Bad Kissingen
Tennis

Bei Herren 30 des TC Rot-Weiß steht Teamgeist im Mittelpunkt

Nach dem Sieg gegen den Mitkonkurrenten Lerchenbühl Bayreuth steht nun das Schlagerspiel beim ebenfalls ungeschlagenen Tabellenführer Coburg an.
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Nervenstark im Match-Tiebreak: Christian Röder. Foto: ssp
Nervenstark im Match-Tiebreak: Christian Röder. Foto: ssp
TC RW Bad Kissingen - TC Lerchenbühl Bayreuth 12:9 .
Die erwartet enge Kiste war das Landesliga-Spitzenspiel der Herren 30 der Rot-Weißen gegen Bayreuth. Beide Teams waren neben dem Topfavoriten Rot-Weiß Coburg noch ungeschlagen. In den Einzeln mussten die Kissinger Dominik Kiesel und Christian Röder in den Matchtiebreak, wobei Christian Röder mit einem spielerisch starken und konzentrierten Endspurt einen 5:9-Rückstand mit vier Matchbällen für den Gegner noch in einen 11:9-Sieg drehte. "Das war eigentlich der Schlüssel zum Erfolg", freute sich der mit einem Muskelfaserriss zum Zuschauen verdammte Mannschaftskapitän Timo Schaffelhofer. Für die Rot-Weißen gewann noch Richard Pucher seine Partie glatt in zwei Sätzen, so dass es bei Niederlagen von Bela Mozes, Christian Hänlein und Jörg Schaffelhofer 6:6 nach den Einzeln stand.
"Da wir aus dem Einzel wussten, dass der bei Bayreuth an Nr. 1 spielende Tscheche Jiri Novy sehr stark ist - immerhin hat er unsere Nummer eins Bela Mozes 6:1/6:2 geschlagen - mussten wir uns in den Doppeln etwas einfallen lassen. Da war es natürlich von Vorteil, dass sich Emil Dascalu sofort bereit erklärt hat, wenn notwendig, einzuspringen", berichtet Timo Schaffelhofer, dass das Team gemeinsam beschloss, Emil Dascalu für Jörg Schaffelhofer Doppel spielen zu lassen. Und das zahlte sich aus. Erwartungsgemäß verlor zwar das Spitzendoppel Bela Mozes/ Dominik Kiesel, doch sicherten Christian Hänlein/Christian Röder mit 6:4/6:3 und Richard Pucher/Emil Dascalu mit 7:5/6:0 den knappen Erfolg. "Hier hat Emil Dascalu ohne große Matchpraxis sein nach wie vor vorhandenes Können unter Beweis gestellt", lobte Vorstand Klaus Beck.
Am kommenden Samstag kommt es nun in Coburg zum alles entscheidenden Spiel um die Meisterschaft. "Auf Grund des bisherigen Rundenverlaufs dürften die Gastgeber allerdings in der Favoritenrolle sein", glaubt Klaus Beck. Der Meister steigt in die Bayernliga auf, was natürlich auch die Kissinger reizen würde. "Wir schauen was am Ende rauskommt. Wenn es dann klappt, möchten wir das mal ausprobieren. Wobei wir wissen, dass das eine riesige Herausforderung wäre. Wichtig ist uns, dass die Mannschaft zusammen bleibt und die Spieler antreten, die den Aufstieg geschafft haben. Irgendwelche Spieler 'einkaufen' wollen wir nicht", stellt Timo Schaffelhofer klar.
Das Team verfügt auch so über reichlich Qualität und Erfahrung. Der Rumäne Bela Mozes (Jahrgang 1969) unterstützt das Team immer wieder gerne und ist schon lange beim TC Rot-Weiß. "Dankbar sind wir unserem Präsidenten Hans Markwalder, der die Unterbringung in Bad Kissingen ermöglicht. Die Aufwendungen von Bela Mozes für die Reise werden von der Mannschaft getragen. Neu ist ein Mannschaftsetat, den der Verein allen Mannschaften zur Verfügung stellt", erläutert Timo Schaffelhofer. Dominik Kiesel kommt aus Nüdlingen und hat schon früher aktiv beim TC Rot-Weiß gespielt. Während des Studiums war er in Schweinfurt aktiv, doch nach seinem 30. Geburtstag wechselte er wieder zu den Kissingern. "Seitdem ist er eine feste Größe in der Mannschaft", so der Kapitän. Das gilt auch für den Österreicher Richard Pucher, den die Liebe und die Arbeit (Betriebsleiter der KissSalis-Therme) nach Kissingen geführt haben.
Zu Christian Hänlein, der über Maßbach und Bad Brückenau zum TC Rot-Weiß kam, haben die Brüder Jörg und Timo Schaffelhofer eine langjährige sportliche Beziehung, spielte man doch gemeinsam beim FC 06 Fußball. Der bald 40-jährige Christian Röder, der aus Burglauer stammt, ist ein Kissinger Urgestein und fester Bestandteil der Mannschaft. Neben dem 41-jährigen Timo Schaffelhofer, der Mitbegründer und Mannschaftsführer ist, gehört auch dessen 39-jähriger Bruder Jörg zum Team, der immer da ist, wenn er gebraucht wird. Das gilt in gleichem Maße für Johannes Brand (42). "Giovanni fühlt sich, obwohl er nicht mehr so oft zum Einsatz kommt, sehr mit der Mannschaft verbunden", so Timo Schaffelhofer.
Ein- bis zweimal pro Woche trainiert die Mannschaft gemeinsam. Der gute Teamgeist zeigt sich auch in weiteren gemeinsamen Aktivitäten wie Skifahren, Schnuppertraining beim Golf und natürlich bei der jährlichen Mannschaftsfeier. "Diese wird immer aus den Strafgeldern bezahlt - Schläger schmeißen, zu spät kommen, verlieren, alles kostet Strafe", verrät Timo Schaffelhofer, dem besonders gefällt, dass sich alle Spieler in den Dienst der Mannschaft stellen. Ein besonderes Highlight, am liebsten als Meister, ist noch in der Planung. "Eventuell machen wir eine Abschlussfahrt zu Bela Mozes nach Brasov."
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