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Fußball Kreisklasse Rhön 1

Der VfR Sulzthal kehrt in die Kreisliga zurück

Nach zehnjähriger Titelabstinenz feiert die Penquitt-Elf vorzeitig, weil der SV Aura Schützenhilfe in Untererthal leistet.
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Nach einer gefühlten Ewigkeit zurück in der Kreisliga: Unser Bild zeigt das Meisterteam des VfR Sulzthal mit (hinten, von links) 2. Vorsitzendem Stefan Seufert, Stefan Rechtenbacher, Vorsitzenden Peter Fenn, Felix Neder, Jan Bischoff, Fabian Weber, Trainer Stephan Penquitt, Benedikt Jammers, Frank Glöckner, Felix Kess, Alexander Unsleber, Michael Müller, Roman Olbrich und Andreas Mauder; (Mitte, von links) Michael Halboth, Timo Andruschek, Tim Eckert, Randy Diez, Maximilian Rausch, Benjamin V...
Nach einer gefühlten Ewigkeit zurück in der Kreisliga: Unser Bild zeigt das Meisterteam des VfR Sulzthal mit (hinten, von links) 2. Vorsitzendem Stefan Seufert, Stefan Rechtenbacher, Vorsitzenden Peter Fenn, Felix Neder, Jan Bischoff, Fabian Weber, Trainer Stephan Penquitt, Benedikt Jammers, Frank Glöckner, Felix Kess, Alexander Unsleber, Michael Müller, Roman Olbrich und Andreas Mauder; (Mitte, von links) Michael Halboth, Timo Andruschek, Tim Eckert, Randy Diez, Maximilian Rausch, Benjamin Volkmuth, Ralf Fella, Harald Tremer sowie (vorne, von links) Maximilian Kirschner, Timo Eichmann, Lorenz Halbig, Steffen Eichmann, Michael Grom, Andreas Halbig und Udo Waigand. Foto: VfR Sulzthal
SV Obererthal - VfR Sulzthal 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Maximilian Kirschner (12.), 0:2 Timo Eichmann (19.), 1:2 David Böhm (78.).
Zehn Jahre warteten die Sulzler auf ihren nächsten Titel. Untererthals Ausrutscher gegen Aura krönt die Penquitt-Elf vorzeitig zum Meister der Kreisklasse Rhön 1. Die derzeit etwas schwächelnden Rot-Weißen kamen als Gegner gerade recht. Doch brav Spalier stehen wollte die heimstarke Böhm-Elf keinesfalls für den designierten Kreisligisten. "Eine Halbzeit lang waren die Gäste deutlich am Drücker", berichtete Manfred Rüth. Mit einem sehenswerten Heber läutete Maxi Kirschner den VfR-Triumph ein. "Nach der Pause haben wir aber tolle Moral bewiesen und viel besser dagegen gehalten.
Das war auch die klare Forderung der gesamten Vorstandschaft." Zehn Treffer hatten sich die Obererthaler in den vergangenen zwei Spielen eingefangen, da war gegen die auswärts stets angriffslustigen Sulzthaler die Defensive natürlich mehr als vorgewarnt. In der Hinserie hatten die Rot-Weißen eine Nullnummer erkämpft. Ein ganz und gar untypisches Resultat für die Mannen vom Michaelsweg. "Nachdem David Böhm eine Ecke direkt verwandeln konnte, kam noch einmal richtig Spannung auf, denn es lag erneut ein Remis in der Luft", so Rüth. Timo Eichmanns Kracher an das Obererthaler Lattenkreuz machte allerdings deutlich, dass sich die Sulzthaler nicht auf Kompromisse einlassen wollten. "Für mich war Sulzthal schon vor der Saison der klare Favorit. Jetzt hat das Team meine Meinung bestätigt. Glückwunsch. Nun feiern in Obererthal eben die Gäste. Und das ziemlich lautstark", so Rüth.

FC Untererthal - SV Aura 1:2 (1:1). Tore: 1:0 Benedikt Hüfner (6.), 1:1 Mirko Hälbig (8.), 2:1 Sascha Graser (92.).
Die heiß begehrte Aufstiegsrelegation hatte die Viktoria bereits in trockenen Tüchern. Rein mathematisch war auch der Meister-Titel lange Zeit noch in Reichweite. Doch dieser Zug ist nach der Heimpleite gegen Aura endgültig abgefahren. "Aura hat unbedingt gewinnen wollen und müssen, das merkt man einer Mannschaft sofort an", berichtete Matthias Schäfer. "Wir hätten eigentlich schon nach wenigen Minuten mit 3:0 führen müssen, doch dann kam Aura plötzlich immer besser ins Spiel und hat uns richtig heftig unter Druck gesetzt. Unser Keeper Daniel Hammer war der beste Mann auf dem Platz. Er hat uns mit seinen tollen Paraden überhaupt noch im Spiel gehalten. Mit der letzten Aktion des Spiels macht Aura den Siegtreffer. Jetzt ist oben alles entschieden und im Tabellenkeller bricht die totale Spannung aus."

