Bad Kissingen
Jugendfussball

Nüdlinger U-13-Kicker bejubeln ersten Saisonsieg

Gegen eine sehr starke U-15 der JFG Sinntal-Schondratal II kassiert Oberthulbas Rumpftruppe mit einem Feldspieler im Tor eine Klatsche. Trotzdem lobt der Trainer sein Team.
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Weg da: Oberthulbas Kapitän André Ohmert (links) verschafft sich Platz im Zweikampf mit Nico Hergenröder von der JFG Sinntal-Schondratal II. Foto: Anja Schmitt
Weg da: Oberthulbas Kapitän André Ohmert (links) verschafft sich Platz im Zweikampf mit Nico Hergenröder von der JFG Sinntal-Schondratal II. Foto: Anja Schmitt
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JFG Sinntal-Schondratal II - TSV Oberthulba 16:0 (6:0). Tore für die JFG: Daniel Benkert (6), Linus Dorn (4), Dominik Cimala (3), Tom Kötzner (2), Noah Söder (1).
Bei bis dato 99 Gegentoren in neun Spielen war schon klar, dass es dreistellig werden würde in der Gesamt-Bilanz der kassierten Tore. Dass Oberthulbas Kicker aber derart hoch verloren, lag neben der Spielkunst des Gegners auch an den Umständen. "Wir hätten sogar höher verlieren können", meinte TSV-Akteur Maximilian Wirth ehrlich. Krankheitsbedingt hatten die Gäste gleich auf sieben Akteure verzichten müssen. "Das sind leider die berühmten Erfahrungen als Trainer in meiner 30-jährigen Fußballtätigkeit", sagte TSV-Trainer Manfred Löffler, der die U-15 an diesem Tag zum ersten Mal betreute. Elf Spieler hatte der TSV Oberthulba mit an die Sinn gebracht, davon vier Akteure aus dem U-13-Team. Inklusive Jan Lauster, der als Feldspieler das Tor hütete. "Er hat das Beste aus der Situation gemacht, musste aber leider einige kuriose Treffer schlucken", erinnerte sich Löffler, der seiner Mannschaft trotz der Höhe der Niederlage ein Kompliment aussprach. "Die Jungs haben sich nie hängen lassen und alles gegeben." Einige gelungene Kombinationen hatten die Angereisten zum Spiel beigetragen. Den Ehrentreffer hatte Jonas Danz auf dem Fuß, prima in Szene gesetzt von Moritz Lutz und Valentin Reuter.

Der Torreigen stellte JFG-Trainer Frank Klein natürlich zufrieden. Aber auch die Art und Weise, wie sein Team aufgetreten war. "Ich habe den Jungs in der Versammlung gesagt, dass auch dieser Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Und habe das Spiel der Riedenberger Herren als warnendes Beispiel genommen, die als hoher Favorit das Kreisliga-Spiel gegen Eichenhausen verloren hatten." Worte, die Gehör fanden, weil die JFG-Reserve bereits nach zwei Minuten in Führung lag und zur Pause die Partie bereits entschieden hatte. "Meine Spieler haben das Tempo hochgehalten, den Ball gut laufen lassen und vorne früh gestört", so Klein, der grundsätzlich mit Viererkette spielen lässt und diverse Systeme in petto hat. Mal mit einem oder zwei Stürmern, mal mit einem oder zwei Sechsern für ein perfektes Umschaltspiel nach Ballverlust oder Ballgewinn.
"Im taktischen Bereich nehme ich auch viel mit von meinem Freund Charly Storch", lobt Klein das Fachwissen des Trainers der Riedenberger Herrenmannschaft. Eine überzeugende Vorstellung für die Gastgeber bot Daniel Benkert. In seinem ersten Spiel für die Juniorenfördergemeinschaft erzielte der Neuzugang aus Römershag gleich sechs Treffer.

TSV Nüdlingen - SG Lauter 2:1 (0:0). Tore: 1:0 Moritz Bott (38.), 2:0 Kilian Back (40.), 2:1 Clemens Nieß (50.). Besonderes Vorkommnis: Nick Hofmann verschießt Foulelfmeter (10., Lauter).
Was für ein Jubel bei den Nüdlingern, die gegen die SG Lauter-Hausen im neunten Versuch den ersten Saisonsieg feierten. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft. Die Trainingsarbeit wurde prima umgesetzt. Alle haben ihren Anteil an diesem Sieg", freute sich Trainerin Uschi Przybilla. Erfolgsgaranten gab es einige. Das Mittelfeld um Lukas Kiesel, Kilian Back und Noah Nöth spielte kreativ nach vorne, vergaß aber auch nicht seine Defensiv-Aufgaben, während Julius Rauch in vorderster Front seine Schnelligkeit ausspielte. In der Abwehr vereitelte Lukas Kirchner viele Angriffe der SG schon im Ansatz. Und Keeper Moritz Gabold war das ganze Spiel über ein starker Rückhalt.

"Coach, das ist halt Fußball. So schlecht waren wir doch nicht. Wir dürfen nächste Woche aber wieder spielen, oder?" Clemens Nies und seine Nüdlinger dürfen natürlich wieder spielen. Schließlich gilt es ja einige Dinge besser zu machen. "Wir waren die spielerisch bessere Mannschaft mit guten Chancen, die leider nicht zu einem Tor geführt haben. Nüdlingen hatte keine wirkliche Chance, da unsere Abwehr, vor allem unsere Außenverteidiger Paul Morber und Jonah Liehr, nichts zuließ", sagte SG-Trainer Volker Lang.
Die beste Möglichkeit zur Führung hatte Nick Hofmann, als er einen an Clemens Nies verschuldeten Elfmeter neben das Tor schoß. Gute Chancen bis zur Pause hatten auch Alina Neeb, Clemens Nies und Andreas Virnekäs, der alleine vor dem Torwart diesen anschoss.

Der SG-Trainer wechselte dreimal zur Pause, doch die Umstellungen brachten nicht den erhofften Erfolg. Nach einem "Luftloch" von Maximilian Mayer ging Nüdlingen durch Moritz Bott in Führung, die Kilian Back nach einer Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr ausbaute. "Nach den Gegentoren haben wir die Wechsel wieder zurückgenommen. Trotz einiger guter Chancen reichte es aber nur zum Anschlusstreffer durch Clemens Nies", sagte Lang, dessen Elf sogar höher hätte verlieren können. Doch Torwart Fabian Lang vereitelte glänzend einen Nüdlinger Sololauf. "Bis auf die Chancenverwertung und die beiden Fehler bei den Gegentoren war ich mit der Leistung der Mannschaft ganz zufrieden. Der Einsatz hat gestimmt, auch spielerisch waren einige schöne Spielzüge zu sehen. Ein Unentschieden hätten wir mindestens verdient", bilanzierte Volker Lang.


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