FC Fuchsstadt - TSV Bad Königshofen 3:3 (2:1) - Torfolge: 1:0 Harald Bayer (6.), 1:1 Phi lipp Herold (10.), 2:1 Johannes Feser (45.), 3:1 Simon Bolz (59.), 3:2 Frederic Werner (66.), 3:3 Maximilian Heusinger (79.).

Die Kohlenbergler rutschen nach dieser Punkteteilung wieder auf Platz drei zurück. "Aufgrund des Spielverlaufs geht das Ergebnis aber in Ordnung", fand FC-Pressesprecher Willibald Kippes. Der sah die frühe Führung der Gastgeber, als Harald Bayer nach Ecke von Simon Bolz einnetzte. Doch die Freude währte nicht lange: Nach einem Ballverlust der "Füchse" in der Vorwärtsbewegung setzte der zu spät angegriffene Philipp Herold das Spielgerät flach ins Toreck. In der fairen Auseinandersetzung, mit der Schiedsrichter Frank Tallner (Abtswind) keine Probleme hatte, erhöhten die Einheimischen den Druck, durften aber erst mit dem Halbzeitpfiff jubeln. Da schlug ein gefühlvoller Kopfball-Lupfer von Johannes Feser im TSV-Kasten ein.
Nach dem Seitenwechsel verkrampfte die Züchner-Elf etwas, schien aber nach dem 3:1, ein flatternder Freistoß von Simon Bolz fand aus 35 Meter überraschend den Weg ins Netz, auf der Siegesstraße zu sein. Doch die nimmermüden Grabfelder schlugen zurück, als nach erneutem Ballverlust der Platzherren im Mittelfeld Frederic Werner unbedrängt abzog. Die Anspannung bei den Hausherren war jetzt mit Händen zu greifen, sie mussten schließlich das 3:3 hinnehmen. "Vor dem Treffer hatten wir mehrmals die Gelegenheit, das Leder aus der Gefahrenzone zu schlagen, doch da hat sich unsere ab und an noch fehlende Cleverness gezeigt", wusste Kippes.
Fuchsstadt: Rösler - Ermisch, Thurn, Stöth, Luxem (35. Sauermann), Ch. Mützel (62. Plehn), Wolf, Wahler, Bolz - Bayer (73. Pfeuffer), Feser.

DJK Dampfach - TSV Münnerstadt 2:2 (1:1) - Torfolge: 1:0 Michael Bock (20.), 1:1 Hans-Christian Schmitt (45.), 1:2 Ahmet Coprak (76.), 2:2 Paul Tudor (87.) - Gelb-rote Karte: Stefan Lutz (Dampfach/89.).
Die TSVler standen kurz vor dem zwölften Saisonsieg, da machte ihnen Dampfachs Routinier Paul Tudor mit einem Heber doch noch den "Dreier" zunichte. Laut DJK-Informant Oliver Pritzens ging das Remis in Ordnung, weil sich die Zahl der Torchancen die Waage hielt. Nachdem TSV-Torjäger Simon Snaschel in der Anfangsphase zweimal scheiterte, legten die Gastgeber durch einen 20-Meter- Schuss von Michael Bock vor. Nachdem der Torschütze in der 44. Minute eine Hundertprozentige vergeben hatte, setzte im Gegenzug Hansi Schmitt die Kugel bei einem Freistoß in den Winkel.
Die Gäste kamen hellwach aus der Kabine. In der 46. Minute traf Michael Knysak den Pfosten, eine Minute später zeigte DJK-Keeper Dominik Holzmann bei einem Schuss von André Scheuring eine Glanzparade. Die Lauertaler waren jetzt feldüberlegen, und nach einem Steilpass ließ sich Ahmet Coprak nicht lange bitten. Sieben Minuten später hatte Henok Kiros die Entscheidung auf dem Fuß, traf aber das leere Tor nicht. Das rächte sich, denn der "alte Fuchs" Tudor guckte wenig später Münnerstadts Torwart Johannes Wolf aus. "Der Punkt ist für Münnerstadt gut, für uns viel zu wenig im Abstiegskampf", sagte Pritzens.
Münnerstadt: Wolf - Ph. Müller, Schmitt, Krell, D. Mangold (51. Wiethe) - Scheuring, Schmitt, M. Knysak, Coprak (82. Beck) - Snaschel, Kiros.

