Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Münnerstadt will den finalen Schritt machen

In der Bezirksliga Ost sind viele Entscheidungen noch offen. In der Relegation sind extreme Belastungen möglich.
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Das Ziel vor Augen: Das Spielgerät und damit den Klassenerhalt packen will Münnerstadts Keeper Johannes Wolf. Links: TSV-ler Ahmet Coprak. Foto: ssp
Das Ziel vor Augen: Das Spielgerät und damit den Klassenerhalt packen will Münnerstadts Keeper Johannes Wolf. Links: TSV-ler Ahmet Coprak. Foto: ssp
Der FC Sand II steht seit geraumer Zeit als Absteiger fest. Mehr Entscheidungen sind in der Bezirksliga Ost nicht gefallen. Im Abstiegskampf muss selbst der Tabellenzehnte TSV Münnerstadt mit 43 Punkten noch bangen. Im Meisterschaftsrennen hat sich die Zahl der Anwärter auf zwei reduziert. Favorit ist freilich der FC 05 Schweinfurt II (1./73) bei fünf Punkten Vorsprung auf die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (2./58). Ausgerechnet dort müssen die von Martin Halbig gecoachten Schnüdel am Sonntag antreten.

Ein Punkt fehlt zum Titelgewinn

Für den Durchmarsch in die Landesliga benötigen die Schweinfurter noch einen Zähler, doch Schwebenried spielt derzeit groß auf. Der Tabellenzweite hat im Anschluss an die Saison noch vier Partien zu bestreiten, um den Aufstieg zu realisieren.
Zur Erklärung: In Bayern kämpfen 13 Mannschaften aus den Landesligen und 15 Mannschaften aus den diversen Bezirksligen um die Plätze in der Landesliga. Es werden sieben Gruppen mit je vier Mannschaften, die sich nach regionaler Nähe zusammensetzen, gebildet. Dabei kicken jeweils zwei Mannschaften in Hin- und Rückspielen im Europapokalmodus gegeneinander, und die beiden Gewinner spielen noch mal in zwei Partien gegeneinander. Nur der Sieger erhält einen Platz in der Landesliga.

Auch der Relegationsplatz zum Erhalt der Bezirksliga wird, anders als in den Vorjahren, in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Der 13. trifft hierbei zunächst auf den Zweiten der Kreisliga Schweinfurt 1 und der Gewinner auf den Sieger der Paarung des Zweiten der Kreisliga Rhön gegen den Zweiten der Kreisliga Schweinfurt 2. Auch diese Partien werden als Hin- und Rückspiel gespielt.

Die einzige Landkreismannschaft, der dieses zweifelhafte Vergnügen noch bevorstehen könnte, ist der TSV Münnerstadt (10./43). Der Mannschaft von Trainer Dominik Schönhöfer gelang mit dem 3:2-Erfolg beim SV-DJK Unterspiesheim ein großer Befreiungsschlag, jetzt soll im Auswärtsspiel beim TSV Gochsheim (17./33) hinter den Klassenerhalt endgültig ein Haken gemacht werden. "Zwar schaut die Tabelle auf den ersten Blick gut aus, doch der Schein trügt, wir können sogar noch direkt absteigen", sagt TSV-Coach Dominik Schönhöfer und fügt an: "Wir wissen ganz genau, dass wir 100 Prozent geben müssen." Der Tabellenvorletzte aus Gochsheim um Top-Torschütze Daniel Meusel (26 Saisontore) will im Spiel gegen Münnerstadt sein allerletztes Hälmchen im Abstiegskampf ergreifen.

FC 06 und Fuchsstadt sind durch

Weitaus ruhiger kann es der FC 06 Bad Kissingen (9./44) angehen lassen. Gegen den TSV Rottendorf (1:1) holte die Klug-Truppe zuletzt den goldenen Punkt zum Klassenerhalt und kann gleich in zweierlei Hinsicht entspannt in die letzten beiden Aufgaben beim TSV Röthlein (12./40) und gegen den TSV Forst (15./35) gehen. Zum einen ist man frei von jedem Druck, da man aufgrund des besseren direkten Vergleiches vom TSV Großbardorf II (13./38) nicht mehr eingeholt werden kann, und zum anderen kann man endlich personell wieder aus dem Vollen schöpfen. "Wir haben jetzt noch zwei knackige Spiele. Röthlein will um jeden Preis gewinnen, doch wir wollen wieder mehr zu unserem Spiel finden und zumindest einen Punkt kratzen", hofft FC-Coach Rüdiger Klug auf ein positives Ergebnis.

Sorgenfrei ist auch der FC Fuchsstadt (6./49), der jüngst, allerdings stark ersatzgeschwächt, ein 1:4 gegen den Dritten Euerbach/Kützberg kassierte, sich aber dennoch für die Endabrechnung Platz fünf auf die Fahne geschrieben hat. Da ist man gegenüber dem TSV Rottendorf zwar noch einen Punkt zurück, hat nun aber gegen Schlusslicht FC Sand II (18./11) mehr als eine gute Chance auf einen Dreier. FC-Trainer Marius Kubo, der sich zuletzt über das dritte Tor im vierten Spiel von Moritz Wahler freute, sehnt dennoch langsam dem Saisonende entgegen. "So eine Saison ist kräftezehrend. Wir haben heuer schon 30 Spieler eingesetzt, davon vier Torhüter."

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