Laden...
Reiterswiesen
Fußball

TSV Reiterswiesen erwartet Viktoria Aschaffenburg

Das Spiel gegen die Regionalliga-Mannschaft in der ersten Hauptrunde des BFV-Totopokals ist für den Kreisklassisten die Belohnung für den Gewinn des Kreispokals.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit dem Gewinn des Kreispokals, den Torwart Christopher Vogel in die Höhe reckte, feierte der TSV Reiterswiesen einen riesen Erfolg. Jetzt geht es zur Belohnung gegen Viktoria Aschaffenburg. Foto: Jürgen Schmitt
Mit dem Gewinn des Kreispokals, den Torwart Christopher Vogel in die Höhe reckte, feierte der TSV Reiterswiesen einen riesen Erfolg. Jetzt geht es zur Belohnung gegen Viktoria Aschaffenburg. Foto: Jürgen Schmitt
Dieses Spiel haben sie sich redlich verdient, die Fußballer des TSV Reiterswiesen. Am Mittwoch, den 21. August, um 18.15 Uhr empfangen sie in der ersten Hauptrunde des BFV-Totopokals den Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg. Der Kreisklassist holte sich Pfingsten durch einen überraschenden 2:0-Finalerfolg gegen das Bezirksliga-Team SV Rödelmaier den Kreispokal Rhön und qualifizierte sich damit für die erste Hauptrunde. Bei der Auslosung wurde Reiterswiesen erst als vierter Kreissieger gezogen, der sich einen Gegner aussuchen durfte. "Wir wollten unbedingt gegen eine Regionalliga-Mannschaft spielen und da standen nur noch Eintracht Bamberg und Viktoria Aschaffenburg zur Wahl", erzählt Trainer Jochen Haberle, der aber bereits im Vorfeld die Aschaffenburger als einen seiner Wunschgegner genannt hatte.
Grund dafür waren unter anderem Überlegungen im Verein, dass beispielsweise bei einem Gegner FC Schweinfurt 05 viel höhere Sicherheitsauflagen zu erfüllen gewesen wären.
Da die Bamberger in der Regionalliga sportlich deutlich besser unterwegs sind als die Viktoria, rechnet sich der TSV wohl insgeheim eine klitzekleine Chance gegen den Tabellenletzten aus. "Dass wir bei fünf Klassen Unterschied krasser Außenseiter sind, versteht sich von selbst", weiß Jochen Haberle nur zu gut. "Alles andere als eine Niederlage wäre eine Sensation. Aber man soll nie Nie sagen", erwartet Haberle physisch und psychisch angeschlagene Aschaffenburger, die unter Druck stehen. Allerdings wäre deshalb ein Erfolgserlebnis für die Viktoria umso wichtiger, denn am Samstag erwartet sie mit dem TSV Rain/Lech einen Tabellennachbarn zum Kellerduell.

Videoananlyse vom Gegner

Letztlich ist das Ergebnis für den TSV Reiterswiesen zweitrangig, denn das erklärte Ziel für diese Saison ist der Aufstieg in die Kreisliga. Doch der Pokalschlager ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Entwicklung der jungen Mannschaft. "Meine Spieler können teilweise problemlos höherklassig spielen", ist Jochen Haberle von der Qualität seines Kaders überzeugt. Intensiv bereitet sich der TSV auf die Aschaffenburger vor, Haberle hat sie selbst beim Spiel gegen die Schweinfurter und im Auswärtsspiel bei Bayern München unter die Lupe genommen. "So kann ich meine Spieler am besten darauf einstellen, was auf sie zukommt. Neben dem Training werden wir noch eine Videoanalyse vornehmen, um das taktische Verhalten zu besprechen", will Haberle nichts dem Zufall überlassen.
Seit April 2012 ist er im Amt und hält es für wichtig, dass sein Team gefordert wird. Das war in der Vorbereitung so mit Spielen gegen Bezirksligisten, die U 19 des 1. FC Nürnberg und jetzt eben gegen Aschaffenburg. "Da sehen die Spieler am besten, worauf es im modernen Fußball ankommt", erklärt er. Das System hat der Trainer längst auf die Viererkette umgestellt und legt besonderen Wert auf bestmögliche Kondition. "Die Spieler müssen in einem Zustand sein, dass sie jedes Tempo mitgehen können - und zwar 90 Minuten. Wenn dieser Punkt erreicht ist, kann man auch auf einem höheren Niveau spielen", lautet sein Credo. Und die überwiegend aus Eigengewächsen bestehende Mannschaft zieht mit, "alle sind mit dem Herzen dabei", freut sich Haberle über tollen Teamgeist und Kameradschaft. Im ganzen Verein herrscht Aufbruchstimmung. "Wir sind eine große Familie, besonders die Alte-Herren-Spieler helfen, wo sie gebraucht werden."
Die Vorfreude auf den heutigen Pokalfight ist spürbar. "Wir wollen uns gut aus der Affäre ziehen und werden mit viel Leidenschaft zu Werke gehen", verspricht Haberle. Die Fans aus der Region sollten sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen, denn dass ein Regionalligist zu einem Pflichtspiel kommt, ist alles andere als alltäglich. "Wir werden von der ersten Minute an hellwach sein und versuchen, mitzuhalten. Je länger wir ein achtbares Ergebnis halten, umso mehr steigt das Selbstbewusstsein. Wir haben nichts zu verlieren", betont Jochen Haberle. Mit dem Pokalsieg im Kreis Rhön hat das Team schon einen Ehrenplatz in der 115-jährigen Geschichte des TSV Reiterswiesen, aber das muss ja nicht das Ende der Erfolgsgeschichte sein.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren