Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

Der HSC gilt als Außenseiter

Ist für Bad Neustadt eine Revanche gegen die MSG Groß-Bieberau möglich?
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Groß-Bieberau/Modau - Bad Neustadt (Samstag, 19 Uhr)

"Der HSC (12./14:26) befindet sich in Abstiegsgefahr", so lautete das allgemeine Fazit nach der letztwöchigen 20:30-Heimniederlage gegen den Tabellendritten aus Großwallstadt. "Der HSC befindet sich in Abstiegsgefahr", hieß es allerdings schon nach dem ersten Aufeinandertreffen mit der MSG (5./25:11), als die Rot-Weißen eine happige 25:34-Niederlage in der Bürgermeister-Goebels-Halle kassierten. Die Aussichten, in der Großsporthalle Revanche zu nehmen, dürften nach den letzten Auftritten beider Teams eher schlecht sein.

"Handball ist vor allem auch Kopfsache", kommentierte HSC-Coach Margots Valkovskis schon des Öfteren Misserfolge der Seinen, diese Erkenntnis bewahrheitete sich auch vor acht Tagen. Denn wie eine Mannschaft, die zur Halbzeit noch in Führung liegt, sich keine Viertelstunde später in einen Acht-Tore-Rückstand wirft, so auseinanderfallen kann, ist ein Rätsel. Aber auch nicht, denn solche Spielverläufe beruhen immer auf demselben Grund: Das Team kann nur schwer mit Rückständen umgehen, reagiert dann fahrig, schließt viel zu früh ab und rennt bei schwachem Rückzugsverhalten in Konter. Ein cleverer Gegner, und dieses Format kann man den Schützlingen von Ralf Ludwig unbesehen bescheinigen, kennt dann keine Gnade. "Wie alle andere Mannschaften in dieser Liga wird auch Groß-Bieberau keine Geschenke verteilen", ist sich Valkovskis sicher, der seine Mannen als "Außenseiter" ins Spiel gehen sieht. "Wir müssen einfach an die Leistung der ersten Halbzeit gegen Großwallstadt anknüpfen, auf Rückstand nicht mit Brechstangen-Handball reagieren und unseren Kombinationshandball konzentriert über 60 Minuten durchziehen."

Personell gesehen wird der komplette Kader Richtung Süd-Hessen reisen, lediglich Felix Wolf pausiert studienbedingt. Dass die Kurstädter ein ernstzunehmender Gegner sind, davor warnt auch MSG-Coach Ralf Ludwig die Seinen. Am vergangenen Spieltag mussten die MSGler bei der 31:32-Heimniederlage gegen die Dresdener eine knappe Niederlage hinnehmen, sollen bei Führung bis zur 57. Minute aber ihr bestes Saisonspiel abgeliefert haben. Vor allem die Routiniers Benedikt Seeger (9) und Daniel Zele (8) präsentierten sich torhungrig. Gerade die schnellen Außen Kris Jost und Felix Kossler bestrafen unplatzierte Würfe des Gegners postwendend. Dass die Hausherren zudem über ein starkes Torhüter-Duo (Martin Juzbasic, Saad Khan) verfügen, ist den Handballexperten bekannt. In dieser Hinsicht wünscht man auch den beiden HSC-Keepern Felix Schmidl und Fabian Tatzel eine Leistungssteigerung. "Ein Punkt in Groß-Bieberau, ebenso wie beim nächsten Heimspiel gegen Dresden, wäre natürlich ein Bonus", so Valkovskis.

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