Wollbach bei Bad Kissingen

Zwei Teams mit Charakter und ein glücklicher Gewinner

"Großbardorf hat uns ganz schön laufen lassen, aber meine Mannschaft und ich wollten unbedingt gewinnen", strahlte nach dem Spiel Tim Lindenau, Kapitän der SG Wollbach.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dieses ist der erste Streich: Raphael Höchemer (rotes Trikot) erzielt in dieser Szene den Führungstreffer für die SG Wollbach. Zu spät kommt der Rettungsversuch vom Großbardorfer Nicola Feder. Foto: Anja Schmitt
Dieses ist der erste Streich: Raphael Höchemer (rotes Trikot) erzielt in dieser Szene den Führungstreffer für die SG Wollbach. Zu spät kommt der Rettungsversuch vom Großbardorfer Nicola Feder. Foto: Anja Schmitt
SG Wollbach - TSV Großbardorf II 3:1 (2:1). Tore: 1:0 Raphael Höchemer (7.), 1:1 Jonas Schmitt (10.), 2:1 Elias Seufert (21.), 3:1 Leo Rottenberger (65.).
Auch glückliche Siege bringen drei Punkte. Eine einzige Gelegenheit besaßen die Rhöner nach dem Wechsel. Und die nutzte Leo Rottenberger zur Entscheidung mit seinem platzierten Schuss aus 20 Metern. Auf Fortuna allein hatten sich die Wollbacher freilich nicht verlassen. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit einem gut aufgelegten Keeper Max Morber und einer sich gut verschiebenden Viererkette um David Gleißner, Tim Lindenau, Tim Ehrenberg und Niklas Keßler. Auf der Sechser-Position spulten Leon Gessner und Leo Rottenberger ebenso ein enormes Laufpensum ab wie auf den Außen-Positionen Jonas Wiegand und Raphael Höchemer.
Und in vorderster Front beschäftigten Elias Seufert und Ramon Metz die Großbardorfer Abwehr."
Keinen seiner Spieler hatte SG-Trainer Andreas Lindenau vergessen. Auch nicht die Ersatzspieler. "Marius Kirchner, Luca Oppelt und Lukas Faber waren bei ihrer Einwechslung sofort im Spiel, während Niko Schulz diesmal leider nicht zum Einsatz kam."

Perfekt geriet der Start der Heim-Elf mit dem Führungstreffer von Raphael Höchemer nach der Zuarbeit von Niklas Keßler. Auch der Ausgleich der kleinen Gallier schockte die SG-Jungs nicht, die erneut vorlegten durch den Lupfer von Elias Seufert, während Jonas Wiegand zweimal knapp einen Torerfolg verpasste.
"Wir sind technisch überlegen, haben gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, sind aber nicht zwingend genug im Spiel nach vorne", stellte Großbardorfs Trainer Werner Meder nicht zum ersten Mal in dieser Saison fest. Dessen Team trat zwar in Bestbesetzung an, "aber wir haben körperlich den Nachteil, dass wir in der Kreisliga fast immer mit dem jüngeren Jahrgang spielen. Das lasse ich aber nicht als Ausrede gelten. Wir besitzen genügend technische Möglichkeiten, aber die nötige Leidenschaft haben wir nicht auf den Platz bringen können". Auch nicht die nötige Abschluss-Stärke angesichts der vergebenen Hochkaräter von Niklas Bauer, Max Kießner und Louis Meder. "Ich mache mir jedoch keine Sorgen. Die Jungs haben einen tollen Charakter." Den besitzen zweifelsohne auch die Wollbacher.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren