Handball, 3. Liga Ost

Maxi-Schmitt-Show reicht nicht - HSC Bad Neustadt unterliegt

Erstmals erwischt hat es den HSC Bad Neustadt am vierten Spieltag. Enttäuscht und frustriert über die Heimniederlage verließen Spieler und Fans die Halle, zurück blieben Gäste, die vor drei (!) mitgereisten Fans "Auswärtssieg, Auswärtssieg" brüllten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Archiv Saale-Zeitung
Foto: Archiv Saale-Zeitung
HSC Bad Neustadt-Rhön - TV Groß-Umstadt 25:30 (12:11).

HSC-Coach Margots Valkovskis konnte nur seinem Kollegen Tim Beckmann zu den zwei Punkten gratulieren, der freudestrahlend konstatierte: "Unser erster Sieg gegen Bad Neustadt überhaupt".

Die Partie begann spektakulär, nach 35 Sekunden netzte Maxi Schmitt nach Kempa-Pass von Jan Wicklein ein. Zehn Sekunden später glich Sebastian Paul aus, in einer Begegnung, in der die Gäste eine offensive Deckungsvariante wählten, die dem HSC-Rückraum wenig behagte. Beckmann hatte den überaus wendigen David Acic als "Störenfried" vor die Abwehr gezogen, dies zwang die Gastgeber, ihr Kombinationsspiel mehrere Meter vor dem gegnerischen Kreis aufzuziehen. Sie rannten ab dem 2:2 einem Rückstand hinterher. Immerhin schafften Lukas Böhm und Falk Kolodzej das 9:9. Eine HSC-Auszeit nach dem 9:11 läutete eine kurzzeitige Wende bis zur Pause ein - und es hieß 12:11.

Anfang des zweiten Durchgangs profitierten die "Beckmänner"von technischen Fehlern oder Passungenauigkeiten der Heimsieben. Diese geriet neuerlich in Rückstand (15:17/ 37.), ehe es zur "Maxi-Schmitt-Show" kam. Der HSC-Spielführer sorgte nicht nur mit zwei Treffern für den Ausgleich, sondern legte noch drei in Höchstgeschwindigkeit nach. Das 21:19 schien Grundlage für den erwarteten und erhofften Heimsieg zu werden. Das 23:20 beruhigte - allerdings trügerisch. "Da haben sich einige Spieler wohl schon zu sicher gefühlt", vermutete ihr Trainer. Der Kontrahent nutzte eine Zeitstrafe für Leskovec zum Anschluss und setzte nach dem 24:22 zu einer ungeahnten Trefferflut an. Gelegen kam ihm dabei, dass der kurz nach dem Seitenwechsel für den indisponierten Lucien Zwiers im Tor stehende Thomas Bolling, mit zunehmender Spieldauer zu alter Form fand und "schwere Bälle" parierte. Der Gast lag plötzlich 29:24 vorne (58.), in der Schlussphase waren Acic (6) und der für den rot-gefährdeten Jan Blank (4) an den Kreis beorderte Maximilian Brunner (3) nicht zu stoppen.

Die vor längere Zeit abgegebene Prognose von Margots Valkovskis, "die 3. Liga ist ausgeglichen, da entscheidet meist die Tagesform", toppte Beckmann, in dem er Klasse als "Haifischbecken" bezeichnete. Nächstes Wochenende können die HSCler im Heimspiel im Unterfrankenderby gegen den TSV Rödelsee Rehabilitierung betreiben.

Tore für den HSC: Maximilian Schmitt (9), Gary Hines (4), Lukas Böhm (4), Jan Wicklein (4/2), Franziskus Gerr (2), Falk Kolodzij (1), Vilim Leskovec (1).



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren