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Volleyball

Zweite Hammelburger Damenmannschaft steht vor dem Titelgewinn

Mit zwei Siegen die Tabellenführung erobert. Auch die zweite Männermannschaft feiert zwei Siege. TSVgg Hausen II kann noch den Aufstieg in die Kreisliga schaffen.
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Mit Schmackes: Lorenz Karlitzek (rechts/TV/DJK Hammelburg) versenkt den Ball vorbei an Daniel Hauk (TSV Jahn Würzburg) im gegnerischen Feld. Foto: ssp
Mit Schmackes: Lorenz Karlitzek (rechts/TV/DJK Hammelburg) versenkt den Ball vorbei an Daniel Hauk (TSV Jahn Würzburg) im gegnerischen Feld. Foto: ssp
TV/DJK Hammelburg II - TSV Jahn Würzburg 3:2 (17:25, 17:25, 25:23, 27:25, 15:13).
Ohne Leonhard Hepp (Grippe) und Bastian Streitel (Trainingsrückstand) traten die Hammelburger gegen den Tabellenzweiten aus Würzburg an. Nach einer verheißungsvollen Aufschlagserie von Philipp Hennig und einer 5:1-Führung drehten die Würzburger auf und holten sich locker den ersten Satz. Auch im zweiten Durchgang war keine Besserung in Sicht. André Helfmann fand bis dahin noch nicht richtig ins Spiel, Lorenz Karlitzek war nach einer Woche Grippe noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, so musste auch dieser Satz abgegeben werden. Trainer Olli Burtchen hatte seine Hoffnungen eigentlich schon begraben, wurde aber von seiner Truppe angenehm überrascht. Nach einigen Umstellungen und einer deutlichen Steigerung wurde der dritte Satz erkämpft.
War das schon ein nervenaufreibend, so steigerte sich die Spannung im vierten Durchgang noch. Das Spielegeschehen wogte auf hohem Niveau hin und her. In der entscheidenden Situation schlug Lorenz Karlitzek mit Wucht über den gegnerischen Block und machte so den Sack zu. Im Tiebreak wuchsen alle Spieler über sich hinaus und verdienten sich den Sieg.

TV/DJK Hammelburg - TG Veitshöchheim 3:1 (25:15, 17:25, 25:20, 32:30).
Im zweiten Spiel konnte der geschwächte Lorenz Karlitzek nicht mehr eingesetzt werden. Olli Burtchen musste sein Team umstellen, brachte mit Felix Schultheiß einen neuen Steller, dafür wechselte Philipp Hennig auf die Diagonalposition und Christian Schäder übernahm den Platz Lorenz Karlitzek. Eine sehr gewagte Aufstellung gegen Veitshöchheim, hatte man doch das Hinspiel trotz Topbesetzung mit 2:3 verloren. "Doch das war an diesem Tag egal, denn die Truppe war so eingeschworen und fightete um jeden Ball, so dass der Gegner immer unter Druck stand ", freute sich Olli Burtchen. Nach dem schnellen ersten Satzgewinn ließ die Konzentration nach, der Gegner ließ sich nicht zweimal bitten und glich aus. Burtchens heftige Ansprache beim Seitenwechsel verfehlte ihre Wirkung nicht. Hoch konzentriert nahmen die Gastgeber das Spiel wieder in die Hand und holten Punkt für Punkt bis zum Satzgewinn. Im vierten wurde das Nervenkostüm des Trainers erneut arg strapaziert. Immer wieder schafften es die Saalemänner, sich etwas abzusetzen, doch danach ließ man sich genauso schnell wieder die Punkte abnehmen. Endlich führte Hammelburg mit 31:30, da zeigte Steller Felix Schultheis sein Können und stellte Philipp Hennig blockfrei, der aus dem Rückraum sicher verwandelte.

TSV Lohr - TV/DJK Hammelburg II 0:3 (19:25, 9:25, 17:25).
Im ersten Satz hielt Lohr bis zum 18:18 mit, dann bewiesen die von Dietmar Gleisle gecoachten Saaledamen den längeren Atem. Was folgte war im zweiten Satz eine Demonstration Hammelburger Stärke, selbst nach Auszeiten fand Lohr keine Gegenmittel . Über 10:4 und 23:8 nach einer Aufschlagserie von Selina Helfmann wurde der Gegner im Schnelldurchgang abgeledert. Im dritten Durchgang ließ man anfänglich die Zügel etwas schleifen, doch nach dem 10:10 fand der TV/DJK zu gewohnter Stärke zurück. Mit überzeugenden Leistungen von Libera Johanna Wüscher und Lena Bindrum auf der Diagonalposition konnte nach 67 Minuten der erste Sieg gefeiert werden.

TV/DJK Hammelburg - TSV Wollbach 3:1 (18:25, 25:13, 25:22, 25:20).
Im Landkreisderby erwischte Wollbach den besseren Start. Die Hammelburgerinnen hatten in der Annahme Probleme mit den starken Aufschlägen der TSVlerinnen und im Angriff fehlte ihnen die Durchschlagskraft. Das änderte sich erst im zweiten Satz, als man seinerseits mit starken Aufschlägen schnell mit 9:0 davonzog und Wollbach nicht mehr ins Spiel kommen ließ. Im dritten Durchgang lieferten sich beide Teams bis zum 11:11 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe Hammelburg sich das entscheidende Übergewicht erspielte. Der neue Tabellenführer ließ auch im vierten Satz nichts mehr anbrennen und überzeugte mit einem sicheren Mittelblock. Paula Hepp glänzte in der Abwehr und mit konstanten Aufschlägen.

TSVgg Hausen II - FC Fuchsstadt 3:1 (25:17, 17:25, 25:20, 25:14).
Die Häusler Mädels fügten dem bis dato ohne Satzverlust spielenden Gegner mit einer großartigen Mannschaftsleitstung die erste Niederlage bei. Mittelangreiferin Monique Junge wurde besonders im ersten Satz immer wieder von Steffi Böhm in Szene gesetzt. Auch der Verlust des zweiten Satzes brachte Hausen nicht aus dem Konzept. Dank einer bombensicheren Abwehr um Libera Vivien Heidt und erfolgreiche Angriffe über Außen von Lisa Janocha und Pauline Künzl fand man zurück in die Erfolgsspur. Im vierten Satz sorgten Cara Götz und Monique Junge mit sehr effektiver Blockarbeit und starken Angriffen für das entscheidende Plus. "Vor vielen Zuschauern zeigten unsere Youngster was sie gelernt haben", resümierte Trainer Robert Seller, der auch Kerstin Ankenbrand und Ann-Katrin Servatius lobte. "Sie sind immer zur Stellemit einer guten Annahme und variablen Zuspielen für die Angreifer."

TSVgg Hausen II - TSV Uns leben 2:3 (25:23, 23:25, 19:25, 25:20, 13:15).
"Ich hätte es den Mädels so gegönnt, auch dieses Spiel zu gewinnen", meinte Robert Seller nach der äußerst knappen Niederlage im Tiebreak. "Auch wenn es nur Kreisklasse ist, war dieses Spiel Werbung für unsere Sportart", war der Coach angetan von den aufregenden zwei Stunden und zwanzig Minuten. Die neu mitspielende Sabine Heidt fügte sich nahtlos in das überzeugende Team ein und glänzte ebenso wie Cara Götz, Monique Junge, Lisa Janocha, Vivien Heidt, Kerstin Ankenbrand, Steffie Böhm und Ann-Katrin Servatius. Nach dem Gewinn des ersten Satzes hätte im zweiten bei 23:22 eine kleine Vorentscheidung zu Gunsten der Häulerinnen fallen können, doch verletzte sich Cara Götz bei einer Angriffsaktion und der Faden riss. Erst im vierten Satz hatte die Mannschaft den Schreck und die Umstellung verarbeitet. Pauline Künzl, die auf der Mitte Cara Götz ersetzen musste, gab ihr Bestes. Die Mädels erkämpften sich mit unglaublicher Moral mit 25:20 den Tiebreak. "Weil sie in diesem eine 8:2-Führung noch verspielten, gab es anschließend viele Tränen zu trocknen", berichtete Robert Seller, der stolz auf seine Mädels war. "Da hat sich eine eine tolle Mannschaft entwickelt, die es am nächsten und letzten Spieltag in Schweinfurt selber in der Hand hat, sich den Titel durch zwei Siege zu holen."
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