Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Hammelburg hat Bock auf Franken-Derby

Beim SV Schwaig muss der TV/DJK auch auf Lorenz Karlitzek verzichten. Aber Trainer Tado Karlovic hat einen Plan.
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Kommando zurück: Hammelburgs Neu-Libero Lukas Spachmann darf beim Frankenderby in Schwaig wieder angreifen Foto: ssp
Kommando zurück: Hammelburgs Neu-Libero Lukas Spachmann darf beim Frankenderby in Schwaig wieder angreifen Foto: ssp
Nun gut, es kommen keine 600 Zuschauer zu den Heimspielen des SV Schwaig. Aber 300 Fans sind es schon, die gewöhnlich die "Gelben" unterstützen in der "gelben Halle". Dort, wo auf die Saalestädter ein guter Mix wartet aus jungen Talenten und Erstliga-erfahrenen Spielern wie Florian Tafelmayer, der 2008 zwei Jahre in der Bundesliga für die SG Eltmann und den VC Franken spielte. Beim SV Schwaig handelt es sich um einen Traditionsverein mit langjähriger Bundesligaerfahrung.

Die Mittelfranken hatten als Saisonziel einen Platz im gesicherten Mittelfeld angegeben - und halten sich tabellarisch gesehen strikt an diese Order. Der aktuell sechste Platz wird jedenfalls seit geraumer Zeit belegt. Einen Rekord halten die Schwaiger dennoch als das Team mit den meisten Tie-Breaks. Zehn Mal fiel bei SV-Spielen die Entscheidung im fünften Satz. Darunter waren nur hauchdünne Niederlagen gegen Fellbach und Eltmann.
"Eine unberechenbare Truppe, diese Schwaiger", sagt Olly Wendt. Hammelburgs Hallensprecher plagen dabei schmerzliche Erinnerungen. Und zwar an das Hinspiel, als die Saalemannen im fünften Satz bei einer 8:4-Führung die Seiten wechselten und beim 14:11 drei Matchbälle nicht ausgereicht hatten, um den Sack zuzumachen. Immerhin einen Punkt hatte der Aufsteiger damit gerettet, der vor Wochenfrist selten wie nie in dieser Saison chancenlos war beim 0:3 gegen den TSV GA Stuttgart. Viel Beifall gab es dennoch von der Tribüne, weil das Publikum eben ein gutes Gefühl dafür besitzt, was diese personell ausgedünnte Truppe leistet - und die ja immer noch auf einem fantastischen dritten Platz steht.

TV/DJK-Coach Tado Karlovic freut sich derweil auch aus persönlichen Gründen auf das Frankenderby. So stehen mit Christian Schwabe, Marko Knauer und Frank Meyer drei Spieler im Schwaiger Kader, die Karlovic aus gemeinsamen Eltmänner Zeiten kennt: "Das wird wieder wie ein Familientreffen für mich", so der Trainer.
 


Der Trainer darf kreativ sein

Gegen die vor allem im Angriff sehr starke Mannschaft, will der Hammelburger Coach aber von einem gemütlichen Saison-Kehraus nichts wissen: "Natürlich wollen wir aus Schwaig Punkte mitnehmen", so Karlovic, der vor dem Hintergrund der bekannten Verletzungen und dem Fehlen von Außenangreifer Lorenz Karlitzek (Bayerische Meisterschaft) seiner Kreativität freien Lauf lässt: "Während wir auf der Mitte mit Mario Radman wieder aus dem Vollen schöpfen können, werden wir auf der Liberoposition mal neue Wege gehen."

Nach bestem Rotationsprinzip wird Zuspieler Oli Möller in seinem vorletzten Spiel im TV/DJK-Trikot in die Rolle des Liberos schlüpfen, während sich Lukas Spachmann nach dem Weggang von Aaron Dettner wieder mal als Außenangreifer austoben darf. "Lukas hat zwar nun intensives Liberotraining genossen, dennoch denke ich, dass ihm die Umstellung nicht allzu schwer fallen wird", so Karlovic, für den das Spiel gegen Schwaig auch ein Leistungstest für das finale Heimspiel am 19. März gegen Grafing ist: "Da wollen wir für uns und die Zuschauer noch mal ein tolles Spiel liefern."
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