TV Etwashausen - SG Garitz/ Nüdlingen 25:18 (13:10) - Im Unterfrankenderby zeigten die Handballerinnen der SG Garitz/Nüdlingen zu wenig Siegeswillen und mussten mit einer am Ende deutlichen Niederlage nach Hause fahren. Schon zu Beginn der Partie zeichneten sich die Schwierigkeiten der SG ab. Sie kam sehr schwer ins Spiel, machte in den ersten Minuten zu viele Fehler und lag schnell mit 1:6 zurück. Doch das sechste Tor der Gastgeberinnen sollte für die nächsten Minuten das letzte sein, denn die SGlerinnen wachten auf und konnten zum 6:6 ausgleichen. "In dem Moment hat die Abwehr funktioniert und auch im Angriff lief es rund", war SG-Trainer Holger Jordan mit dieser Phase zufrieden. Doch so schnell seine Mädels zu ihrem Spiel gefunden haben, so schnell kamen sie auch wieder aus dem Tritt. Nach einer Auszeit des Heimtrainers verloren die Gäste ihren Rhythmus komplett und gerieten mit 7:12 ins Hintertreffen. Nach diesem Zwischenspurt der Etwashausener Damen fing sich die SG und verkürzte bis zur Halbzeitpause den Rückstand auf drei Tore. "Das war eine Halbzeit zwischen Himmel und Hölle. Wir haben teilweise gut gespielt, aber auch teilweise sehr schlecht. Alles in allem haben wir zu viele Bälle zu einfach verloren und uns damit selbst ein Bein gestellt", so Jordan.
In der Kabinenansprache machte das Trainerduo Jordan/ Wenzke den SGlerinnen deutlich, dass sie mehr Siegeswillen zeigen und sich auf einen Kampf einstellen müssten. "Die Vorzeichen für einen Sieg standen eigentlich nicht schlecht, denn Etwashausen ist nur mit zwei Wechselspielerinnen angetreten. Die Chance war auf alle Fälle da", war sich Jordan sicher. Doch nach der Pause ist genau das Gegenteil von dem passiert, was das Trainerduo verlangte. Die SG zeigte keinen Biss, zudem häuften sich die eigenen technischen Fehler. Bis etwa Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Gäste nur zwei Mal einnetzen. Aber auch die Gastgeberinnen kamen nur langsam in Tritt, so dass es zur Mitte des zweiten Durchgangs 16:12 stand. "Wir haben vor allem vorne den Willen zum Sieg vermissen lassen. Wir haben zwar Handball gespielt, aber wir haben so gespielt, dass wir viele Bälle verloren haben. Unter dem Strich haben wir es nicht geschafft, zu zeigen, dass wir hier gewinnen wollen. Etwashausen hingegen war ganz anders motiviert, die wollten gewinnen", kritisierte Jordan.
Dann nahm die Partie nochmal Fahrt auf und beide Mannschaften kamen öfter zum Torerfolg. Allerdings gelang es den Gästen nicht mehr, sich näher heranzukämpfen. Am Ende wurde die SG unter Wert geschlagen. "Da wäre mehr drin gewesen. Die waren nicht sieben Tore besser als wir, sondern wir waren einfach sieben Tore schlechter als die. In manchen Spielphasen hat man schon gemerkt, dass uns Natascha Will, die wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel passen musste, gefehlt hat. Aber letztendlich weiß man natürlich auch nicht, ob das Spiel dann besser gelaufen wäre", wollte Jordan das nicht als Entschuldigung gelten lassen.
Tore für die SG: Lisa Wenzke (7/2), Manuela Schäfer (5), Sabrina Kleinhenz, Tanja Sadowski (je 3).