Münnerstadt
Hallenfussball

Stefan Wich schießt und verhindert Tore

Die Kreismeisterschaft im Hallenfußball stand ganz im Zeichen der Rhön-Grabfeld-Klubs. Neuer Titelträger ist der SV Rödelmaier, der sich ebenso wie der Turnierzweite, der lVfR Stadt Bischofsheim, für die Bezirksmeisterschaft am Samstag in Hammelburg qualifizierte.
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Die Münnerstädter (von links) Niklas Markert, Julian Göller und Ahmet Coprak lassen Thulbas Martin Danz ungestört zum Abschluss kommen vor TSV-Keeper Johannes Wolf. FCler Julian Wüscher hofft auf die Abschluss-Qualitäten seines Kollegen. Foto: Hopf
Die Münnerstädter (von links) Niklas Markert, Julian Göller und Ahmet Coprak lassen Thulbas Martin Danz ungestört zum Abschluss kommen vor TSV-Keeper Johannes Wolf. FCler Julian Wüscher hofft auf die Abschluss-Qualitäten seines Kollegen. Foto: Hopf
Die Landkreisvereine TSV Münnerstadt, FC Thulba und SV Obererthal landeten im geschlagenen Feld und dürfen sich ab sofort auf die Freiluftrunde vorbereiten. In der proppenvollen Sporthalle "haben wir ein anständiges Turnier gesehen", resümierte Kreisspielleiter Michael Ritter, der auch die Siegerehrung vornahm. Von der Fairness her gab es diesmal keine Klagen zu hören. Die Sprunggelenksverletzung des Obererthalers Fabian Böhm beruhte laut Abteilungsleiter Manfred Rüth auf ein unglückliches Umknicken. Die Rot-Weißen hatten diesmal auf einige Hallenspezialisten wie die Brust-Brüder verzichten müssen, waren daher weitgehend chancenlos. In der Vorrunde feierten die Obererthaler, bei denen der junge Michael Helm im Tor stand und der etatmäßige Keeper und Spielertrainer Michael Leiber in der Offensive agierte, lediglich ein Erfolgserlebnis: Gegen den Kreisklassisten DJK Eichenhausen teilte man sich beim 2:2 die Punkte. "Das Ausscheiden ist kein Bruchbruch", so Rüth. Beim SV will man sich jetzt ganz der Rückrunde widmen. In dieser Vorrundengruppe zeigte sich der SV Rödelmaier sehr ambitioniert. "Wir verfügen über technisch versierte Spieler, die das auch in der Halle zeigen wollen", sagte Spielertrainer Sebastian Schmitt. Auf Platz zwei kam der VfR Stadt Bischofsheim ein, bei dem Torjäger Stefan Wich wieder einmal Torjägerqualitäten bewies. Ordentlich verkaufte sich der VfB Burglauer, der immerhin dem SV Obererthal das Nachsehen gab.

Strahlungen enttäuscht

Wesentlich spannender verliefen die Begegnungen in der Vorrundengruppe A. Dabei staunte Mit-Favorit und Gastgeber TSV Münnerstadt nicht schlecht, als man zum Auftakt dem VfL/Spfr. Bad Neustadt klar mit 0:3 unterlag. Die Saalestädter, bei denen Spielertrainer Matthias Gerhardt zwischen den Pfosten stand, verzeichneten letztlich nur diesen einen Sieg, die überraschende 2:3-Niederlage gegen den enttäuschenden Tabellenletzten FC Strahlungen verhinderte nicht nur den Gruppensieg, sondern auch den Einzug ins Halbfinale. Die Strahlunger ihrerseits traten weitgehend mit Spielern der zweiten Garnitur an, auch für den FC hat die Rückrunde absolute Priorität. "Viele Teams scheuen einfach eine lange Hallenrunde", gab Münnerstadts Abteilungsleiter Günther Scheuring zu Protokoll. Die meisten Teams beginnen spätestens in dieser Woche die Vorbereitung im Freien.
Auch der FC Thulba will in den kommenden Monaten eine gute Rolle in der Kreisliga spielen. Die Mannen von André Betz verpassten nur knapp den Halbfinaleinzug. Das 2:2 gegen die Hausherren war ein Achtungszeichen, der Sieg gegen die Strahlunger im zweiten Turniermatch ein Mutmacher. Doch die Niederlage gegen den Ligakonkurrenten aus Herbstadt sowie das Remis gegen die Bad Neustädter ließ die Frankonen schließlich nur auf Platz drei der Gruppe landen.

Ein unerwarteter Joker

Im ersten Halbfinale machte der SV Rödelmaier mit den Herbstädtern kurzen Prozess, nach Treffern von Julius Müller (2) und Marcel Gernert war der Halbzeitstand schon der Endstand. Wesentlich umkämpfter war das zweite Semifinale, das nach regulärer Spielzeit 3:3 endete. Die TSV-Treffer durch Hansi Schmitt, Simon Snaschel und Niklas Markert beantworteten Christian Rott und Stefan Wich (2) mit dem jeweiligen Ausgleich. Im entscheidenden Siebenmeterschießen zauberte VfR-Coach Uli Dickas einen Joker aus dem Hut - und beorderte Stefan Wich ins Tor. Und der Ex-Brückenauer überzeugte, lenkte die wahrlich platziert getretenen Schüsse von Julian Göller und Michael Knysak um den Pfosten. Die Lauertaler fanden sich so im Kampf um Platz drei wieder, der im Siebenmeter-Schießen ausgetragen wurde. Diesmal vergeigte Ahmet Coprak gleich den ersten Schuss.
Das Finale war eine eindeutige Angelegenheit. Der jetzt wieder im Bischofsheimer Tor stehende Maximilian Endres sah sich mehrmals von seinen Vorderleuten verlassen. Da ließen sich die kombinationssicheren Rödelmaierer nicht lange bitten. Nach Treffern von Sebastian Schmitt, Christian Hofgesang, Marcel Gernert und Sergej Schmidt bejubelten die SV-Fans die Kreismeisterschaft. "Es war ein ordentliches Turnier, das auch weitgehend fair verlief", bilanzierte Kreisjuniorenleiter Rainer Lochmüller (Brendlorenzen). Die Schiedsrichter waren selten gefordert. Verwunderlich war dabei erneut, dass von der zweiminütigen Zeitstrafe nur wenig Gebrauch gemacht wird. Das neu eingeführte Grätschverbot wurde meist eingehalten, was aber auch daran lag, dass die Teams ihre "Kämpfer" daheim gelassen hatten. Dass außer dem Veranstalter FC Hammelburg nun kein Landkreisteam an der Bezirksmeisterschaft teilnimmt, kann den Saalestädtern in finanzieller Hinsicht nicht gefallen.
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