Hammelburg

Zwei Heimsiege für den TV/DJK Hammelburg

Während die Männer die Gäste aus Regenstauf nach allen Regeln der Kunst zerlegen, müssen die Frauen in den Tie-Break, um als Sieger vom Parkett zu gehen.
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Endstation: Der Hammelburger Block mit Sabrina Schlereth (links) und Christin Heim ist für Franziska Liebschner vom ASV Regenstauf nicht zu überwinden. Foto: ssp
Endstation: Der Hammelburger Block mit Sabrina Schlereth (links) und Christin Heim ist für Franziska Liebschner vom ASV Regenstauf nicht zu überwinden. Foto: ssp
TV/DJK Hammelburg - ASV Regenstauf 3:0 (25:13, 25:15, 25:11) - Als das Spiel begann, war der kubanische Diagonalangreifer der Gäste, Nayriem Martinez-Forbes, noch gut gelaunt und entsprechend auf das Spiel fokussiert. Doch das änderte sich schnell, als sich ihm der starke Hammelburger Block in den Weg stellte und mit Friedrich Fell, Felix Bendikowski und Moritz Karlitzek eine unüberwindbare Mauer darstellte. Als Michael Schottorf noch im Angriff nachlegte, rutschte das Stimmungsbarometer des besten Angreifers der Oberpfälzer in den Keller. Daran änderte sich während des gesamten Spiels nichts mehr. Die Saalemänner sammelten Punkt um Punkt und tüteten den ersten Satz schnell ein. "Was meine Jungs an diesem Abend präsentierten, war eine Demonstration in Sachen Volleyball", lobte Coach Tado Karlovic den starken Auftritt vor heimischem Publikum.

Dabei sah es vor der Partie gar nicht so gut aus für die Hammelburger Jungs. "Drei Spieler gingen mit einer nicht völlig auskurierten Erkältung ins Spiel, zudem fehlten mir die verletzten Dominik Seller, Aaron Dettner und Oliver Bauer", berichtete der Trainer.
Trotzdem änderte sich an der Überlegenheit auch im zweiten Durchgang nichts. Zwar variierten die Gäste ihre Aufstellung, doch die Hoffnung, mehr spielerische Anteile zu bekommen, hielt nur bis zum 8:8. Dann legten Oliver Möller und Co. eine Schippe drauf, der Block um Stefan Böhm und Henning Schulte stand sicher. Zudem holte Lukas Spachmann einige Bälle in der Abwehr, die anschließend Moritz Karlitzek und Felix Bendikowski im Feld der Regenstaufer versenkten.
Wer geglaubt hatte, der Schlendrian würde jetzt Einzug halten, wurde mehr als positiv überrascht. Wie im Rausch spielte der Tabellenführer weiter, begeisterte mit nahezu perfektem Spiel die Zuschauer, die nach dem Ende der einseitigen Partie ihr Team mit reichlich Applaus bedachten. Dagegen war Regenstaufs Kapitän Marcus Rumpf ziemlich bedient nach der Lehrstunde. "Wir wollten heute gut mitspielen, um uns für die nächste Spiele vorzubereiten, in denen wir realistische Chancen haben, Punkte zu holen. Statt dessen sind wir volleyballerisch verprügelt worden, wie man es kaum für möglich gehalten hätte."

TV/DJK Hammelburg - ASV Regenstauf 3:2 (25:22, 22:25, 25:11, 22:25, 15:13) - Nichts für schwache Nerven war diese Partie der Saaledamen auf Messers Schneide. Schließlich stand wenigstens ein Sieg zu Buche, auch wenn die Gäste einen Punkt mitnahmen. Die Hammelburger Annahme erlaubte sich immer wieder Schwächephasen, obwohl mit der genesenen Franziska Schlumprecht, die vergangenes Wochenende gegen Bamberg an allen Ecken fehlte, deutlich mehr Stabilität zurückkehrte. "Doch Jana Baumgart hatte leider wieder Annahmeprobleme, Regenstauf spielte deshalb oft gezielt auf sie", bedauerte Co-Trainer Thomas Oschmann. So konnten die Mittelangreiferinnen zu selten in Szene gesetzt werden. Auf Diagonalangreiferin Britta Lohneiß war allerdings Verlass und da auch Melanie Meder am Netz erfolgreiche Szenen hatte, ging der erste Durchgang knapp an die Einheimischen.
Der Hammelburger Motor lief auch zu Beginn des zweiten Satzes nicht rund. Sabrina Schlereth, zuvor bereits für Christine Fell eingewechselt, schlug sich wacker, ehe sie beim Stand von 15:18 Katharina Wehner weichen musste. "Damit wollten wir vor allem die Annahme stabilisieren, es half nichts - verloren", hakte Oschmann den Ausgleich nach Sätzen schnell ab. In Durchgang drei schien der Hammelburger Knoten endgültig geplatzt. Carina Keilholz und Christin Heim konnten nun als Mittelangreiferinnen glänzen, da Annahme und Abwehr bei langen Ballwechseln gut funktionierte. Nach nur 18 Minuten lagen die Gastgeber mit 2:1 Sätzen vorne. Umso unverständlicher der folgende Einbruch. "Unkonzentriertheit, viele Eigenfehler, zu viele harmlose Lobs und viele uneffektive Außenangriffe - keine Spielerin von uns übernahm Verantwortung", ärgerte sich Thomas Oschmann.
Im fälligen Tie-Break rackerte Christin Heim in der Mitte, Christine Fells Aufschläge fanden vermehrt ihr Ziel. Mit unbändigem Siegeswillen ließen sich die Saaledamen auch von einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen nicht aus dem Konzept bringen und gingen ganz knapp als Gewinner durchs Ziel.
"Für die Moral ist dieser Sieg sehr wichtig. Unsere Mannschaft kann solche Spiele über den gemeinsamen Siegeswillen gewinnen - Selbstvertrauen ist hierfür eine unabdingbare Voraussetzung. Dieses werden wir im Training unter der Woche wieder stärken", verspricht Thomas Oschmann, der Paula Hepp ein vielversprechendes Debüt bescheinigte. "Diese talentierte Spielerin wird uns noch viel Spaß bereiten. Frank Otter und ich sehen sie als hoffnungsvollste Hammelburger Nachwuchsspielerin."

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