Bad Kissingen
Eishockey

Erding soll mit Hilfe der Fans gestürzt werden

Die Kissinger Wölfe erwarten am Sonntag den Tabellenführer. Spielertrainer Mikhail Nemirovsky muss sich in der Torhüterfrage zwischen dem genesenen Michael Gundlach und Kevin Keßler entscheiden.
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Könnte gegen Erding wieder im Kissinger Tor stehen: Wölfe-Goalie Michael Gundlach (rechts, im Spiel gegen Bayreuth), links Roman Göldner. Foto: Hopf
Könnte gegen Erding wieder im Kissinger Tor stehen: Wölfe-Goalie Michael Gundlach (rechts, im Spiel gegen Bayreuth), links Roman Göldner. Foto: Hopf
EC Bad Kissinger Wölfe - TSV Erding.
"Das ist die größte Herausforderung für uns in der bisherigen Saison", blickt Wölfe-Spielertrainer Mikhail Nemirovsky der Partie gegen die Gladiatoren aus Erding (1./17) am Sonntag (18 Uhr) entgegen. Die Kissinger (3./16) können selbstbewusst in das Spiel gehen, haben bisher lediglich bei der Niederlage im Penaltyschießen in Amberg Punkte abgegeben. "Nemo" spricht mit großem Respekt von dem Traditionsverein aus Erding. "Sie haben viele Spieler mit Oberliga-Erfahrung, da muss man schauen, was dabei herauskommt." Allerdings bleibt der Coach seinem Credo treu, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Und hat klare Vorstellungen, wie das zu erreichen ist. "Wir müssen konzentriert und diszipliniert spielen, um Strafzeiten zu vermeiden.
Die kosten körperlich und mental zu viel Kraft."
Das sieht auch Mannschaftssprecher Kevin Keßler so, der ein schwierigeres Match als gegen Haßfurt erwartet. "Wer weniger Strafzeiten hat, der wird gewinnen." Der Torwart berichtet von einer ausgezeichneten Stimmung im Team, dessen Leistungsstärke er sehr hoch einschätzt. "Vom Potenzial her können wir jeden schlagen, wir dürfen nur nicht zu euphorisch werden und müssen jeden Gegner ernst nehmen. Wir wollen auf jeden Fall Gruppenerster werden, um eine möglichst gute Ausgangslage für die Play-Offs zu haben."
Ein wichtiger Erfolgsfaktor sind für Nemo die Kissinger Fans. "Die haben uns gegen Haßfurt super unterstützt. Ich hoffe, dass gegen Erding möglichst viele Fans kommen, denn mit deren lautstarker Unterstützung im Rücken ist immer eine Steigerung möglich." Besonders gefreut hat sich Kevin Keßler über die Unterstützung der Kids mit ihren Eltern. "Hoffentlich sind sie wieder dabei. Ich freue mich über jeden einzelnen Fan, der kommt."
Der Kissinger Coach hat den gleichen Kader zur Verfügung wie beim Sieg gegen die Hawks aus Haßfurt. Zudem ist Goalie Michael Gundlach wieder im Training. Ob er oder Kevin Keßler das Tor hüten werden, will Nemo erst am Sonntag entscheiden. Auf dieser Position sind die Kissinger aber fast so gut bestückt wie im Sturm. Dünn besetzt sind lediglich die Abwehrreihen, für die die Wölfe noch Verstärkung suchen. "Ich bin da ständig auf der Suche, aber Verteidiger sind begehrt, gerade in den unteren Ligen", bittet der Kissinger Coach weiter um Geduld.


Voll motiviert

Ansonsten sieht er sein Team und den Verein auf einem guten Weg. "Wir können uns in allen Bereichen noch steigern und arbeiten daran." Der nächste Schritt soll gegen Erding gemacht werden, denn eine Woche später kommt es im Wolfsbau zum Showdown gegen die Mighty Dogs aus Schweinfurt (2./17), die übrigens am ersten Spieltag 5:3 in Erding gewonnen haben. "Die Dogs schauen da genau hin, da sind wir umso motivierter", verspricht Kevin Keßler.
Der große Mitkonkurrent um den Titel aus Schweinfurt spielt bereits am Samstag (17.15 Uhr) in Bayreuth gegen die 1b-Vertretung. Vor dem Kracher im Kissinger Wolfsbau haben die Mighty Dogs noch eine zweite Pflichtaufgabe in Oberfranken zu erledigen, am kommenden Freitag in Selb.
Am Samstag spielen die Mighty Dogs zum dritten Mal in dieser Saison auswärts und auch zum dritten Mal wollen sie drei Punkte mitnehmen. "Als Tabellenführer fahren wir natürlich als klarer Favorit nach Bayreuth, trotzdem müssen wir aufpassen, da man eben in solchen Spielen oft überheblich agiert und schnell auf die Nase fallen kann. Auch Bayreuth hat sehr gute Spieler, die Tore schießen können, und hat seine Spiele teilweise nur sehr knapp verloren. Daher müssen wir uns voll konzentrieren und am Samstag alles abrufen. Sollten wir so spielen wie gegen Amberg vergangenen Sonntag denke ich aber, dass wir die drei Punkte holen können und an der Tabellenspitze bleiben", sieht Kapitän Simon Knaup sein Team in der Pflicht. Auf Schweinfurter Seite sind alle Spieler fit, nur Michelé Amrhein ist weiterhin fraglich.
Einen Tag vorher, nämlich an diesem Freitag, treten die Haßfurt Hawks, in dieser Saison nur noch die Nummer drei in Unterfranken, in Bayreuth an. "Die Spieler sind sich der Situation ebenso bewusst wie ich und alle anderen Verantwortlichen im Verein", sucht Lubos Thür nicht nach irgendwelchen Ausreden nach vier Niederlagen in Folge. "Wir müssen jetzt in den zwei Spielen so viele Punkte holen wie möglich, am besten natürlich sechs." Recht hat der Trainer der Haßfurter Hawks (7./3), die vor den beiden Auswärtspartien beim EHC Bayreuth 1b (8./0) sowie im "Löwenkäfig" des ERSC Amberg (4./9) am Sonntag nun mächtig unter Druck stehen.
Fakt ist, dass der zur Teilnahme an der lukrativen Zwischenrunde begehrte 4. Platz nach den letzten beiden Nullnummern gegen Nürnberg und in Kissingen bereits sechs Zähler entfernt ist. "Alle wissen, welche Bedeutung die beiden Partien haben. Ich bin gleichzeitig sicher, dass alle ihr Bestes geben, um die Chance aufrecht zu erhalten", betont Thür. Er weiß, was die Hawks in Amberg erwartet: "Die wollen sich natürlich für die knappe 2:3-Niederlage bei uns revanchieren und den vierten Platz verteidigen."

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