Großbardorf

Torwart Freisinger akzeptiert klaglos Ersatzbank

Die ehemalige Nummer eins wird auch beim SV Memmelsdorf nicht im Tor des TSV Großbardorf stehen. Julian Scheider hat bisher mit tadellosen Leistungen überzeugt.
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SV Memmelsdorf - TSV Großbardorf: Nach den jüngsten 1:0-Erfolgen gegen die Spitzenmannschaften Bayern Hof und Jahn Regensburg II steht für den TSV Großbardorf (4./39) ein ganz anderes Spiel auf dem Programm. Das Team von Dominik Schönhöfer gibt heute beim hoffnungslos abgeschlagenen Schlusslicht SV Memmelsdorf (18./6) seine Visitenkarte ab. Die Bamberger Vorstädter gewannen kein einziges ihrer bisher 20 Spiele (nur sechs Unentschieden).
Ganz anders sieht die bisherige Saisonbilanz der Grabfeld-Gallier aus: Zwölf Siege, drei Unentschieden und nur drei Niederlagen (zusammen mit Viktoria Aschaffenburg die wenigsten in der Bayernliga) bedeuten aktuell Platz vier und verleihen - angesichts erst 18 absolvierter Partien - dem TSV das Prädikat "heimlicher Tabellenführer". Während der Memmelsdorfer Keeper bereits 48 Mal hinter sich greifen musste, passierte das dem TSV-Schlussmann Julian Schneider erst
13 Mal (Ligabestwert).
Schneider wird auch diesmal das Gehäuse hüten. Damit muss Klaus Freisinger, jahrelanger Stammtorhüter, wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. Freisinger stand im Eröffnungsspiel in Ammerthal im Tor der Bardorfer, verletzte sich aber während dieser Partie an der Hand und musste von Schneider ersetzt werden. Dieser bot in den folgenden Partien glänzende Leistungen und blieb deshalb Stammkeeper. "Natürlich ist es für mich enttäuschend, wie die Saison gelaufen ist. Ich bin als klare Nummer eins in die Runde gegangen und nur die Verletzung hat mich aus dem Tor geworfen. Da sieht man, wie schnell es gehen kann", sagt der 27-jährige Klaus Freisinger. Er erkennt aber die Leistung seines jungen Nachfolgers neidlos an.
"Klaus ist ein ausgezeichneter Sportsmann, sowohl fußballerisch als auch menschlich. Ich habe allen Respekt vor ihm, wie er mit dieser für ihn schwierigen Situation umgeht. Klaus ist ein hervorragender Torhüter", urteilt Schönhöfer über Freisinger, der beim TSV einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Runde besitzt. "Über einen Wechsel habe ich noch niemals nachgedacht", so Freisinger. Kaum wahrscheinlich ist, dass ihn der TSV früher ziehen lassen wird, da sich Michael Jäger, Schlussmann des Bezirksligateams, im letzten Spiel schwer im Gesicht verletzt hat und auch Ersatztorhüter Patrick Balling nicht völlig fit ist. "Die Torhütersituation beim TSV ist spannend", erkennt Freisinger.
Freisinger und Schönhöfer sind sich einig, dass in Memmelsdorf der nächste Sieg errungen werden soll, obwohl der TSV-Coach zur Vorsicht mahnt. Schönhöfer: "Dass die Platzherren abgeschlagen sind, macht die Sache sicher nicht einfacher. Ihr neuer Trainer Thomas Schulz (hat Hans-Jürgen Heidenreich abgelöst) wird seine Elf auf Kampf einstellen. Der SV wird bis zum Umfallen kämpfen." Auch Freisinger geht von einem Dreier aus. "Bisher war alles gut, was die Jungs gespielt haben.Warum soll es in Memmelsdorf anders sein? Alles andere als ein Sieg wäre für mich eine große Enttäuschung."

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