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Bad Königshofen im Grabfeld
Tischtennis

Kilian Ort schlägt bei den Olympischen Spielen für Jugendliche auf

Der Abiturient aus Bad Königshofen und Chantal Mantz vertreten Deutschland im chinesischen Nanjing im Tischtennis.
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Nach anfänglichen Problemen mit der Größe hat Kilian Ort das passende Outfit für seinen Auftritt bei den Olympischen Spielen der Jugend in China. Foto: DTTB
Nach anfänglichen Problemen mit der Größe hat Kilian Ort das passende Outfit für seinen Auftritt bei den Olympischen Spielen der Jugend in China. Foto: DTTB
An deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften hat der Tischtennisspieler Kilian Ort (18) aus Bad Königshofen in seinem jungen Sportlerleben schon mehrfach teilgenommen. Am 12. August startet er zusammen mit Chantal Mantz, der frisch gebackenen Jugend-Europameisterin, und Bundestrainer Klaus Schmittinger von Frankfurt aus in die Sechs-Millionen-Stadt Nanjing (China), Hauptstadt der Provinz Jiangsu, und wird dort am bisher größten Sportereignis seiner Karriere teilnehmen: An den II. Youth Olympic Games (16. bis 28. August), den II. Olympischen Sommerspielen für Jugendliche.
Ort und Mantz sind die zwei einzigen deutschen Teilnehmer am Tischtennisturnier, bei dem auch nur maximal ein Teilnehmer pro Nation starten darf, der sich bei einem Kontinentalturnier (für Europa in Portugal) qualifizieren konnte.
Für die über die Weltrangliste qualifizierte Nina Mittelham, die aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, nominierte der DTTB Chantal Mantz nach, die in der 1. Frauen-Bundesliga für den SV DJK Kolbermoor aufschlägt.
Chef de Mission der 86 deutschen Teilnehmer und 46 Offiziellen, Trainer und Betreuer ist Bernhard Schwank, der betonte, dass es keine Medaillenvorgaben gebe. "Für die Athleten kommt es darauf an, in dieser für alle neuen olympischen Atmosphäre zu lernen, Motivation zu tanken, möglichst im Wettkampf die beste Leistung abzurufen und ihre persönlichen Ziele zu erreichen." Spezialbetreuer sind die Olympiasieger Britta Heinemann (Fechten) und Maik Bullmann (Ringen).
Kilian Ort sieht ganz in diesem Sinne sein sportliches Ziel so: "Ich will gutes Tischtennis spielen. Die Asiaten sind die Favoriten und da wird es schwer, eine Medaille zu holen." Er hat seinen Einsatz im Wutaishan-Gymnasium in Nanjing bereits am 16. August - im Optimalfall bis zum 28. August. Gespielt werden drei Konkurrenzen mit je 32 Teilnehmern: Einzel Jungen, Einzel Mädchen und Mixed-Mannschaft, bestehend aus zwei Sportlern. "Wenn es nach den Einzeln Jungen gegen Jungen und Mädchen gegen Mädchen nicht schon 2:0 steht, entscheidet das Mixed", weiß Kilian Ort im Vorfeld von diesem erstmals so ausgetragenen Wettbewerb.
Um dieses sportliche Ziel zu erreichen, nahm er Anfang August an einem Lehrgang der Männer-Nationalmannschaft in Düsseldorf teil. "Weil die aber schon mit den neuen Plastik-Bällen trainiert haben und wir noch mit den Zelluloid-Bällen spielen, wurde mir jeweils ein deutscher Spieler und ein starker Franzose zugeteilt. Es war ein sehr gutes Training und hat mich wieder ein Stück näher an meine Normalform gebracht. Auf meinem Zenit bin ich aber noch nicht."
Kilian Ort freut sich neben der sportlichen Herausforderung "auf das olympische Dorf, in dem wir mit so vielen Athleten wie noch nie, besonders aus anderen Sportarten, zusammen kommen und Kontakte knüpfen können. Sicher werden wir uns auch andere Sportarten anschauen, wenn wir mal frei haben. Ich bin schon sehr gespannt darauf." Dem frisch gebackenen Abiturienten kommen dabei seine guten Englisch-Kenntnisse zugute, die er in den letzten sieben, acht Jahren bei internationalen Turnieren und Trainingscamps erworben hat. "Ich kann zwar mehrere chinesische Wörter, werde damit im allgemeinen Umgang aber kaum durchkommen." Wo er diese her hat? "Ich war schon fünf Mal in China im Trainingslager und habe von meinem Bad Königshöfer Mannschaftskollegen Da Jun Fu und von meinem Freund und Doppelpartner aus der Nationalmannschaft Dang Qiu einiges mitbekommen."
"Meinem Nacken geht es gut", gab der Königshöfer Entwarnung bezüglich seines gesundheitlichen Dauerproblems in diesem Jahr. Bei der Einkleidung dagegen gab es für Kilian Ort zunächst einige Probleme, "weil die meisten Sachen zwei Nummern zu groß ausgefallen sind." Beim DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) und gleich daneben in der Geschäftsstelle des DTTB (Deutscher Tischtennisbund) in Frankfurt konnte aber geholfen werden.

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