorfreude auf eine Top-Veranstaltung" lauten die Kommentare der Rallyefahrer im Vorfeld des Events. Auch dieses Mal möchte der AMSC Hammelburg mit seinen mehr als 150 Sportwarten alles daran setzen, den ausgezeichneten Ruf als Veranstalter zu festigen.
Ausgangs- sowie Dreh- und Angelpunkt des Spektakels ist das Sportzentrum der Marktgemeinde Elfershausen. "Die Location ist optimal geeignet für so eine Mammutveranstaltung. Und mit den Freunden vom FC Elfershausen haben wir ausgezeichnete Kooperationspartner an der Seite", lobt AMSC-Vorsitzender Ralf Deinlein die gute Zusammenarbeit. Im Sportzentrum finden die technische Abnahme der Fahrzeuge, Start und Re-Start sowie Siegerehrung und anschließende After-Race-Party für Jedermann statt. Das Fahrerlager mit Übernachtungsmöglichkeit, Duschen und Toiletten ist groß genug für die 80 Starter.


Mit Vollgas um die Kurven

Zum Auftakt gibt es eine Sprintprüfung. Wer 2014 oder in den Jahren davor bei der Rallye "Fränkisches Weinland" am Start war, kennt diese Asphaltprüfung auf der Kreisstraße 42 bei Langendorf. Start und Eingangspassage der Wertungsprüfung (WP) sind neu. Sie verlangen den Fahrern gleich zu Beginn alles ab und bieten den Zuschauern spannenden Rallyesport hautnah. Später läuft die Sprintprüfung als WP 3 erneut.
Auch WP 2 ist "Wiederholungstätern" der Hammelburger Rallye wohlbekannt. Ein Rundkurs zwischen den Stadtteilen Diebach, "Ober- und Untereschenbach bildete bereits in früheren Jahren das Highlight der Veranstaltung. Hier kommen Piloten und Fans auch bei der bevorstehenden Neuauflage gleichermaßen voll auf ihre Kosten. Das Layout des Rundkurses ist neu, zumal Start und Ziel einen anderen Platz erhalten haben. Während der Rundkurs selbst gleich geblieben ist. Diese Prüfung muss dreimal absolviert werden. (WP2, 4, 6). Hier wird mit ziemlicher Sicherheit die Entscheidung über Sieg und Platzierungen fallen.
WP 5 ist eine weitere Sprintprüfung mit anspruchsvollen Bergab-Passagen, einer Autobahn-Überquerung und einem kniffligen Schlussteil. Denn kurz vor dem Ziel verlangt die neue Streckenführung den Piloten noch einmal alles ab und erfordert vollste Konzentration.


Dreh- und Angelpunkt

Nach getaner Arbeit rollen die Fahrzeuge ins Parc Fermé am Sportzentrum in Elfershausen. In der geräumigen Sporthalle werden nach der Auswertung die Trophäen vergeben. Die Besten der Gesamtwertung, 40 Prozent der Klassenstarter und Mannschaften, die besten Mädels, das beste Mixed- und Junior-Team sind Anwärter auf die Pokale. Anschließend steigt an gleicher Stelle eine After-Race-Party, bei der auch die Öffentlichkeit willkommen ist.


Namhafte Starter

Das Teilnehmerfeld der Rallye lässt nichts zu wünschen übrig. Am Start vertreten sein werden Spitzenfahrer aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Mit Reinhard Honke/Michael Heinze (Himmelkron), Bernd Michel/Bernd Hartbauer (Schwarzenbach/Sargans), Jörg Schuhej/Ann-Kathrin Sperber (Fulda/Ebern), Stefan Stich/Nina Blumreich (Nürnberg/Himmelkron) - allesamt Mitsubishi Lancer Evo mit rund 300 PS - und Gerrit Spangenberg/André Wenning (Wolfhagen/Bad Arolsen) im BMW E36 M3 zeichnen sich die möglichen Gesamtsieger der Veranstaltung klar ab. Internationales Flair erhält die Veranstaltung durch die Teilnahme eines Italieners und zweier Eidgenossen.


Orga-Leiter gibt selbst Gas

Aber auch die lokale Prominenz gibt sich ein Stelldichein. Beispielsweise Orga-Leiter Sven Hochwimmer, der mit seinem Start eine Doppelbelastung eingeht und sich in seiner Wertungsgruppe trotzdem gute Chancen ausrechnet. "Es ist sicher nicht ganz einfach, von Organisation auf Rallyefahren umzuschalten. Aber das wird schon klappen", zeigt sich der Trimberger Motorsportler, der die Farben des AMSC Hammelburg vertritt, zuversichtlich. Marco Hartung (Schlitz) assistiert ihm auf dem Beifahrersitz des Opel Astra GSI.
Die Sulzthaler Jürgen Reitelbach und Reiner Marx gehen in einem Opel Kadett C an den Start. Ihr Anspruch ist es, sich in der Historic-Wertung so weit wie möglich im Vorderfeld zu platzieren. "In Anbetracht der starken Konkurrenz wird das ganz bestimmt nicht einfach. Aber zusammen gerechnet wird bekanntlich immer erst am Ende der Veranstaltung", gibt sich das Team kämpferisch.
Aus Schwebenried kommt Walter Münch mit Co. Sebastian Münch (Werneck). Ihr Fahrzeug - ein Audi Quattro A2 - erinnert an legendäre Rallye-Erfolge beispielsweise des mehrfachen Weltmeisters Walter Röhrl. Frank Alzheimer (Burgsinn) mit Co-Pilotin Sabina Türk pilotiert einen Ford Fiesta, der mit schon so mancher Flugeinlage das Augenmerk auf sich gezogen hat.


Anweisungen beachten

Zuschauer kommen bei der Veranstaltung ebenfalls voll auf ihre Kosten. Möglichkeiten, das Geschehen hautnah mitzuerleben, gibt es in den Bereichen Diebach, Unter- und Obereschenbach sowie Langendorf. Aus Sicherheitsgründen ist es nicht möglich, in unmittelbarer Nähe der Wertungsprüfungen zu parken. Den Anweisungen der Absperrposten und Sportwarte muss zwingend Folge geleistet werden. Karlheinz Franz

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.amsc.de

Zeitplan (jeweils erstes Fahrzeug) 12.01 Uhr: Start am Rallye-Zentrum; 12.16 Uhr: Start WP 1 Klöffelsberg; 12.47 Uhr: Start WP2 Untereschenbach; 14.11 Uhr: Start WP 3 Klöffelsberg; 14.42 Uhr: Start WP 4 Untereschenbach; 16.37 Uhr: Start WP 5 Winterberg; 17.05 Uhr: Start WP 6 Untereschenbach; 17.30 Uhr: Ziel Rallye-Zentrum; 21.00 Uhr: Siegerehrung; anschließend After-Race-Party.

Attraktive Punkte Einmündung der Wülfershäuser Straße in die Kreisstraße 42. Anhöhe in der Mitte zwischen Diebach und Obereschenbach.