Bad Kissingen
Talentsichtung

Das Projekt (wieder)entdeckt hinterließ Eindruck

Unter dem Strich war das eine richtig gute Aktion, die da über die Bühne ging im Sportpark, dann auf dem Kunstrasenplatz in Winkels mit mehreren hundert Teilnehmern.
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Fühlte sich wohl in Bad Kissingen: Martin Daxl vom Projekt "(wieder)entdeckt." Foto: Jürgen Schmitt
Fühlte sich wohl in Bad Kissingen: Martin Daxl vom Projekt "(wieder)entdeckt." Foto: Jürgen Schmitt
Grund zum Wundern hatte es ja in den vergangenen Tagen gegeben. Eine Talentsichtung im November mit ehemaligen Bundesliga-Stars wie Thomas Häßler, Michael Sternkopf oder Otto Addo? Und das alles in Bad Kissingen? "Wir hatten den Termin mit unseren Sponsoren so abgesprochen", hatte Martin Daxl im Rahmen der Pressekonferenz erläutert. Der Macher der Aktion "(wieder)entdeckt" war ebenso vor Ort wie die angekündigten Stars von einst.

Unter dem Strich eine richtig gute Aktion, die da über die Bühne ging im Sportpark, dann auf dem Kunstrasenplatz in Winkels mit mehreren hundert Teilnehmern, die in größeren Gruppen gesichtet und bewertet wurden von der Prominenz, die natürlich viel Aufmerksamkeit mit an die Saale gebracht hatte. "Ein Lob an alle Beteiligten und Helfer. Auch in Richtung der Stadt Bad Kissingen. Man sieht, was man in kurzer Zeit bewegen kann", sagte Martin Daxl zur Deutschland-Premiere seines Projektes, das in den nächsten Jahren durchstarten soll. Und das weitergeht mit den Sichtungen in Würzburg, Fulda und Gelnhausen. Daxl spricht gerne vom zweiten Bildungsweg in Sachen Fußball. Ein breit angelegter Weg, den jeder Einzelne verfolgen kann, weil das Angebot dank der Sponsoren kostenlos ist. Und weil Beziehungen oder die aktuelle Liga-Zugehörigkeit keine Rolle spielen. Über mehrere Jahre wurde mit viel Knowhow ein Bewertungssystem basierend auf Noten entwickelt, das fair und transparent ist. Beratend zur Seite stand unter anderem Bernhard Peters, ehemaliger Hockey-Nationaltrainer, Ex-Sportdirektor bei der TSG Hoffenheim und aktuell Sport-Direktor beim Hamburger SV. "Am Ende der Sichtung haben wir eine seriöse Bewertung, die später digitalisiert wird", erklärt Daxl. Dass innerhalb des Trainerteams verschiedene Typen von (ehemaligen) Spielern sind, gehört zum Konzept.

"Wir schaffen hier eine zusätzliche Wertschöpfung für den deutschen Fußball", schwärmt der Ideengeber. Am Finaltag in Gelnhausen dürfen 25 bis 30 Personen vorspielen. "Wir laden die Profivereine ein. Und lassen uns selbst überraschen, wer auftauchen wird", sagt Daxl, der den Talenten mit diesem Konzept auch in der Persönlichkeitsentwicklung zur Seite stehen will. Um die fußballerische Qualität zu testen, sollen die "Finalisten" gegen ein Topteam der Region spielen. Am Vorabend des DFB-Pokal-Endspiels in Berlin ist ein Match gegen einen Erstliga-Verein angedacht. Martin Daxl geht seine Visionen mit Akribie an. Mit Bad Kissinger Unterstützung.
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