Hammelburg

Showdown der Rallye-Asse im Saaletal

Am Samstag gibt es rund um Hammelburg eine Neuauflage des Rallyesprints Fränkisches Weinland. Auf einer neuen Strecke warten neue Herausforderungen.
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Als Mit-Organisator und Rallye-Pilot voll in Aktion: Sven Hochwimmer (Kützberg/Trimberg) hat als Lokalfavorit beim "2. ADAC Rallyesprint Fränkisches Weinland" seine Nennung abgegeben und möchte mit Co-Pilotin Nadja Hartung (Fulda) im Opel Astra FAS 16V ähnlich gut abschneiden wie bei der Vorjahresveranstaltung. Foto: zz-SportMedia/ Karlheinz Franz
Als Mit-Organisator und Rallye-Pilot voll in Aktion: Sven Hochwimmer (Kützberg/Trimberg) hat als Lokalfavorit beim "2. ADAC Rallyesprint Fränkisches Weinland" seine Nennung abgegeben und möchte mit Co-Pilotin Nadja Hartung (Fulda) im Opel Astra FAS 16V ähnlich gut abschneiden wie bei der Vorjahresveranstaltung. Foto: zz-SportMedia/ Karlheinz Franz
"Wenn der AMSC wieder eine Rallye veranstaltet, sind wir bestimmt erneut mit von der Partie." Axel Schlenker und Michael Schmidt (St. Georgen/Königsfeld), Vorjahres-Gesamtsieger bei der Premiere des "ADAC-Rallyesprint Fränkisches Weinland", stehen seitdem beim Veranstalter im Wort. Und der Unternehmer aus dem Hochschwarzwald hält, was er versprochen hat. Im Vorjahr hatte er die Veranstaltung auf dem Rundkurs zwischen Diebach, Ober- und Untereschenbach im Ex-Werks-Ford-Escort RS Cosworth mit über 21 Sekunden Vorsprung souverän gewonnen. Am Samstag will er die Neuauflage der kompakten und zugleich anspruchsvollen Rallye-Veranstaltung erneut gewinnen. Ausrichter dieses Laufes zur Nordbayerischen ADAC-Rallye-Meisterschaft, zum Retro- Rallye-Cup und zum Hessischen Rallyesprint-Pokal ist wiederum der Automobil- und Motorsportclubs (AMSC) Hammelburg.
Im Vorjahr hatte das Organisationsteam mit Sven Hochwimmer und Marco Weißensel an der Spitze Bestnoten für die nach elf Jahren Pause erstmals wieder ausgetragene Rallye erhalten. Mit rund 70 Rallyeteams ist die Starterliste sowohl qualitativ als auch quantitativ hervorragend bestückt.

Das bewährte Orga-Team ist seit Monaten damit beschäftigt, Fahrern und Zuschauern erneut eine perfekte Rallye zu bieten. Schauplatz des Geschehens wird dieses Mal der Gemeindebereich von Elfershausen sein. Gefahren werden vier Wertungsprüfungen (WPs) mit jeweils 5,1 Kilometern Länge. Die Asphalt-WPs werden den Fahrern alles abverlangen und warten gerade bei Regen mit höchsten Schwierigkeitsgraden auf. Die Gesamt-WP-Länge beträgt 20,4 Kilometer, die Gesamtlänge der Veranstaltung liegt bei 125,6 Kilometern. Start und Ziel ist erneut das Sport- und Vereinszentrum in Diebach. Dort hatte der Rallye-Tross bereits im Vorjahr dank Vereinsring und SC ideale Bedingungen vorgefunden. Das so genannte Re-Grouping, das Sammeln nach Abschluss der Wertungsprüfungen 1 und 3, erfolgt diesmal vor den Toren von Westheim, auf dem Gelände der Firma Schießer. Wie in Diebach bietet sich den Fans auch dort die Möglichkeit, hautnah mit den Rallye-Piloten und ihren Teams in Kontakt zu kommen.

An den WPs gibt es für die in großer Zahl erwarteten Rallye-Enthusiasten Informationen in schriftlicher Form und durch Streckensprecher. Verpflegungspunkte sind sowohl am Start/Ziel der WP als auch im Rallyezentrum Diebach und auf dem Gelände der Firma Schießer im Gewerbepark Saaletal eingerichtet. Das Starterfeld hat gleich mehrere Favoriten und damit Anwärter auf den Gesamtsieg zu bieten. Allen voran die Vorjahressieger Schlenker/Schmidt im Escort RS Cosworth. Nicolas Hässler (Bamberg), im Vorjahr mit dem Porsche 911 bereits wenige Meter nach dem Start wegen eines zu optimistisch gewählten Bremspunktes von der Strecke geflogen und mit 21 Sekunden Rückstand Gesamtzweiter 2012, gehört bei trockener Piste zu den heißesten Sieganwärtern. "Ich hoffe, dass mein Popo-Meter gut eingestellt ist und wir um die vordersten Plätze kämpfen können", freut sich der wiederum gemeinsam mit Michaela Kusebauch (Bad Neustadt) fahrende Oberfranke auf das Gastspiel in und um Hammelburg.

Ebenfalls zum Kreise der Favoriten zählen der Vorjahres-Dritte Ralf Hillmann (Ebensfeld) im Mitsubishi Lancer Evo und Reinhard Honke (Himmelkron). Letzterer war 2012 im BMW M3 CSL Vierter geworden und hat sich diesmal mit einem nicht minder leistungsstarken Subaru Impreza WRX eingeschrieben. Auf der kurvigen Piste der gesperrten Kreisstraße 42 zwischen Langendorf und Wülfershäuser Kreuzung ist das Fahrzeug sicher eine gute Wahl. Sollte es am Samstagnachmittag regnen, werden die Allradfahrzeuge mit ziemlicher Sicherheit deutlich die Nase vorne haben. Einzige Amazone im Starterfeld ist nach derzeitigem Stand Meike Zettl. Die beherzt fahrende Frau aus Pohlheim (Hessen) hatte im Vorjahr riesiges Glück, als es im Staub eines vorausfahrenden Teilnehmers die Kontrolle über ihren BMW 318is verloren hatte, über einen Graben geflogen war und anschließend in einem Maisfeld unübersehbare Spuren hinterlassen hatte.

Anders als für die Rallyesprint-Starter geht es für die Teilnehmer der Histo-Wertung nicht um das Erzielen von Bestzeiten auf den vier WPs. Ihnen ist vielmehr die Aufgabe gestellt, im Rahmen einer so genannten Gleichmäßigkeitsprüfung nach Möglichkeit viermal exakt die gleiche Zeit auf den jeweils 5100 Metern WP-Strecke zu fahren. Hier werden sich zum einen wieder die Brüder Marco und Michael Egerer (Trimberg) im Opel Manta versuchen. Im Vorjahr waren sie Dritte der Wertung geworden. Mit von der Partie sind heuer auch die Sulzthaler Rainer Marx und Walter Antesberger im Opel Kadett B.
Weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.amsc.de/index.php/rallyesprint-2013. Hier sind auch die Live-Zeiten abrufbar.

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