Laden...
Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

Der HSC Bad Neustadt verliert den Faden

Dass der Erfolg der Südhessen in Ordnung ging, wollte selbst der eingefleischteste HSC-Fan unter den 505 Zuschauern nicht bestreiten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hochgestiegen, aber nicht oben geblieben: Nach schwacher Schlussphase verlor Gary Hines mit dem HSC Bad Neustadt das Heimspiel gegen die MSG Groß-Bieberau. Foto: Anand Anders
Hochgestiegen, aber nicht oben geblieben: Nach schwacher Schlussphase verlor Gary Hines mit dem HSC Bad Neustadt das Heimspiel gegen die MSG Groß-Bieberau. Foto: Anand Anders
HSC Bad Neustadt MSG Groß-Bieberau/Modau 27:31 (16:15).
Das Manko des HSC lag in der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive. Gerade in der letzten Viertelstunde, als nur vier Treffer gelangen, war das ganz offensichtlich. Die Linksaußenposition, zunächst Felix Wolf, dann Gary Hines, hing in der Luft. Auf halbrechts, wo Lukas Böhm schmerzlich vermisst wird, konnten weder Hines noch im zweiten Durchgang Michal Panfil die MSG-Abwehr in Angst und Schrecken versetzen. Maximilian Schmitt auf halblinks und Falk Kolodziej auf der Mittelposition waren zu sehr in 1:1-Situationen verwickelt, Franziskus Gerr war schlichtweg abgemeldet und bekam nur selten gute Anspiele. Vilim Leskovec versuchte viel, die Trefferquote indes fiel unbefriedigend aus. Trotzdem war auch diese Partie zu gewinnen, hätte die Mannschaft den Gegner nicht wie schon jüngst gegen Hüttenberg durch Eigenfehler ins Match zurückkommen lassen.
Wie gegen den Tabellenführer war auch diesmal zur Pause noch alles im Lot angesichts einer knappen Führung, vor allem dank der vielen Tore von Jan Wicklein.

Aus der Kabine kamen die Einheimischen konzentriert heraus, nutzten eine Zeitstrafe für den blass agierenden Maximilian Schubert zum 18:16 und lagen in den nächsten Minuten stetig mit zwei Treffern vorne, nach dem einzigen Tor durch Michael Panfil gar mit drei (25:22). Ein Polster, das nicht beflügelte, sondern, warum auch immer, eher lähmte. Es begannen drei ominöse Minuten, in denen den Valkovskis-Schützlingen nichts, "uns aber alles gelang" (MSG-Trainer Ludwig). Der ins Spiel gebrachte Ex-Großwallstädter Kris Jost sowie Buschmann, Lorenz und noch mal Jost drehten die Begegnung zum 26:25 für die MSG. Beim 27:27 hofften die heimischen Fans auf ein Happy-End. Doch in den letzten sechs Minuten herrschte beim Hausherrn absolute Flaute. Im Rückraum ging das Kombinationsspiel total verloren, die Verantwortung wurde schnell weitergegeben und lastete nur noch auf den Schultern von Schmitt und Kolodziej. Körperlich unterlegen, stürzten sich beide zwar in die gegnerische Deckung, produzierten dabei aber Stürmerfouls (Kolodziej) oder setzten den Ball mit Notwürfen am Gehäuse vorbei (Schmitt).
Tore für den HSC: Jan Wicklein (11/4), Maximilian Schmitt (5), Vilim Leskovec (4), Falk Kolodziej (3), Gary Hines (2), Michal Panfil (1), Franziskus Gerr (1).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren