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Schweinfurt
Fussball Regionalliga

Gerd Klaus fordert mehr Herzblut

Der FC 05 empfängt eine spielstarke Augsburger Reserve. David Paulus will die Null halten.
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Trotz seines Patzers beim 1:2 in München genießt FC 05-Torwart David Paulus (Mitte) auch gegen Augsburg II das Vertrauen von Torwarttrainer Norbert Kleider (links) und Trainer Gerd Klaus. Foto: Marion Wetterich
Trotz seines Patzers beim 1:2 in München genießt FC 05-Torwart David Paulus (Mitte) auch gegen Augsburg II das Vertrauen von Torwarttrainer Norbert Kleider (links) und Trainer Gerd Klaus. Foto: Marion Wetterich
FC 05 Schweinfurt - FC Augsburg II (Samstag, 14 Uhr)

Weiterkämpfen, Augen zu und durch - für den FC 05 Schweinfurt (11./20) hat diese Parole in der Regionalliga ebenso Gültigkeit wie ganz speziell für seinen Torwart David Paulus. Der hat sie in den letzten Monaten erfüllt und sich den Stammplatz im Kasten der Grün-Weißen erkämpft, nachdem er nach seinem Wechsel von Germania Halberstadt zu Saisonbeginn noch die zweite Geige hinter Julian Schneider gespielt hatte. "Es war mir schon klar, dass ich nicht gleich die etatmäßige Nummer eins verdrängen würde. Aber ich bin ein Typ, der nie aufgibt", sagt der 20-Jährige und gibt damit gleich die kollektive wie persönliche Marschroute nach seinem Patzer beim 1:2 in München vor: Mund abputzen, weitermachen.

Und ja, damit ist man bei der Mannschaft im Gesamten. "Es ist klar, dass bei einem Traditionsverein das Umfeld mehr erwartet", weiß Paulus, "aber in der Tabelle liegen alle nah beieinander. Wir müssen von den nächsten fünf Spielen möglichst viele gewinnen, um dann nach dem Winter ohne Druck arbeiten zu können."


Ein Gegner von oben

Ein bisschen klingt's schon nach Durchhalteparole, was der Schlussmann da ausgibt. Die Pleite in München - die fünfte binnen der jüngsten sechs Partien - lässt die Schweinfurter im hinteren Tabellenbereich hängen bleiben. Und jetzt kommt mit dem FC Augsburg II (4./28) ein Gegner von deutlich weiter oben. Schlecht muss das nicht sein, haben sich die 05er gegen spielstarke Teams meist einen Tick leichter getan als gegen Abwehr-Bollwerke.
FC 05-Trainer Gerd Klaus will sich trotz Respekt vor den Fuggerstädtern ("es macht schon Spaß, denen zuzuschauen, eine richtig gute Mannschaft") aber gar nicht so sehr auf die Bundesliga-Reserve des FCA konzentrieren, fordert vielmehr Herzblut von seinen Mannen: "Mir persönlich fehlt der letzte Killerinstinkt, das unbedingte Wollen", sagt Klaus. "Wir müssen als Mannschaft noch weiter zusammenwachsen, das kann man schwer trainieren. Wenn jeder Spieler fünf bis zehn Prozent draufpackt, dann gewinnen wir das Spiel", bei dem Marius Willsch und Philip Messingschlager verletzungsbedingt nicht werden mitwirken können.

David Paulus dagegen schon. "Er macht es bisher sehr ordentlich", so Klaus über seinen Schlussmann, der in Schweinfurt lebt und seinen Traum vom Profikicker noch nicht begraben hat: "Ich bin noch jung und habe trotzdem schon erlebt, wie schnell es nach oben oder unten gehen kann. Gleich nach der Juniorenzeit bin ich auf die Fresse geflogen. Aber ich lege meinen Fokus weiter ganz auf den Fußball. Und vielleicht gelingt ja auch mit Schweinfurt der Sprung in die Profiligen." Ein Sieg gegen Augsburg würde da helfen - "ich bin zuversichtlich", sagt Paulus, "und hoffe, dass hinten die Null steht. Ich werde alles dafür geben."
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