DJK Schwebenried - SV Garitz 3:1 (0:0) - Torfolge: 1:0 Manuel Weißenberger (59.), 1:1 Johannes Schlossbauer (Foulelfmeter/64.), 2:1 Patrick Drescher (72.), 3:1 Michael Fischer (86.) - Rote Karte: Bastian Reusch (Garitz/77.).

Vor 200 Zuschauern startete der SV Garitz verheißungsvoll mit dem Volleyschuss von Benedikt Lang nach einer Flanke von Spielertrainer Andrzej Sadowski. Schwebenrieds Torwart Frank Fella parierte jedoch glänzend. Auf der Gegenseite schickte Daniel Göbel seinen Stürmer Sven Kotischke auf die Reise, der nicht genau genug zielte. Die nächste Torchance durch den knapp verzogenen Schuss von DJKler Manuel Weißenberger ließ eine halbe Stunde auf sich warten. Im direkten Gegenzug spielte Alexander Flassig seinen Trainer perfekt frei, doch der gut aufgelegte Fella parierte gegen Sadowski erneut hervorragend. "Aus den zwei Großchancen müssen wir zumindest ein Tor erzielen", sagte der verletzte Garitzer Spieler Bastian Knauer zur Pause.
Die Führung der Jugendkraftler resultierte aus einer Freistoßflanke von Sven Kotitschke, die Manuel Weißenberger abgezockt verwertete. Nach Foul von Alwin Buresch am eingewechselten Marcel Rudolph verwandelte Johannes Schloßbauer den fälligen Strafstoß souverän zum Ausgleich. Die Wende blieb freilich aus, weil Patrick Drescher nach einem Zuspiel von David Fleischmann Nutznießer eines Garitzer Abwehrfehlers war. Und weil Gästekeeper Bastian Reusch erst per Kopfball außerhalb des Strafraums klärte - genau vor die Füße von Schwebenrieds Goalgetter David Fleischmann. Dessen Schuss parierte Reusch außerhalb des Strafraums. Die fällige Rote Karte kam einer Vorentscheidung gleich. Nach dem 3:1 hätte Schwebenried sogar weitere Tore erzielen können. "So ist Fußball. Wenn wir die Führung erzielen, geht das Spiel anders aus", war sich Bastian Knauer sicher. srn
Garitz: Reusch, Krieter, Mützel, Schloßbauer, Schlereth (ab 55. Rudolph), Flassig, Voll (ab 34. Glöckler), Lang (ab 77. Metz), Cazzella S., Sadowski An., Niebling M.

FC Haßfurt - SV RW Obererthal 1:1 (0:0) - Torfolge: 0:1 Marcel Gerber (85.), 1:1 Roland Hau (91.) - Gelb-rote Karte: Florian Rottenberger (Obererthal/91.).
"Ob das Leder überhaupt die Torlinie überschritten hatte, war zweifelhaft", ärgerte sich SV-Abteilungsleiter Manfred Rüth über den späten Ausgleichstreffer. Die ersatzgeschwächten Gäste hätten bereits in der 1. Minute in Führung gehen können, doch der Schuss des besten Rot-Weißen, Spielmacher Marcel Gerber, verfehlte nach Vorlage von Christoph Uschold knapp das Ziel. Im Gegenzug musste sich Florian Rottenberger beim Schuss von Michael Schleicher gewaltig strecken. Die Gastgeber, die immer wieder die Kopfballstärke von Florian Hau suchten, gestalteten die Begegnung ausgeglichen, hatten aber Glück, dass Markus Weidinger nach Gerber-Pass zu lange zögerte. Der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde für die Gäste, als ein Heber von Florian Hau um Zentimeter über das Quergestänge schrammte. Als die Zuschauer schon mit einer Nullnummer rechneten, setzte Gerber mit einem fulminanten Volleyschuss das Leder ins untere Eck. Doch die nun alles riskierenden Gastgeber kamen durch ihren Oldie Roland Hau zum Ausgleich. Da halfen alle Proteste im Gäste-Lager nichts, was Rottenbergs Ampelkarte nach sich zog. Der Unparteiische sah weder vorherige Fouls an Rottenberger und Tobias Bold, sondern nur die Toranzeige seines Assistenten. sbp
Obererthal: Rottenberger (91. Leiber) - Heid - O. Graup, F. Hofbauer, J. Rüth - J. Schmitt, Uschold (75. Reuter), Gerber, Bold, Weidinger (85. Razvaliaev), B. Brust.

