Burglauer
Fussball

Eine erfolgreiche Ära findet in Burglauer ihr Ende

Nach fünf überaus erfolgreichen Jahren gehen Kreisligist VfB Burglauer und sein Trainer Uli Glöggler nach dieser Saison getrennte Wege.
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Trainer Uli Glöggler (rechts) verlässt den Fußball-Kreisligisten VfB Burglauer zum Saisonende.  Foto: Anand Anders
Trainer Uli Glöggler (rechts) verlässt den Fußball-Kreisligisten VfB Burglauer zum Saisonende. Foto: Anand Anders
Unter Glögglers Regie entwickelte sich der VfB im spielerischen und taktischen Bereich kontinuierlich weiter und krönte seine positive Entwicklung mit den Meisterschaften der ersten und zweiten Mannschaft in der vorigen Runde. "Wir trennen uns im gegenseitigen Einvernehmen" - der viel bemühte Spruch sei diesmal sicher keine leere Floskel, wie Christof Katzenberger, Sportvorstand des VfB, betont: "Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet und überaus erfolgreich. Uli Glöggler ist nicht nur ein hervorragender Trainer, sondern auch im menschlichen Bereich absolut top",hebt Katzenberger hervor. Gemeinsam war man zu der Ansicht gelangt, dass es nach fünf Jahren an der Zeit ist, sich beiderseits neue Reizpunkte zu setzen.

Glöggler übernahm den VfB in der Saison 2011/12, nachdem die Mannschaft den Klassenerhalt in der Kreisklasse gerade noch über die Relegation geschafft hatte.
Glöggler, der aus der Talentschmiede von Hansa Rostock stammt und als Aktiver hochklassig Fußball gespielt hatte, stellte das Spielsystem auf Elemente des modernen Fußballs, "sprich ballorientiertes Abwehrverhalten und Viererkette" um und hatte mit seiner Mannschaft sofort Erfolg. In den ersten beiden Saisons sprang jeweils ein fünfter, dann ein zweiter Platz heraus. In der Relegation gewann man gegen die DJK Schondra, scheiterte aber am SV Eichenhausen/Saal. In der Saison 2014/2015 machte es das Team besser und holte sich in der Kreisklasse, ebenso wie die zweite Mannschaft in der B-Klasse, die Meisterschaft. "Das Team hat sich das mit fantastischer Arbeit verdient", blickt der lizenzierte Fußballlehrer mit Stolz auf seine Elf zurück.

Aktuell sieht es in der Kreisliga Rhön nicht so rosig aus, der VfB Burglauer schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Drittletzter, zwei Plätze von einem Relegationsplatz entfernt, mit 18 absolvierten Partien die meisten der Kellerkinder. Der Klassenerhalt ist freilich das erklärte Ziel. Das von Trainer, Mannschaft und Vorstandschaft vor der Saison anvisierte, anspruchsvolle Ziel "gesichertes Mittelfeld" in einer Liga, in der über ein Drittel der Mannschaften mit dem Abstieg rechnen muss, zeugt zwar von Vertrauen in die eigene Stärke. Im Laufe der Saison erwischte es den VfB aber knüppelhart. Mit Bastian Roßmann, vom TSV Großbardorf gekommen, und Spielführer Marko Mangold sind zwei tragende Säulen langzeitverletzt, der torgefährliche Rene Langer befindet sich wenigstens wieder im Aufbautraining. Richtungsweisend wird wohl die erste Partie im neuen Jahr gegen den FC Reichenbach. Der FC hat einen der begehrten Relegationsplätze inne, steht zwar nur einen Punkt besser da als der VfB, hat aber zwei Spiele weniger bestritten.
Uli Glöggler freut sich auf eine neue Aufgabe, betont aber: "Ich habe noch Ziele, bin motiviert und überzeugt, dass ich Mannschaften fußballerisch und taktisch weiterentwickeln kann. Jetzt zählt aber nur der VfB.
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