Nüdlingen

SG Garitz/Nüdlingen schnappt sich den Derbysieg

Die SG Garitz/Nüdlingen gewinnt das Derby verdient. Lisa Wenzke erwischt mit neun Treffern einen Sahne-Tag. Die Rimparerin Juliane Wenke muss vorzeitig vom Feld.
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Unerbittliche Bewachung: Julia Albert (links) und die neunfache Torschützin Lisa Wenzke nehmen die Rimparerin Juliane Wenke in die Mangel. Im Hintergrund: SG-Torfrau Stephanie Piske.  Foto: Hopf
Unerbittliche Bewachung: Julia Albert (links) und die neunfache Torschützin Lisa Wenzke nehmen die Rimparerin Juliane Wenke in die Mangel. Im Hintergrund: SG-Torfrau Stephanie Piske. Foto: Hopf
SG Garitz/Nüdlingen - SG-DJK Rimpar 26:23 (12:10) - Juliane Wenke ist die herausragende Spielerin der SG-DJK Rimpar. Was in jeder Phase ihres Spiels zu erkennen ist. Früh hatte die frühere Deutsche Jugendmeisterin mit dem Thüringer HC Pfosten und Latte getroffen. Harte Würfe, die Eindruck hinterließen.
Aber Handball ist Team-Sport. Und die SG Garitz/Nüdlingen war die bessere Mannschaft. Als die 38. Minute lief, hatte Juliane Wenke zwei Tore erzielt - und nach der dritten Zweiminuten-Strafe die Rote Karte gesehen. "Das gehörte zum Plan, sie mit der permanenten Manndeckung aus der Fassung zu bringen. So eine Bewachung nervt natürlich", sagte SG-Trainer Harun Tucovic. Sabrina Kleinhenz, später auch Anna Zimmer hatten die Kreise der Rückraum-Spielerin wirkungsvoll gestört. Spielentscheidende Effektivität.

Den besseren Start hatten die Gäste, die mit 3:1 und 5:4 führten.
"Wir mussten mit der Rimparer Power zu Beginn erst einmal zurecht kommen", sagte Tucovic zum komplizierten Beginn. Beim 7:6 führten die Gastgeber erstmals vor toller Kulisse in der Schlossberghalle. Die ersten drei SG-Treffer hatte die überragende Lisa Wenzke erzielt, nach und nach bekamen ihre Mitspielerinnen Mut und Präzision in den Abschluss. Und vor den Torfrauen Stephanie Piske und später Pia Kunzmann wurde in der Abwehr gewohnt beherzt hingelangt.

Tucovic scheute sich wieder nicht vor vielen Wechseln, der Spielfluss im variablen Angriffsspiel ging dennoch nie verloren. Geriet allenfalls mal ins Stocken. "In Überzahl hätten wir vor der Pause mehr Tore erzielen können. Überhaupt war unsere Quote nicht ganz so gut wie beim Sieg letzte Woche in Sulzbach", bemängelte der Trainer. Richtig spannend wurde es nach der Pause nicht mehr, weil die SG-Damen schnell einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatten. Ohne Juliane Wenke fehlte Rimpar der entscheidende Punch aus der zweiten Reihe, auch wenn Susanne Scheller viele Treffer gelangen.

"Das war ein wichtiger Sieg, wir wollten unbedingt die starke Leistung vom Sulzbach-Spiel bestätigen", bilanzierte Tucovic, der in diesem Duell seinen ehemaligen Trainer hatte bezwingen können. Rimpars Coach Urban Lochner war vor zwölf Jahren Übungsleiter beim FC 05 Schweinfurt. Und mit dem spielenden Tucovic in die Bezirksoberliga aufgestiegen. "Das hatte keine große Bedeutung für mich. Man sieht sich ja immer mal wieder", sagte der Bosnier genauso abgeklärt, wie seine Mannschaft zuvor aufgetreten war.
Tore für die SG: Lisa Wenzke (9/3), Franziska Thomas (4), Julia Albert (3), Anna Kleinhenz (3), Nina Barnickel (2), Sabrina Kleinhenz (2/1), Manuela Schäfer (1), Carolin Annon (1), Claudia Pfleger (1).

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