Waldberg
Fussball Relegation

Die Aufstiegsträume der Waster wurden durchkreuzt

Nach dem 3:0 durch Nordheims Frederik Johannes war es um die Westheimer im Kampf um den freien Platz in der Kreisliga Rhön geschehen.
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Nordheims Frederik Johannes (links) macht das 3:0 nach einem Sprint über den halben Platz. Unser Bild zeigt ihn im Duell mit Westheims Routinier Daniel Wendel, dem kein Tor gelang.  Foto: Hopf
Nordheims Frederik Johannes (links) macht das 3:0 nach einem Sprint über den halben Platz. Unser Bild zeigt ihn im Duell mit Westheims Routinier Daniel Wendel, dem kein Tor gelang. Foto: Hopf
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TSV Nordheim/Rhön - FC Westheim 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Julian Diemer (69.), 2:0 Denis Pfalzgraf (80., Foulelfmeter), 3:0 Frederik Johannes (87.).
Eine bittere 3:0-Niederlage handelten sich die Westheimer in Waldberg gegen den TSV Nordheim/Rhön ein und bleiben nach ihrer tollen Saison in der Kreisklasse Rhön. Doch enttäuscht sind weder Abteilungsleiter Bernd Wüscher noch Trainer Oliver Scholz: "Die Relegation war ein absolutes Zubrot, niemand hätte vor der Saison damit gerechnet, dass wir so weit kommen." Nordheims Spielertrainer Johannes Fischer hingegen war mehr als glücklich über den Sieg seiner Mannschaft, war nach Spielende aber auch sehr erschöpft und gratulierte den Westheimern: "Der starke Gegner hat uns alles abverlangt."


Zwei dicke Chancen für Westheim

In der ersten Halbzeit war noch kein Klassenunterschied zwischen Nordheim und Westheim erkennbar. Das Fehlen von Yanik Pragmann (19 Tore, Urlaub) und Niklas Siekmann (fünf Tore in den letzten drei Spielen, berufsbedingt) schwächte die Offensive der Waster aber enorm, obwohl Routinier Daniel Wendel als einzige Sturmspitze den Alleinunterhalter spielte. Mit seinem Tempo beschäftigte er die komplette Hintermannschaft von Nordheim, er gewann jedes Sprintduell.

Die beiden dicksten Chancen hatte Wendel in den ersten fünf Minuten, als er beides Mal am Nordheimer Torwart Marcel Heinrich scheiterte. Zur Mitte der ersten Halbzeit wurde es dann ein offener Schlagabtausch. Nordheim zeigte sich gut vorbereitet, brachte den guten Valentin Schmid immer wieder vor dem Strafraum in Bedrängnis.

Fünf Minuten lang gab es bei 28 Grad eine Trinkpause, die bitter nötig war. Die Akteure beider Teams spielten in der prallen Sonne. Nordheims Johannes Fischer tauchte nach 30 Minuten allein im Strafraum vor Westheims Keeper Pascal Kümmert auf, doch der zeigte eine Glanzparade und fischte den Ball von unten mit den Fingerspitzen von der Linie. Auf der Gegenseite verursachte Stefan Manger fast ein Eigentor: Er erwischte den Ball im Strafraum ungünstig und schoss das Spielgerät nur knapp am Tor vorbei (39.). Quasi im Gegenzug hämmerte Marcel Karlein einen direkten Freistoß auf die Latte des Westheimer Tores (43.). "Ich hatte eine bärenstarke erste Halbzeit meiner Mannschaft gesehen, die bis zur 70. Minute gut mitgehalten hat", erklärte Oliver Scholz nach dem Spiel. "Aber dann haben unsere Kräfte nachgelassen."


Mit mehr Druck und Offensivkraft

Nach der Pause startete Nordheim deutlich druckvoller und mit mehr Offensivpower. Eine Flanke von Björn Hergenhan landete auf der Oberkante der Latte (46.). Keine Minute später stand Denis Pfalzgraf allein im Strafraum und schoss vom Elfmeterpunkt den Ball knapp über das Tor, es hätte das 1:0 werden müssen. Das Spiel wurde ruppiger, es gab viele Verletzungsunterbrechungen. Johannes Fischer erarbeitete sich eine Doppelchance, als er liegend den Ball aufs Tor von Kümmert schaufelte (50.) und kurze Zeit später einen Flachschuss am Pfosten vorbeisetzte. Kümmert machte aber einen guten Eindruck und hielt die Westheimer im Spiel.

Bis er einen eigentlich harmlosen Schuss in die Mitte des Strafraums abwehrte, wo Julian Diemer stand, der den Ball in die Maschen setzte. Die völlig verdiente Nordheimer Führung hatte sich abgezeichnet. Als Johannes Fischer klar im Strafraum gefoult wurde, ließ sich Denis Pfalzgraf die Chance nicht nehmen und setzte den Elfmeter für den Torwart unhaltbar neben den Pfosten. Westheim konnte sich kaum noch hinten befreien, probierte zwar, über weite Schläge zu kontern, aber diese Versuche verpufften. Als Frederik Johannes über den dreiviertelsten Platz sprintete und im Eins-gegen-Eins Torwart Kümmert keine Chance ließ, platzten die Aufstiegsträume der Waster.

"Der Gegner zeigte sich sehr bissig, der Sieg geht am Ende absolut in Ordnung", sagte Scholz. "Yanik Pragmann und Niklas Siekmann haben wir schmerzlich vermisst, sie waren in der Offensive nicht zu ersetzen." Westheims Abteilungsleiter Bernd Wüscher war aber ebenso stolz auf sein Team wie Scholz: "Glückwunsch an Nordheim. Am Ende war für uns einfach nicht mehr drin."

Nordheim: Heinrich, Hergenhan, M. Hippeli, Stumpf, Pfalzgraf, F. Johannes, J. Fischer, Schmidt, Karlein, Manger, Diemer. Rückwechselspieler: A. Hippeli, F. Fischer, Stäblein.
Westheim: Kümmert, Vierheilig, Stein, Kohlhepp, Grek, Nöth, Wüscher, Schmid, D. Wendel, F. Martin, Greilich. Rückwechselspieler: Beck, T. Wendel.


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