Hammelburg

Aus dem angestrebten Punkt wurden sogar zwei

Hammelburger Mädels gewinnen nach 1:2-Rückstand noch 3:2 gegen den TV Planegg-Krailling.
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TV/DJK Hammelburg - TV Planegg-Krailling 3:2 (22:25, 25:22, 13:25, 25:22, 15:13).
Mit einer tollen Moral haben die Hammelburger Mädels ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen. "Das haben die Mädels gut hingebracht, das war klasse, wie sie sich selber aus dem Sumpf gezogen haben", lobte Trainer Lutz Zinngraf. Immerhin fehlten mit Christin Heim, die beruflich verhindert war, und der nach einer Krankheit noch geschwächten Jana Baumgart zwei wichtige Spielerinnen. Ein Sonderlob hatte Zinngraf für Libera Denise Roy parat. "Wir fordern von ihr Härte und lautstarke Dominanz auf dem Feld und sie nimmt diese Rolle mehr und mehr an." In Maxi Bindrum hat das Trainerteam auf dieser Position eine junge Spielerin mit Perspektiven. "Besonders in der Abwehr ist sie schon sehr gut."
Im ersten Satz gaben die Hammelburgerinnen eine 11:6-Führung noch aus der Hand.
"Planegg hat sehr stark aufgeschlagen, wir haben die Bälle nicht richtig vorgebracht, so dass Christine Fell meist aus dem Lauf heraus stellen musste", analysierte der Trainer. Auch taktische Wechsel und die zeitweilige Umstellung auf einen Dreier-Block fruchteten nicht, die Gäste gingen in Führung.
Im zweiten Durchgang gingen die Gastgeber hoch konzentriert zu Werke. "Da haben wir die Schwächen in der Annahme von Planegg ganz bewusst ausgenutzt", sah Lutz Zinngraf seine Mannschaft permanent in Führung liegen. "Das haben wir sicher nach Hause geschaukelt."
Umso erstaunlicher der Leistungsabfall im dritten Satz. "Das ist immer der schwierigste", zuckte Zinngraf etwas ratlos mit den Schultern. Einer Aufschlagserie von 10:8 auf 17:9 hatte der TV/DJK nichts entgegen zu setzen. Olli Möller, neben Zinngraf der zweite Trainer, probierte es mit taktischen Wechseln, gönnte Christine Fell eine kleine Pause. "Die junge Selina Helfmann hat ihren Job als Zuspielerin super erledigt. Respekt, ich wünsche mir, dass sie so weiter wächst", so Lutz Zinngraf, der ansonsten sein Team "vom Kopf her weg" sah.
Dass sie locker mithalten können gaben Olli Möller und Lutz Zinngraf für den vierten Durchgang mit auf den Weg. "Wir wollten wenigstens einen Punkt, und wir hatten nichts mehr zu verlieren" erlebte Zinngraf, dass das Team frei aufspielte. Entscheidend war bei 16:19 eine Aufschlagserie von Christine Fell, die die Bälle immer wieder sehr kurz schlug und so für sieben Punkte in Folge sorgte. Der Tiebreak war geschafft.
Hier lagen die Hammelburger von Beginn an vorne - Christine Fell hatte für das 2:0 gesorgt. "Klar war das eine enge Kiste, aber wir lagen bis zum Schluss immer mit zwei Punkten vorne", war Lutz Zinngraf heilfroh, als aus dem angestrebten einen sogar noch zwei Punkte geworden waren. Bei den Gästen rächte sich, dass sie "nur zwei bis drei gute Aufschläger haben". Für die Zukunft sieht das Trainergespann das Team gerüstet. "Wir kennen unsere Baustellen und werden uns im taktischen Bereich weiter verbessern."
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