Bad Kissingen
Fußball-Bezirksliga

Landesliga muss für Garitz kein Traum bleiben

Die Mannschaft um Andrzej Sadowski hat ihre Auswärtsschwäche abgelegt. TSV Münnerstadt muss sich deutlich steigern. Charly Storch ist in Riedenberg als Psychologe gefordert.
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Eine offene Rechnung haben Tobias Stöth (links) und der FC Fuchsstadt mit dem VfL Euerbach, verloren sie doch das Hinspiel gegen die Mannen um David Thomas (rechts) mit 2:4. Hinten Raphael Rogers, der in Fuchsstadt drei Mal ins Schwarze traf. Foto: ssp
Eine offene Rechnung haben Tobias Stöth (links) und der FC Fuchsstadt mit dem VfL Euerbach, verloren sie doch das Hinspiel gegen die Mannen um David Thomas (rechts) mit 2:4. Hinten Raphael Rogers, der in Fuchsstadt drei Mal ins Schwarze traf. Foto: ssp
TSV Forst - SV Garitz: Der SV Garitz (1./51) rockt die Bezirksliga. Nach der Winterpause stehen 19 von 21 möglichen Zählern zu Buche, und sollte sich die Erfolgsstory im Auswärtsspiel beim TSV Forst (12./34) fortsetzen, rückt der Traum Landesliga für die Sadowski-Truppe näher. Beim Derbysieg über Münnerstadt überzeugten die Garitzer zu Hause in fast gewohnter Manier, doch im Moment sieht es so aus, als hätten sie ihre Auswärtsschwäche der Vorrunde abgelegt und sind in der Lage, auch sogenannte "dreckige" Siege einzufahren wie jüngst in Gädheim. "In Gädheim mussten wir gegen schlechte Platzverhältnisse und einen sehr hart einsteigenden Gegner ankämpfen. Wir sind froh, dass wir das Spiel 1:0 gewonnen haben", machte Andrzej Sadowski schnell einen Haken hinter die Partie.
Auch wenn mit Sandro Cazzella und Stefan Glöckler zwei Spieler angeschlagen raus mussten und deren Einsatz gefährdet ist. Mit großem Respekt begegnet der Garitzer Coach dem Kontrahenten Forst. "Ein ganz anderes Kaliber als Gädheim. Sie stehen in der Tabelle nicht da, wo sie eigentlich hingehören. In der Offensive ist Forst top besetzt, doch wir fahren dort hin, um zu punkten."

TSV Münnerstadt - TSV Mühlhausen/Schraudenbach: Mit einem unangenehmen Gegner bekommt es der TSV Münnerstadt (5./44) am heimischen Sportzentrum zu tun. Der TSV Mühlhausen (6./44) ist dort zu Gast, der mittlerweile zum erweiterten Kreis der Spitzenmannschaften gehört. Dominik Schönhöfer hatte schon im Hinspiel, das 1:1 endete, einen starken Gegner gesehen. "Damals steckten sie noch tief im Abstiegskampf, agierten aber sehr kompakt und haben sich unter Elmar Drenkard richtig nach vorn gearbeitet. Es bedarf von unserer Seite einer deutlichen Leistungssteigerung, um etwas Zählbares zu holen", fordert der Mürschter Coach mehr Engagement als zuletzt bei der Niederlage in Garitz. "Wir waren an dem Tag einfach nicht gut. Garitz war uns in allen Belangen überlegen und hat die Partie verdient gewonnen." Weiterhin wohl nicht mitwirken kann Routinier Michael Knysak (Knie).

SV Rot-Weiß Obererthal - SV Rödelmaier: Der SV Obererthal (18./8) muss den kräftezehrenden Wochen langsam Tribut zollen und tritt in der Partie gegen den SV Rödelmaier (14./30) wohl mit dem letzten Aufgebot an. Deswegen ist der Optimismus auch bei Trainer Michael Leiber eher gedämpft. "Die Doppelbelastungen haben uns zugesetzt, wir sind unterbesetzt. Natürlich wollen wir unsere Chance suchen, denn Rödelmaier zeigte sich auswärts bislang wenig erfolgreich." In der Tat bringen es die Gäste bisher auf einen mickrigen Auswärtszähler. In den letzten Spielen zeigte die Tendenz Rödelmaiers allerdings nach oben. Die Rot-Weißen dagegen hatten eine hohe 1:5-Niederlage zu beklagen und machten dabei ihrem Spieler Oliver Graup kein Geschenk. Er wurde kurz vor der Partie Vater, schlüpfte dann flugs ins Trikot, konnte die Niederlage aber auch nicht abwenden. Die Obererthaler Hoffnungen ruhen unter anderem auf Bruder Andi Graup, der ins Team zurückkehrt.

VfL Euerbach - FC Fuchsstadt: Die Luft ist ein wenig raus beim FC Fuchsstadt (8./40). Nach den Niederlagen in Güntersleben und zuhause gegen Strahlungen ist man ohne Chance im Kampf um die Spitzenpositionen. "Der Zug nach vorne ist abgefahren. Wir wollen nach Möglichkeit noch ein paar Punkte einfahren bis zum Saisonende", sagt FC-Coach Marius Kubo und hat beim VfL Euerbach (11./34) die Möglichkeit dazu. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Truppe von Pero Skoric hievte sich mit zehn Punkten in den letzten vier Begegnungen aus dem tiefsten Abstiegsschlamassel. Personell ist Kubos Kader recht dünn besetzt. Florian Thurn und Philipp Baldauf müssen verletzt passen.

TSV Bad Königshofen - SV Riedenberg: In einer schwierigen Situation steckt im Moment der SV Riedenberg (15./29). Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den TSV Gochsheim rutschte das Team von Trainer Charly Storch auf einen Abstiegsplatz und muss heute die schwere Reise zum Tabellendritten TSV Bad Königshofen (3./47) antreten. Storch ist im Moment mehr als Psychologe gefragt. "Klar haben wir durch die Rückrundenergebnisse wenig Selbstvertrauen, doch wir müssen weiter an uns glauben. Das habe ich der Mannschaft gesagt und werde sie weiter aufrichten." In Bad Königshofen setzt Riedenbergs Coach auf eine gute Defensivarbeit seiner Truppe.

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