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Fußball Bezirksliga

Dirk Züchner: Wir dürfen jetzt nicht nachlassen

Fuchsstadter Respekt vor den Turnern. Riedenberg will die Freude am Spiel zurückgewinnen. Münnerstadt zu Gast in Röthlein.
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Foto: Symbolbild
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FC Fuchsstadt - FT Schweinfurt: Der FC Fuchsstadt (2./46) macht ernst im Kampf um die Bezirksligakrone. Durch den souveränen 4:0-Erfolg über Verfolger Geesdorf rückt die Mannschaft von Trainer Dirk Züchner Spitzenreiter Unterpleichfeld bis auf zwei Zähler auf die Pelle und schaffte sich zugleich zum Dritten Münnerstadt ein Polster von fünf Punkten. Jetzt gilt es in einem weiteren Heimspiel am Kohlenberg gegen Ex-Landesligist FT Schweinfurt (10./29) die Punkte zu veredeln. Doch Achtung vor den Turnern. Die verloren zwar vor Wochenfrist ihr Heimspiel gegen Klassenprimus Unterpleichfeld mit 2:4, blieben zuvor jedoch in acht Spielen unbesiegt und holten dabei immerhin 16 Punkte. "Die Schweinfurter haben sich berappelt und gute Ergebnisse erzielt. Wir dürfen jetzt, trotz der Doppelbelastung, nicht nachlassen", findet Züchner. Er war mit der Vorstellung der Seinen gegen Geesdorf rundum zufrieden. "Zwar hätten wir das eine oder andere Tor mehr erzielen können, beziehungsweise die Partie schon früher entscheiden müssen, aber gegen eine spielstarke Mannschaft, die uns gefordert hat, war das schon ein Ausrufezeichen." Dies gelang den Fuschtern ohne die verhinderten Sebastian Heinlein, Harald Bayer und den 15-Tore-Mann Simon Bolz. Sie werden jetzt gegen Schweinfurt alle wieder an Bord sein. So hat der FC-Coach diesmal die Qual der Wahl bei der Aufstellung und im Kampf um die Tabellenspitze, wo Züchner im Moment nur ein wenig hinschielt.

TSV Röthlein - TSV Münnerstadt: Nach dem Derby-Remis gegen Fuchsstadt reist der TSV Münnerstadt (3./41) zu Kellerkind TSV Röthlein (14./19). Der Aufsteiger ließ kurz nach der Winterpause durch seine Auswärtssiege in Riedenberg (2:1) und Geesdorf (2:1) aufhorchen, ist allerdings seit mittlerweile vier Spielen wieder ohne Dreier. So hat die Truppe von Trainer Klaus Keller den Anschluss zum rettenden Ufer, bei sechs Punkten Rückstand, etwas abreißen lassen. Gerade die jüngsten Punktverluste gegen die direkte Konkurrenz aus Rödelmaier (1:1) und Krum (0:1) taten richtig weh. Dass ein auch angeschlagener Abstiegskandidat in der Bezirksliga nicht so einfach im Vorbeigehen geschlagen wird, weiß man im Münnerstädter Lager nur zu gut. Zu fest sind da die Niederlagen gegen vermeintlich schwächere "Turner" aus Schweinfurt (0:1) und Forster (0:1) im Gedächtnis. "Wir müssen aus solchen Spielen lernen. Nach jetzt zwei Spielen gegen starke Gegner muss uns bewusst sein, dass Röthlein mit anderen Mitteln kämpfen wird. Dem müssen wir uns stellen, die richtige Einstellung zum Spiel finden und alles was wir haben in die Waagschale werfen", gibt TSV-Coach Adrian Gahn die Richtung vor. Den Kampf um die Spitzenplätze hat Gahn noch nicht aufgegeben. "Da ist noch alles möglich, doch wir schauen von Spiel zu Spiel." Dem Unentschieden im Spitzenspiel letzte Woche konnte er insofern Positives abgewinnen, "weil wir mehr Spielanteile und auch die größeren Chancen hatten. Nach dem 1:0 hatten wir die Partie im Griff, haben aber unsere Konter zu schlampig abgeschlossen. Und das unterscheidet eben gute und sehr gute Teams." Für Julian Göller, ein Stürmer, der solche Konter in der Vergangenheit ganz gerne in Tore ummünzte, ist die Saison nach einem erneuten Innenbandriss im Knie beendet.

SV Riedenberg - DJK Dampfach: Im Hinspiel herrschte noch eine große Kluft zwischen dem SV Riedenberg (6./36) auf der einen und der DJK Dampfach (7./35) auf der anderen Seite. Die Mannschaft von SV-Trainer Rüdiger Klug zeigte da ihre beste Saisonleistung, besiegte die sich auf dem Abstiegsrelegationsplatz tummelnde DJK auswärts klar mit 3:0 und lieferte sich zeitgleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins mit dem TSV Unterpleichfeld. Vor dem Rückspiel haben sich die Vorzeichen geändert. Zwar rangieren die Grün-Weißen noch immer vor der Mannschaft aus dem Landkreis Haßberge, aber der Vorsprung beträgt unter den Tabellennachbarn nur noch ein Pünktchen. Die Klug-Elf stottert in der Rückrunde etwas vor sich hin, während sich Dampfach unter Interimscoach Stefan Stretz Schritt für Schritt weiter nach vorne gearbeitet hat. Rüdiger Klug fordert für die nächsten Spiele einige Verbesserungen im Spiel seiner Mannschaft ein. "Wir müssen die Freude am Spiel zurückgewinnen, schnellere Ballgewinne erzielen und vor allem wieder zu einem seriösen Pass-Spiel zurückfinden, möglichst schon im Spielaufbau. In der Konsequenz heißt es dann für unser zentrales Mittelfeld, wieder konstruktivere Angriffszüge zu starten." Bei der vermeidbaren Niederlage in Forst klappte dies nur unzureichend. "Jetzt freuen wir uns auf das Heimspiel gegen Dampfach und sind guten Mutes, eine schlagkräftige Truppe aufs Feld zu schicken", bleibt Rüdiger Klug optimistisch. Zumal Philipp Dorn wieder zur Verfügung steht. Ein Fragezeichen bleibt hinter den Einsätzen von James Galloway und Christoph Dorn.
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