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Nüdlingen
Handball Landesliga

Topspiel für die SG Garitz/Nüdlingen gegen Rimpar

Für das Derby der SG Garitz/Nüdlingen am Samstag (18 Uhr) gegen Rimpar hofft Trainer Harun Tucovic auf besonders heißblütige Atmosphäre auf den Rängen. Nicht nur für Manuela Schäfer ist dies ein ganz besonderes Spiel.
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Durchsetzungsvermögen: Manuela Schäfer (links) von der SG Garitz/Nüdlingen in Aktion. Foto: Hopf
Durchsetzungsvermögen: Manuela Schäfer (links) von der SG Garitz/Nüdlingen in Aktion. Foto: Hopf
Durchatmen. Durchstarten. So muss es sein. "Ich weiß gar nicht warum, aber einen Kaugummi brauche ich im Spiel", lacht Manuela Schäfer. Und schwört auf "Airwaves", also auf jenes Produkt, das einen durchstarten lässt dank Atemfrei-Kick, wie es die Marke verspricht. Überhaupt ist ein Handball-Spieltag von Gewohnheiten durchzogen bei der tiermedizinischen Fachangestellten. Ein reichhaltiges Frühstück ("Ich achte auf die Ernährung") und ein kleiner Mittagsschlaf sind die ideale Vorbereitung, ehe die Sporttasche gepackt wird - mit Kaugummi.

"Ein bisschen nervös bin ich an Spieltagen eigentlich immer", gibt die 30-Jährige zu. Braucht daher vielleicht diese Gewohnheits-Muster, um die Anspannung in den Griff zu bekommen. Wobei Nervosität rein gar nichts mit Bammel zu tun hat. "Ich freue mich auf die Spiele. Und wenn die Halle richtig voll ist, spornt das an", sagt Manuela Schäfer.
Exakt das wird am Samstag der Fall sein, wenn mit der SG-DJK Rimpar (4./21:11) ein Team aus der Verfolger-Gruppe in die Schlossberghalle kommt zum Vergleich mit der SG Garitz/Nüdlingen (1./28:4).

"Die haben mit uns noch eine Rechnung offen", weiß Manuela Schäfer. "Weil wir das Hinspiel knapp gewonnen haben und ein Jahr vorher als Meister in die Bayernliga aufgestiegen sind, während Rimpar als Zweiter in der Qualifikation gegen Augsburg verloren hat. Da sind einige wohl jetzt noch sauer."

Eine aufgeheizte Stimmung und reichlich Gäste-Fans erwartet auch Harun Tucovic. Und hofft auf viele SG-Sympathisanten. "Wir brauchen jede Stimme, die uns in diesem wichtigen Spiel kräftig unterstützt", sagt der SG-Trainer. Nicht allein der Derby-Charakter macht den Gast zu einem gefährlichen Gegner für den Tabellenführer. "Rimpar hat mit Juliane Wenke eine der interessantesten Spielerinnen der Liga. Spielt sie gut, spielt Rimpar gut", weiß Tucovic. Alleine zwölf Tore hatte die frühere Deutsche Jugendmeisterin vom Thüringer HC zum jüngsten 30:27-Erfolg über das Spitzenteam aus Cadolzburg beigesteuert.

Manuela Schäfer ist glücklich, überhaupt wieder solche aufregenden Momente genießen zu können. "Ich hatte nach meinem Syndesmosebandriss ja praktisch die komplette Vorbereitung verpasst." Passiert beim Fußball. "Das Kicken in der Nüdlinger Freizeitliga-Mannschaft ist mein sportlicher Ausgleich zum Handball. Aber Handball hat im Zweifelsfall immer Priorität", betont Manuela Schäfer, die auch gerne Ski fährt, "aber nur so, dass ich kein Handballspiel verpasse".

Ungewohnt viel Freizeit hatte Manuela Schäfer durch die Verletzung. "Das habe ich genossen, aber dann wurde ich schnell wieder ungeduldig und wollte den Gips schon nach wenigen Tagen wegschmeißen." Längst ist Alltag eingekehrt, zu dem der Ball-Sport im Team gehört. Und viel Training. "Wer nicht trainiert, spielt nicht", kennt Schäfer die einfachen Wahrheiten. Und spricht vom guten Gefühl, sich zu verausgaben, die eigenen Grenzen auszuloten. Auch wenn es mal weh tut. "Handball ist intensiver als Fußball und geht mehr auf die Knochen."

Bereits als Achtjährige war Manuela Schäfer durch eine Schulfreundin zur DJK Nüdlingen und damit zum Handball gekommen, fing mit 15 parallel mit Fußball an. "Als bei der Neugründung Spielerinnen gesucht wurden, habe ich gleich ‚hier‘ geschrien." Dass der Fokus beim Handball geblieben ist, freut Tucovic. "Manuela kommt nach ihrer Verletzung immer besser in Tritt und hilft uns sehr mit ihrer Zweikampfstärke. Außerdem verbreitet sie gute Laune", spricht der Trainer über seine Spielerin, die offensiv am Kreis und in der Abwehr im zentralen Innenblock eingesetzt wird. Dort, wo Juliane Wenke zur Gefahr wird.

"Aber wir haben Talent im Team, eine gute Mischung und arbeiten hart für den Erfolg. Daher stehen wir zurecht so weit oben", sagt Manuela Schäfer. Durchatmen, durchstarten - das gilt heute für SG-Team und Fans gleichermaßen. Mit oder ohne Kaugummi.
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