Nüdlingen
Handball Bayernliga

Die SG-Frauen und der Lokomotiven-Vergleich

Auch beim Gastspiel in Ottobeuren lässt die SG Garitz/Nüdlingen viele Chancen ungenutzt. Nur die Abwehrleistung ist zufriedenstellend.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Symbolbild
Foto: Symbolbild
TSV Ottobeuren - SG Garitz/Nüdlingen 25:14 (10:6).
"Weniger ist leer" heißt es in einer Plakat-Kampagne gegen den Hunger in dieser Welt. Nicht gestillter Torhunger ist gottlob nicht lebensbedrohlich. Aber für Sportler zumindest ärgerlich. 14 eigene Treffer in 60 Minuten sind dürftig, und natürlich viel zu wenig zum Punkten. Die mangelnde Qualität im Abschluss zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison. Offensiver Topwert bleiben die 25 Tore beim Heimsieg gegen Ismaning. Eine Einladung für die Gegnerschaft, die weiß, dass gut verteidigt halb gewonnen ist.
Ganz im Gegensatz zur makaber-schlechten Halbzeit gegen den ASV Dachau, der übrigens dem Tabellenführer aus Bergtheim die erste Saisonniederlage zufügte, begann die Spielgemeinschaft diesmal gut und erzwang bis Mitte der ersten Hälfte ein Spiel auf Augenhöhe.
"Dann haben wir mal wieder zu viele Chancen vergeben und die Torhüterin regelrecht warmgeschossen", erklärte Tanja Sadowski den Viertore-Rückstand zur Pause. Weil SG-Trainer Norbert Senft seine Trainerlizenz über das Wochenende verlängerte, stand die Abteilungsleiterin diesmal am Spielfeldrand und coachte die Mannschaft zusammen mit der verletzten Lisa Wenzke.


Schwerstarbeit in der Abwehr

Um die offensiven Versäumnisse auszugleichen, musste in der Abwehr Schwerstarbeit verrichtet werden. "Wir haben gut verteidigt, Das hat aber viel Kraft gekostet, die uns vorne wieder gefehlt hat", sagte Sadowski. Nur einen Siebenmeter bekamen die Unterfranken in Halbzeit eins zugesprochen, weil die Allgäuer gar nicht zum unfairen Zupacken gezwungen wurden. "Unser Auftritt erinnerte an eine alte Lokomotive, der die Kraft fehlt."
Dazu kamen falsche Entscheidungen wie verfrühte Abschlüsse oder unnötige Einzelaktionen. Und dass mit Harz gespielt wurde, war aus Gästesicht gewiss kein Vorteil. Die Ottobeurer konnten sich dagegen auf ihre Spielmacherin verlassen, die neun Tore selbst erzielte und reihenweise kluge Bälle spielte, sodass der Vorsprung stetig wuchs. Weiter geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen die TS Herzogenaurach. Dann darf es gerne wieder etwas mehr sein.
Tore für die SG: Sabrina Kleinhenz (4), Anne Früh (4/2), Carolin Annon (2), Julia Albert (2), Theresa Kleinhenz (1), Anna Zimmer (1).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren