Großbardorf

Schlappe für den TSV Großbardorf

Die Gallier können sich gegen den SV Erlenbach kaum Torchancen erspielen.
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Der Fokus stimmt, das Ergebnis nicht: Großbardorfs Dominik Zehe (rechts) behauptet den Ball gegen Erlenbachs Sebastian Göbig. Foto: Anand Anders
Der Fokus stimmt, das Ergebnis nicht: Großbardorfs Dominik Zehe (rechts) behauptet den Ball gegen Erlenbachs Sebastian Göbig. Foto: Anand Anders
TSV Großbardorf - SV Erlenbach 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Philipp Traut (26.).
Der TSV Großbardorf hat im Kampf um einen Spitzenplatz in der Fußball-Bayernliga Nord weiter an Boden verloren. Es war die zweite 0:1-Schlappe für die Elf von Trainer Dominik Schönhöfer in Folge. Das für Samstag geplante Spitzenspiel gegen den FC Amberg war bereits am Donnerstag abgesagt worden. "Wir haben alles probiert, aber es ist zu wenig gelungen, weil Erlenbach klasse verteidigt hat", sagte Schönhöfer. Erlenbachs Trainer Jürgen Baier sprach von einem "glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg".

Die Erlenbacher präsentierten sich wie schon Ende September - die Begegnung war damals wegen Dauerregens und eines über die Bioenergie-Arena ziehendenden Gewitters zur Halbzeit abgebrochen worden - als gut organisierter Gegner, der kaum Räume und Torchancen zuließ. Die erste hundertprozentige
Gelegenheit hatte dann auch der Gast, als Philipp Traut nach einem Fehler von TSV-Innenverteidiger Manuel Orf allein auf Schlussmann Julian Schneider zusteuerte, mit seinem Lupfer allerdings das Tor verfehlte (7.). Großbardorf antwortete mit einem Kopfball von Marcel Hölderle. Allerdings traf der Ex-Thulbaer den Ball nach einer Ecke von Dominik Zehe nicht richtig (9.). Nach einem vom Wind nach vorne getriebenen langen Schlag gingen die Gäste in Führung. Manuel Orf erwischte den Ball nicht richtig, Marcel Hölderle verlor das Kopfballduell gegen Philipp Traut und Julian Schneider, der fünf Minuten zuvor gegen Traut noch Sieger geblieben war, blieb nur das Nachsehen (26.).
Apropos Traut: Erlenbachs gefährlichster Spieler musste nach 36 Minuten wegen Leistenproblemen vom Feld. Gemeinsam mit ihm verließ es Marius Trippel, der nach zwei Attacken akut gelb-rot-gefährdet war. Nach einem Zusammenspiel der Sturmspitzen hatte Großbardorf seine zweite Torgelegenheit: Alexander Mantlik, ansonsten beim überragenden SVE-Kapitän Fabian Galm abgemeldet, setzte Manuel Leicht in Szene, doch der Linksfuß
scheiterte aus spitzem Winkel an Erlenbachs Torwart Christos Patsiouras (39.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber beharrlich nach vorne, suchten aber vergeblich nach Lücken in der Erlenbacher Hintermannschaft. André Rieß (59., 60.) wagte zwei Vorstöße, die jedoch allenfalls in die Kategorie Halbchancen fielen. Die dickste Gelegenheit auf den Ausgleich hatte erst in der Nachspielzeit Manuel Orf, der mit einem abgefälschten Freistoß Christos Patsiouras zu einer Glanzparade zwang. "Der Großbardorfer Druck war da, aber wir haben nichts zugelassen", freute sich Baier. "Wir haben unser Spiel nicht durchsetzen können, weil die Automatismen fehlen", fand Schönhöfer nach Wochen mit vielen verletzten Stammspielern. Immerhin: Bis auf den eingewechselten Markus Kirchner stand diesmal wieder die Stammelf der Vorrunde von Beginn an auf dem Platz. "Das 0:1 geht in Ordnung", musste Schönhöfer eingestehen", legte aber kämpferisch nach: "Dieses Spiel hilft trotzdem in unserer Entwicklung." Wie die weitergeht, ist am Samstag im Derby beim TSV Aubstadt zu sehen.
Großbardorf: Schneider - Zang (77. Kirchner), Orf, Hölderle, T. Breunig (77. Snaschel) - Piecha - Rieß, Zehe, Stahl (81. Katzenberger) - Leicht, Mantlik

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