Nüdlingen
Handball Bayernliga

Zirndorf geht der SG Garitz/Nüdlingen in die Falle

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zieht SG-Trainer Harun Tucovic die richtigen Schlüsse. Sechs Tore in Serie lassen Zirndorf einknicken.
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Schwer zu halten: Frenzy Geis (rechts) von der SG Garitz/Nüdlingen lässt sich am Kreis auch nicht von der Zirndorferin Iris Blankenship aus der Fassung bringen. Foto: Hopf
Schwer zu halten: Frenzy Geis (rechts) von der SG Garitz/Nüdlingen lässt sich am Kreis auch nicht von der Zirndorferin Iris Blankenship aus der Fassung bringen. Foto: Hopf
SG Garitz/Nüdlingen - HG Zirndorf 27:20 (11:11).
Ganz fein gewebt war das Netz. Quasi unsichtbar. Als es das Opfer bemerkte, war es zu spät. Harun Tucovic hatte die perfekte Jagd-Strategie gewählt. Abwarten, um dann zuzuschlagen. "Wir haben mit einer 6:0-Abwehr begonnen, um zu sehen, was der Gegner kann", sagte später der SG-Trainer. Ein System, das zunächst wie maßgeschneidert passte angesichts einer 5:2-Führung nach zehn Minuten. Eine Momentaufnahme, die von der Realität eingeholt wurde. Denn auch die Mittelfranken hatten einen taktischen Kniff anzubieten, weil die eigentliche Stammtorhüterin zunächst auf der Bank saß. Auf deren Bewegungen war die Spielgemeinschaft vorbereitet. Stattdessen entpuppte sich der vermeintliche Ersatz als starker Rückhalt.

Diverse freie Würfe wurden vergeben, sodass die 250 Fans in der Schlossberghalle bis zur Pause ein ausgeglichenes und extrem physisches Spiel zu sehen bekamen. "Wir haben einige falsche Entscheidungen getroffen, sonst hätten wir schon zur Halbzeit klar geführt. Natürlich war zusätzlich Nervosität dabei im ersten Heimspiel der Saison", konstatierte Tucovic, der die richtigen Schlüsse zog. "Wir haben auf schnelle Spielerinnen im Rückraum gesetzt", sagte der Trainer, der zudem im Tor Stephanie Piske brachte für die bis dato gut haltende Pia Kunzmann und fortan im etwas offensiveren 5:1-System verteidigen ließ. Ein Plan, der besser nicht hätte aufgehen können. Sechs Tore in Folge erzielte die Heim-Sieben. Vor allem Anne Früh und Ronja Schwalbe profitierten von den Umstellungen. Zurecht stellte Tucovic allerdings die komplette Teamleistung heraus, weil ungeachtet der vielen Wechsel der Rhythmus passte. Über 19:12 und 24:15 verdienten sich die SG-Frauen die Ovationen des Publikums.

"Wir hoffen, dass in den nächsten Heimspielen gerade bei engen Spielständen noch mehr Stimmung von den Rängen und damit Druck auf den Gegner kommt", fand Harun Tucovic. Richtig Feuer unter dem Dach in der "Hölle Nord" braucht es nach dem Spiel beim TSV Winkelhaid am 18. Oktober, wenn das Spitzenteam aus Ismaning in die Schlossberghalle kommt. Beim Netz-Spinnen darf es ruhig auch etwas lauter sein.
Tore für die SG: Lisa Wenzke (5/1), Ronja Schwalbe (5/2), Sabrina Kleinhenz (4), Anne Früh (4), Julia Albert (2), Frenzy Geis (2), Carolin Annon (2), Anna Zimmer (2), Anna Kleinhenz (1).
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