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Garitz
Handball Bayernliga

SG Garitz/Nüdlingen verliert trotz überragender erster Halbzeit

HSG Dietmannsried/Altusried bleibt daheim weiter ungeschlagen.
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HSG Dietmannsried/Altusried - SG Garitz/Nüdlingen 29:21 (11:12).
Die Serientäter hatten ein weiteres Opfer gefunden. Alle Heimspiele haben die Oberallgäuer gewonnen - jetzt auch das gegen die SG Garitz/Nüdlingen. Heißt im Umkehrschluss, dass diese Niederlage alles andere als eine Blamage ist. Zur Tagesordnung wollte der Trainer dennoch nicht so schnell übergehen. Harun Tucovic wusste zu genau: Da war mehr drin.
Der Heimnimbus des Kontrahenten hätte tatsächlich geknackt werden können. Nach einem Stau auf der Autobahn hatten die Unterfranken eine verkürzte Aufwärmphase. Und dennoch genügend Adrenalin im Körper. Eine phänomenale Abwehrleistung, eine stark haltende Torfrau Stephanie Piske und eine fast hundertprozentige Torquote hinterließen konsternierte Gastgeber. "Das waren wahrscheinlich die besten 15 Minuten in dieser Saison", sagte Tucovic.
Aber auch der Mit-Aufsteiger bekam seinen Lauf mit fünf Toren in Folge. Und wachsende Unterstützung von den Rängen, wo die Trommeln den neuen Rhythmus in diesem Spiel vorgaben. Ein Takt, der den Gästen nicht gefallen konnte. In einer Auszeit hatte Tucovic Geduld und konzentrierte Abschlüsse eingefordert, was in eine 12:8-Führung mündete. Doch das bessere Gefühl nahm der Gegner mit in die Kabine, der mit drei Toren kurz vor der Pause die Stimmung noch einmal getoppt hatte. Bei zweimaliger doppelter Unterzahl musste die Gegenwehr der SG-Frauen überschaubar ausfallen. "Wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt. Schade, dass wir nicht einen größeren Vorsprung zur Pause hatten", wusste Tucovic.

Rote Karte übertrieben

Die entscheidende Power brachte nach Wiederanpfiff nämlich nur Dietmannsried auf die Platte, mit mehr Kondition und mehr Wechselmöglichkeiten. Zu kämpfen hatten die Gäste nicht nur mit einem starken Gegner, sondern auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichter-Duos. Nach 38 Minuten war das Spiel für Lisa Wenzke nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe vorzeitig beendet, später sah auch Anne Früh die Rote Karte. Doppelt so viele Strafminuten hatte am Ende die Spielgemeinschaft kassiert im Vergleich zur HSG Dietmannsried. "Bei der dritten Strafe gegen Lisa habe ich keine unfaire Aktion gesehen. Und bei Anne hätte es auch eine Zwei-Minuten-Strafe getan. Das alles hat uns den entscheidenden Knacks gegeben", analysierte Tucovic, dessen gebrauchter Tag seine Fortsetzung fand mit der Niederlage der bosnischen Nationalmannschaft gegen Österreich bei der Handball-WM in Katar. "Wie bei uns. Die erste Halbzeit meiner Landsleute war eigentlich richtig gut, danach hat nur noch wenig geklappt."
Die erste Enttäuschung hatte sich auf der langen Heimfahrt allerdings schon wieder verflüchtigt. Positiv muss die Mannschaft sowieso bleiben, weil sich mit Dachau am Samstag ein Topteam der Liga vorstellen wird. Dann wollen die SG-Frauen in die Rolle der Serientäter schlüpfen - um ungeschlagen zu bleiben in der Schlossberghalle.
Tore für die SG: Carolin Annon (4), Anne Früh (4/2), Anna Kleinhenz (3), Lisa Wenzke (3), Julia Albert (3), Nina Barnickel (2), Sabrina Kleinhenz (1), Franziska Thomas (1).
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