FSV Schönderling - BSC Lauter 0:0.
Die 1:3-Heimpleite gegen den TSV Oberthulba am Vatertag war ein herber Rückschlag für die willensstarken Schönderlinger. "Heute haben wir gegen Lauter ein 0:0 der besseren Sorte gesehen. Spielerisch war es vollkommen in Ordnung, nur sind zu wenige echte Chancen für uns herausgesprungen", berichtete Manuel Wießner. Sven Meyers Kopfball im ersten Durchgang geriet zu harmlos, Markus Dorn schloss in der Schlussphase nicht platziert genug ab. "Weil sowohl der SV Aura wie auch Oberthulba gepunktet haben, wird es nun eine ganz heiße Phase für uns", lautete Wießners Spieltagsresümee.

SpVgg Wartmannsroth - FC Westheim 0:7 (0:3). Tore:
0:1 Yanik Pragmann (3.), 0:2 Fabian Beck (42.), 0:3 Daniel Wendel (45.), 0:4 Fabian Beck (47., Foulelfmeter), 0:5 Daniel Wendel (60.), 0:6 Marcel Nöth (75.), 0:7 Fabian Beck (80.).
Längst abgestiegen sind die Wartmannsröther, bei denen nun endgültig die Luft raus ist. Eine halbe Stunde lang leisteten die Platzherren ordentlich Widerstand, dann brachen sämtliche Dämme und die schnellen Stürmer der Gäste um Spielmacher Yanik Pragmann schalteten und walteten nach Lust und Laune. Die Westheimer haben schon in den zurückliegenden Wochen durch teilweise überragende Offensivleistungen glänzen können und hatten auch im Hinspiel das halbe Dutzend voll gemacht. Am Ende hätte der Westheimer Kantersieg diesmal zweistellig ausfallen können, doch der FC zeigte Gnade gegen eine völlig desorientierte Wartmannsrother Mannschaft.

TSV Oberthulba - FC Hammelburg 3:1 (1:0). Tore: 1:0 Michael Römmelt (45.+2), 2:0 Patrick Wehner (50.), 2:1 Marian Wiesler (78.), 3:1 Sascha Weidner (83.).
Abstiegskampf pur an der Oberthulbaer Waldstraße. Die Gäste aus der Saalestadt hatten vor Wochenfrist in allerletzter Minute einen bitteren Nackenschlag von Reiterswiesen hinnehmen müssen und den überraschenden Ausgleich kassiert, Oberthulba behielt unter der Woche vor extrem großer Kulisse in Schönderling die Nerven und entführte drei wichtige Punkte gegen den drohenden Abstieg. Die Elf von Wolfgang Hertlein scheint im Endspurt plötzlich die zweite Luft zu haben und reißt den völlig verunsicherten FC Hammelburg nun endgültig in die Gefahrenzone. Vieles deutet darauf hin, dass die Abstiegsfrage erst am allerletzten Spieltag geklärt werden kann, wenn der SV Aura nach Oberthulba reist. "Das war ein hochverdienter Sieg. Allerdings hat der Wind heute eine große Rolle gespielt", berichtete Oberthulbas Coach Wolfgang Hertlein. "Von Hammelburg war nur wenig zu sehen."

SC Diebach - DJK Kothen 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Markus Wolf (31.), 1:1 Mark Kurek (75.), 1:2 Paul Konopka (92.).
Dass es am Diebacher Reuthweg zum Finale sportlich sorgenfrei ausklingt, verdanken beide Teams einer gewaltigen Leistungssteigerung im Saisonverlauf. Zwischenzeitlich hatte man sich in beiden Lagern in der Hinserie schon ernsthafte Sorgen gemacht, doch die Teams besannen sich ihrer ureigensten offensiven Qualitäten. Überschattet wurde das Match allerdings von einer halbstündigen Verletzungsunterbrechung, die nach Auskunft von Karsten Heurung nicht spurlos an den Kickern vorübergegangen war. "Das war schon heftig", so Heurung. Die Kothener machten ihre beiden Treffer jeweils nach Freistößen per Kopf, konnten ansonsten aber auch nur wenige spielerische Akzente setzen. "Eigentlich hätte dieses Spiel keinen Sieger verdient gehabt. Wir ärgern uns schon, dass wir in der Nachspielzeit noch einen Treffer kassiert haben, keine Mannschaft verliert gerne, auch wenn es um nichts mehr geht."

TSV Reiterswiesen - DJK Schondra 0:3 (0:0). Tore: 0:1 Patrick Barthelmes (64.), 0:2 Florian Heller (80.), 0:3 Ferdinand Leitsch (87.).
Obwohl die Schondraer Storch-Elf personell schon lange nicht mehr auf Rosen gebettet ist, bleibt sie in der Kreisklasse "ein harter Brocken". Beim TSV musste Interimscoach Christian Brauner in dieser Saison allzu oft die Kohlen selbst aus dem Feuer holen, damit die Reiterswiesener nicht in die Gefahrenzone abrutschen. Zunächst gestaltete der TSV die Partie ausgeglichen und kam durch Tobias Ehrenberg und Tobias Windberg zu guten Möglichkeiten. Die Platzherren waren mit einem extrem ausgedünnten Kader ins Rennen gegangen und hatten schon nach 30 Minuten ihr Wechselkontingent erschöpft. "Am Ende hat Schondra clever auf Konter gelauert und unsere Ballverluste gnadenlos bestraft", berichtete Tobias Vogel. "Wir wollten auch noch etwas bewegen, haben uns aber zu viele schnelle Gegenstöße eingefangen."
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