Elfershausen

Vor Pokalspiel gegen Würzburg: Braunschweiger trainierten in Langendorf

Überraschend bezogen die Fußball-Profis von Zweitligist Eintracht Braunschweig Quartier in Elfershausen, um sich auf das DFB-Pokalspiel am Mittwoch bei den Würzburger Kickers vorzubereiten.
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Unscheinbarer Auftritt: Nur das Vereinswappen auf dem Trainingsanzug und der vor der Schule geparkte Vereinsbus der Löwen aus Niedersachsen verrieten, dass sich Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig den Sportplatz in Langendorf zum Abschluss-Training ausgesucht hatte vor dem Pokalspiel am Mittwoch bei den Würzburger Kickers. Foto: Jürgen Schmitt
Unscheinbarer Auftritt: Nur das Vereinswappen auf dem Trainingsanzug und der vor der Schule geparkte Vereinsbus der Löwen aus Niedersachsen verrieten, dass sich Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig den Sportplatz in Langendorf zum Abschluss-Training ausgesucht hatte vor dem Pokalspiel am Mittwoch bei den Würzburger Kickers. Foto: Jürgen Schmitt
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Löwen in Langendorf. Das taugt natürlich zur Schlagzeile. Keine Großkatzen zwar, dafür großartige Fußballer. Solche, die in der vergangenen Saison noch im Fußball-Oberhaus gespielt hatten. Und überraschend im Elfershäuser Ortsteil ihr Abschlusstraining absolvierten vor dem heutigen DFB-Pokalspiel bei den Würzburger Kickers (19 Uhr). Bereits Ende September hatten sich die Niedersachsen im Hotel Ullrich in Elfershausen per online-Anfrage für eine Übernachtung angekündigt. "Das war schon ein wenig überraschend", sagt der gastronomische Leiter Jan Kirchhof, auch wenn die Viersterne-Unterkunft reichlich Erfahrung hat mit Profikickern, die sich in der Beschaulichkeit des Saaletals auf die Saison oder andere Wettbewerbe vorbereiten.

Vor zwei Wochen war Stefan Löhser gefragt worden, ob der Zweitligist am Dienstagabend statt in Elfershausen beim SV Langendorf trainieren könne aufgrund der etwas besseren Flutlicht-Anlage. "Da haben wir im Verein schon gestaunt. So einen hochrangigen Gast hatten wir schließlich noch nie", sagt der Vorsitzende. "Als Vorgabe bekamen wir lediglich, dass der Platz gemäht sein sollte. Diesen Wunsch haben wir gerne erfüllt."
Auf Werbung für dieses Ereignis hatte der Verein verzichtet, aber herumgesprochen hatte es sich dann doch, weshalb der kurzerhand organisierte Sportheim-Dienst absolut Sinn machte. "Mit so vielen Zuschauern hatten wir nicht gerechnet. Wir sehen das als Kompliment unserer Mannschaft gegenüber", sagte Team-Manager Holm Stelzer angesichts der über 100 Besucher. Der 36-Jährige hatte für seinen Verein eigentlich eine Übernachtungs-Möglichkeit in oder bei Würzburg gesucht, "aber die passenden Unterkünfte waren ausgebucht. Da bin ich auf das Hotel Ullrich gestoßen".

Respekt vor den Kickers

Mit 20 Spielern samt dem vierköpfigen Trainerteam waren die Braunschweiger Löwen angereist. Vom Süden kommend. Nach ihrem Zweitliga-Spiel bei den Löwen von 1860 München hatte man Quartier in Unterschleißheim bezogen und in Lohhof trainiert, um am Dienstagmittag mit dem Vereins-Bus gen Unterfranken zu fahren. Ohne Sonderwünsche der Profis im Gepäck. "Wir brauchen einen Massage- und einen Besprechungsraum und wollen beim Essen unter uns sein. Die ruhige Lage kommt uns durchaus entgegen", sagt Stelzer während der 60-minütigen lockeren Trainingseinheit unter der Leitung von Torsten Lieberknecht, der mit großem Respekt vom Pokal-Gegner spricht.

"Die Würzburger Kickers werden wohl in die 3. Liga aufsteigen. Spieler wie Demirtas, Haller, Lewerenz, Shapourzadeh oder Vocaj sind uns natürlich ein Begriff", sagt der Chefcoach, der die Elf von Bernd Hollerbach im Regionalliga-Spiel gegen Bayreuth beobachten und Videoanalysen anfertigen ließ und sich Tipps von Trainer-Kollegen ("Von wem genau, verrate ich nicht") einholte. Nach einem Anschwitzen am Mittwochvormittag auf dem Elfershäuser Sportplatz geht es nach dem Mittagessen gen Mainfranken auf den Dallenberg, wo 12 000 Fans für ein ausverkauftes Stadion sorgen.

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