LKR Bad Kissingen

Dem HSC Bad Neustadt den Schneid abgekauft

Bad Brückenauer Männer fügen der zweiten Mannschaft des Drittligisten die erste Niederlage bei. Zeitstrafe für den Torwart bringt die Münnerstädter in Königsberg aus dem Konzept.
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Nicht aufzuhalten: Tom Schumm (FC Bad Brückenau) vom Neustädter Peter Scheuplein. Foto: Anja Schmitt
Nicht aufzuhalten: Tom Schumm (FC Bad Brückenau) vom Neustädter Peter Scheuplein. Foto: Anja Schmitt
HSG Pleichach - SG Garitz/ Nüdlingen II 36:18 (19:8).
Schon im Vorfeld hatte sich die Bayernliga-Reserve nicht allzu viel beim Tabellenführer ausgerechnet. Trainerin Melanie Dotzer stand nur ein arg dezimierter Kader zur Verfügung, lediglich neun Spielerinnen waren einsatzfähig. "Das ist eine schwierige Situation für uns mit den vielen Verletzten", weiß Melanie Dotzer, dass sie dieses Problem auch bei den zwei noch ausstehenden Spielen bis zur Winterpause haben wird. Nicht nur im Angriff, wo man nicht konsequent in die Lücken gestoßen ist, hatten die Gäste ihre Probleme. "In der Abwehr sind wir zu zart besaitet, da wird nicht konsequent genug hingelangt", sah Melanie Dotzer als Hauptursache für die deutliche Schlappe. ts
Tore für die SG: Nicola Krapf (5), Katharina Hofmann (4/3), Theresa Kleinhenz (3), Sarah Zintl, Nadja Heer (je 2), Milena
Schmitt, Annalena Böhm (je 1).

DJK Nüdlingen - TSV Lohr III 35:27 (17:15).
Abstiegskampf pur in der Nüdlinger Schloßberghalle. Mit dem ersten Saisonsieg über die Lohrer Landesliga-Dritte bereiteten sich die "Schloßherren" ein vorweihnachtliches Geschenk. "Es war aber eine schwere Geburt, denn die Mannen aus dem Spessart haben nie locker gelassen, fast am Boden liegend rappelten sie sich immer wieder auf. Gut, dass in kritischen Situationen Manuel Bott Großartiges zwischen den Pfosten leistete," resümierte der sichtlich zufriedene DJK-Coach Oliver Speck. Die Gastgeber kamen zunächst nicht ins Spiel, wirkten bis zum 6:8 nervös, zu behäbig. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit dem vorgeschobenen Maximilian Memmel, gelang es den DJKlern dann, den Lohrern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Angeführt vom überragenden Memmel pushten sich die Speck-Schützlinge gegenseitig hoch. Die zweite Halbzeit begannen die Hausherren mit viel Schwung, zogen auf 20:15 davon, um dann wieder den Gästen das Terrain zu überlassen, die zum 21:21 ausglichen. Über Ballgewinne und Gegenstöße mit dem Duo Kiesel/ Memmel fassten Specks Mannen wieder Selbstvertrauen. "Das war am Ende ein Sieg des Willens", atmete Speck auf. ksei
Tore für Nüdlingen: Maximilian Memmel (10), Bastian Kiesel (8), Sebastian Leurer (5), Sebastian Wilm (4), Johannes Bötsch, Philipp Wilm (je 2), Marcel Jouk, Vinzent Przybilla, Alexander Schmitt, Marcel Przybilla (je 1).

FC Bad Brückenau - HSC Bad Neustadt II 34:24 (15:11).
Die Kurstädter haben das Verfolger-Duell gegen den alten Rivalen HSC Bad Neustadt II überraschend deutlich gewonnen und mit dem 34:24-Erfolg den Gästen die erste Saisonniederlage zugefügt. "Das war ein heißer Kampf und zudem ein richtig gutes Handballspiel. Der Heimvorteil und die Zuschauer haben uns sehr geholfen." Klaus Sieß weiß wovon er spricht. "Wir haben dem Rhöner Handballstolz den Zahn gezogen." Mit schnellen Beinen hatte die 6:0-Deckung mit dem überzeugenden Torhüter Peter Feuerstein die Gäste von Beginn an im Griff. Mit gnadenloser Härte ließ man den Gegner nicht zur Entfaltung kommen, der über 5:5 und 8:8 mit einem 11:15-Rückstand in die Pause musste. In der ersten Phase der zweiten Halbzeit stand das Spiel auf der Kippe, zumal die Brückenauer Maximilian Richter, Michael Müller und später auch Oliver Hilbert nach jeweils drei Zeitstrafen disqualifiziert (Rot) wurden. Klaus Sieß gelang es aber, sein Team nach taktischen Umstellungen in Schwung zu halten, das erst nach einer 18:12-Führung so etwas wie einen Einbruch hatte und beim 19:18 zu zittern begann. Allerdings hatte man ja noch Keeper Mark Hannig, der wie ein Fels in der Brandung stand, und im Offensivbereich feuerte Simon Richter aus allen Lagen. "Seine Leistung in dieser Phase war unglaublich", lobte Sieß. ksei
Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (15/2), Peter Karl (4/1), Leopold Richter, Maximilian Richter (je 3), Simon Weiner, Michael Müller, Tom Schumm, Nick Schumm (je 2), Oliver Hilbert (1).

TSV Bergrheinfeld - FC Bad Brückenau II 32:19 (16:7).
Mit der Bad Brückenauer Reserve ist derzeit kein Staat zu machen. Nach der Schlappe in Königsberg gab es für sie auch beim TSV Bergrheinfeld eine heftige Klatsche. Als Entschuldigung sollte man geltend machen, dass eine sogenannte Rumpf-Sieben auflief, die früh in Rückstand geriet und kein Mittel fand, den Bergern das Handwerk zu legen. Die jungen TSVler übten viel Druck aus, dem auch Keeper Michael Pragmann nicht standhalten konnte. Zudem fehlte den Gästen in der Offensive ein Spielgestalter von Format. Nur in der letzten Viertelstunde spielten die FCler auf Augenhöhe, aber da war schon alles verloren. Von den wenigen Trümpfen stach nur Jan Markovics, der sein Wurfpotential ausschöpfte. ksei
Tore für Bad Brückenau: Jan Markovics (8), Benjamin Krenzer (4), Sven Markovics (3), Markus Helgert, Urs Grewen, Udo Frank, Patrick Piller (je 1).

TV Königsberg - TSV Münnerstadt 30:28 (17:13).
"Wir waren die bessere Mannschaft." Mit dieser Aussage überraschte Münnerstadts Trainer Joe Ortner nach der Niederlage beim Spitzenreiter. "Wir waren nur in zwei Phasen der Begegnung zu nachlässig, sonst hätten wir gewonnen." Die erste Auszeit nahm sich sein Team nach einer 7:5-Führung, da wurde in der Abwehr fahrlässig agiert, was Königsberg clever ausnutzte und einen Drei-Tore-Vorsprung herauswarf. In der Pause änderte der TSV-Trainer die Taktik, ließ offensiver verteidigen. Das zahlte sich aus, in der 50. Minute führte Münnerstadt 26:23. "Dann kam die Schlüsselszene, Jan Kopij, der im Wechsel mit Siggi Plugatyrev glänzend gehalten hat, musste für zwei Minuten vom Feld. Er hatte nach einem parierten Gegenstoß zu überschwänglich gejubelt", musste Joe Ortner über diese Schiedsrichter-Entscheidung fast lachen. Königsberg drehte das Spiel zu seinen Gunsten. ts
Tore für Münnerstadt: Maxi Hartmann (7), Andreas Petsch (6), Kilian Gessner (4), Lukas Ortner (3), Patrick Spiller, Michael Ortner, Jan Potoradi, Nikolai Karl (alle 2).

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