TSV Großbardorf - FSV Erlangen-Bruck 3:0 (1:0) - Torfolge: 1:0 Manuel Leicht (30.), 2:0 Sebastian Knüttel (55.), 3:0 Simon Heim (80.).

In der nächsten Saison trainiert Gerd Klaus den FC Schweinfurt 05. Und wird beim Traditionsverein ganz gewiss eine große Portion Gelassenheit brauchen. Ein perfekt sitzendes Nervenkostüm ist quasi ein Einstellungs-Merkmal, um beim selten ruhigen Fußball-Verein Nummer eins der Kugellagerstadt bestehen zu können. Gerd Klaus durfte diesbezüglich zuletzt fleißig üben, weil sein aktueller Verein Schlagzeilen derzeit nur außerhalb des Platzes schreibt.
Ohne Knete keine Fete heißt es in diesen Tagen beim FSV Erlangen-Bruck, der mit der Pleite vom Samstag Platz neun an den TSV Großbardorf verlor. Jenen Platz also, der die direkte Qualifikation für die neue Regionalliga bedeutet. Kummer ist Gerd Klaus also gewohnt. Weswegen der 41-Jährige selbst dann Contenance bewahrte, als die Mittelfranken verletzungsbedingt bereits zur Pause das Auswechsel-Kontingent erschöpft hatten. Mütze auf dem Kopf, die Hände hinter dem Rücken, immer stehend. Gerd Klaus setzte sich erst mit dem Schlusspfiff in Bewegung. Weg vom Ort einer bitteren Niederlage. Weg von tanzenden und feixenden Galliern. "Das war ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Jetzt könnte die Runde meinetwegen zu Ende sein", hätte Sebastian Knüttel nichts gegen einen Zeitsprung einzuwenden.
"Der eine oder andere war wohl doch etwas nervös angesichts der Ausgangslage", versuchte sich der TSV-Kapitän an einer Erklärung, warum zu Beginn nur wenig passte im Spiel der Bardorfer. Die Glück hatten, dass der Freistoß von Adrian Mahr knapp sein Ziel verfehlte und der Standard von Manuel Kilger an den Pfosten klatschte. Und die jubeln durften beim Hochgeschwindigkeits-Schuss von Manuel Leicht in den Giebel, zu dem Björn Schönwiesner zugearbeitet hatte. Eine Aktion von Simon Heim (15.), ein von FSV-Keeper Rainer Hausner entschärfter Knüttel-Ball (37.) - mehr hatte die Elf von Hansjürgen Ragati in Halbzeit eins offensiv nicht zu bieten.
Was passte, war die extrem hohe Laufbereitschaft. Viele und lange Wege gingen die Bardorfer. Auch die richtigen. "Wir haben dann mehr über die Außen gespielt", lobte Knüttel das Flügelspiel seiner Mannschaft, von dem Knüttel selbst profitierte. Dessen Seitfallzieher nach einem Flankenball von Manuel Leicht hatte Erlangens Torhüter noch mit einem Fußreflex pariert.
Nichts zu halten gab es aber sieben Minuten später, als der Bartträger im Fallen abstaubte nach der Chance für André Rieß. Auch beim dritten TSV-Treffer wurde der Weg über die Seitenlinie gewählt. Christian Laus passte nach innen, wo Simon Heim ohne Mühe zum Endstand traf gegen da schon in Unterzahl spielende Gäste. Ein weiterer Akteur hatte sich verletzt abgemeldet. Es passte ins Erlanger Bild, dass Roland Grafs Kopfball nur den Körper von TSV-Schlussmann Klaus Freisinger und Bastian Lunz ohne Bedrängnis lediglich das Quergestänge traf.
"Wir haben zu Null gespielt, wir haben drei Punkte geholt und ich habe durchgespielt", zählte Knüttel auf, was ihn denn glücklich mache. Gerd Klaus gratulierte fair. Der Neu-Schnüdel ist nicht nur ein unaufgeregter Trainer, sondern auch ein Sportsmann.
Großbardorf: Freisinger, Orf, Lurz, Zang, Heilmann (34. Hirn), Piecha, Schönwiesner, Rieß (82. Stahl), Leicht (70. Laus), Heim, Knüttel.